2024-05-29T12:18:09.228Z

Ligavorschau
Mit einem Derbysieg gegen die SG Störnstein/Wurz will der TSV Püchersreuth (in Blau) die "Rote Laterne" abgeben.
Mit einem Derbysieg gegen die SG Störnstein/Wurz will der TSV Püchersreuth (in Blau) die "Rote Laterne" abgeben. – Foto: Rainer Rosenau

Im Derby Püchersreuth vs. Störnstein geht´s ums nackte Überleben

Nur drei Punkte trennt die beiden Nachbarrivalen in der Abstiegszone, da steht wahnsinnig viel auf dem Spiel

Hinein in die Runde 22 der Kreisklasse Ost. Dabei prallen die beiden die Liga anführenden Teams auf Gegner, die wohl in die Kategorie "unbequem" fallen, aber die dennoch besiegt werden müssen. Sowohl Spitzenreiter SpVgg Windischeschenbach (1./47 - im sechsten Auswärtsspiel in Folge bei der SG Luhe-Wildenau II/Etzenricht II), als auch Mitstreiter VfB Rothenstadt (2./43 - gegen die Vohenstrausser Bezirksligareserve) werden in ihren Partien nicht anbrennen lassen wollen, um den Ambitionen weiter gerecht zu werden.

Am anderen Ende der Tabelle liefern sich fünf Mannschaften einen erbitterten Kampf um die Plätze auf dem rettenden Ufer. Zwei der "Krisenherde" prallen in Püchersreuth direkt aufeinander. Derbystimmung herrscht zudem, wenn der gastgebende TSV (14./17) auf den "Schleudersitzinhaber" und Nachbarn SG Störnstein/Wurz (12./20) prallt. Das geht es gleich um sechs Punkte und das Prestige spielt keine Rolle, das ist klar. Das Abstiegsgespenst wird unter den Zuschauern sein.

Im Überblick die Ansetzungen der Runde 22 in der Kreisklasse Ost:

Mit einer eindrucksvollen Serie seit dem Start in die Restrückrunde hat sich die SG aus dem Kreise der gefährdeten Mannschaften quasi verabschiedet. Mit breiter Brust geht man nun ins Match mit dem Ligaprimus und möchte diesem die beeindruckende Form spüren lassen. Die SpVgg reist ein weiteres Mal, hat bisher alle Aufgaben in der Fremde gelöst und will sich natürlich - wohlwissend dass da ein Gegner wartet, der brennt - nicht vom Weg in Richtung Kreisliga abbringen lassen. Ein Dreier steht auf der Agenda, nichts anderes darf zählen.

"Wir wollen unsere Leistungen der vergangenen Wochen bestätigen und auch am kommenden Wochenende alles daran setzen, drei Punkte zu holen. Wir haben absolut keinen Druck und haben einfach nur Spaß am Kicken und das wollen wir in jedem Spiel bis Saisonende rüber bringen", so SG-Spielertrainer Sebastian Urban.

"Luhe-Wildenau - 13 Punkte aus 5 Spielen in 2024, ich denke, mehr braucht man zu ihrer aktuellen Form nicht sagen. Die Form der anderen Mannschaften darf uns jedoch nicht interessieren, wir schauen auf unser Spiel und unsere Form und werden alles daran setzen die Urban-Truppe aus Oberwildenau zu schlagen", so ein entschlossener Gästespielertrainer Michael Bachmeier.

Zwei Niederlagen in Folge haben die angekündigte Aufholojagd des TSV gestoppt, man ziert weiterhin das Tabellenende. Dennoch ist noch nicht aller Tage Abend, man hat die Rettung immer noch in der eigenen Hand. Hierzu ist aber ein Heimsieg gegen den nur drei Punkte entfernt platzierten Nachbarn ein absolutes Muss, das dürfte jedem klar sein. Die Gäste haben zuletzt gar vier Mal in Folge verloren, um nicht gar komplett durchgereicht zu werden, stehen auch sie unter dem absoluten Druck des Gewinnenmüssens. Beide Mannschaften also mit offenem Visier? Die sicherlich zahlreichen Zuschauer wird es freuen.

"Nachdem wir punktemäßig stark aus der Winterpause gekommen sind, tun uns die beiden Nullrunden zuletzt weh, vor allem weil die Leistung gestimmt hat und in beiden Spielen mindestens ein Punkt drin war. Jetzt wartet das nächste Derby, welches auch tabellarisch eminent wichtig ist. Das brauchen wir auch gar nicht klein reden, für uns geht es um alles. Leider stimmen die Voraussetzungen für uns überhaupt nicht. Mein einzig verbliebener Torhüter wurde in Pirk mit dem Krankenwagen abtransportiert und fällt erstmal aus. So muss wohl ein Feldspieler zwischen die Pfosten. Leider wirkt auch noch die Grippewelle von letzter Woche noch nach und meine Mannschaft stellt sich wohl von selbst aus. Egal wer aufläuft wird aber heiß sein und alles geben, das Spiel zu gewinnen", so TSV-Coach Sebastian Schell.

"Nach Tabellenführer und Tabellenzweiten geht es nun für meine Mannen nun zum Derby nach Püchersreuth. Uns ist bewusst, dass dies eine weitere schwere Partie wird und wir die gleiche Einstellung und Leistung abrufen müssen, wie gegen die Tabellenspitze, um etwas Zählbares mitnehmen zu können. Mit dem Engagement bin ich sehr zufrieden, was sich auch in den letzten Spielen gezeigt hat, in denen wir oft sehr unglücklich auf die Verliererstraße gerieten. Hilburger wird fehlen, Rupprecht, Bösl und Hoch sind fraglich", erklärt Gästetrainer Gerd Bauer.

Aufrufe: 012.4.2024, 12:00 Uhr
Werner SchaupertAutor