
Die Zweite der Löwen steht weiterhin ungeschlagen an der Spitze der Bayernliga Süd. Trainer Felix Hirschnagl sieht dennoch Verbesserungspotenzial.
München – Für die U21 des TSV 1860 München stand am Wochenende das nächste Spitzenspiel auf dem Programm. Zu Hause empfingen die Münchner den Regionalliga-Absteiger aus Memmingen. Die Gäste gingen ebenso wie die Hausherren ungeschlagen in die Partie, die sich zu einem echten Thriller entwickelte.
Felix Hirschnagl, Löwen-Trainer, sprach nach der Partie, die 2:2 endete, von einem „leistungsgerechten“ Ergebnis. Zwar habe seinen jungen Spielern habe in der ersten Halbzeit „die Leichtigkeit gefehlt“, diesen Umstand führte der Übungsleiter auch auf die aktuelle Position seiner Schützlinge an der Spitze der Bayernliga zurück: „Wir haben heute vielleicht ein bisschen zu viel über die Tabelle nachgedacht.“
Hirschnagl sah seine Spieler zum ersten Mal in dieser Saison wirklich gefordert: „Es war klar, dass sie nochmal mehr pressen und spielen als die ein oder andere Mannschaft, die wir davor hatten.“ Darunter litt das eigene Kombinationsspiel der Löwen: „Wir waren nicht so geduldig und souverän im Spielaufbau.“
Die größte Baustelle erkannte der 40-jährige Übungsleiter aber in der fehlenden Reife seiner Mannschaft: „Wir machen leider einen riesigen Fehler, der zum Gegentreffer führt. Und das in einer Phase, in der wir am Drücker sind.“ Auch in der Elfmeterszene in der 94. Minute vermisste Hirschnagl ebendiese Reife: „Wir können auf 3:1 stellen und bekommen dann einen Elfmeter in der Nachspielzeit gegen uns, da haben wir die Herrenfußball-Watschn mal wieder komplett kassiert.“ Seine Vorgabe an die Mannschaft: „Was die Reife angeht, erwarte ich mir die nächsten Schritte in den nächsten Wochen.“
Dennoch fiel Hirschnagls Fazit für die ersten Wochen positiv aus. Der langjährige 1860-Trainer konnte den „Watschn“ sogar etwas Positives abgewinnen: „Aktuell zahlen wir in dem einen oder anderen Moment Lehrgeld, wie zum Beispiel gegen Heimstetten und jetzt Memmingen, aber wir schaffen es, da mit Unentschieden herauszugehen. Darauf bauen wir weiter auf. Wir sind ungeschlagen, das ist erstmal das Wichtigste.“
Zusätzlich steht die Zweitvertretung des Drittligisten an der Tabellenspitze. Wenn die vom Trainer eingeforderte Reife sich noch einstellt, scheint bei den Junglöwen in dieser Saison alles möglich. (nr)