
Gegen den FC Memmingen musste der TSV 1860 München II in der Nachspielzeit den 2:2-Ausgleich hinnehmen. Der SV Heimstetten erlebte ein Derby-Desaster.
München – Der U21 des TSV 1860 München verteidigte am siebten Spieltag die Tabellenführung. Im „Heimspiel“, ausgetragen in Gilching, reichte es zwar „nur“ zum 2:2 gegen den FC Memmingen. Aber die U 21 der Löwen ist immer noch ungeschlagen und zeigte auch gegen den Regionalliga-Absteiger eine reife Leistung. Das 1:0 der Gäste (27.) hatte Cristian Leone per Seitfallzieher zunächst ausgeglichen (68.) und Brahim Mourmou brachte nach einem verwandelten Foulelfmeter die Führung (83.).
Aber die Allgäuer, die sich unter der Woche mit einer Nullnummer gegen den FC Ismaning hatten begnügen müssen, kamen in der Nachspielzeit durch einen umstrittenen Elfmeter, den Lukas Rietzler verwandelte, noch zum Ausgleich. Trotzdem ist Felix Hirschnagl stolz auf sein Team: „Bei uns stimmt die Mischung, ich kann Jeden aus dem Kader bringen, alle bringen immer die Leistung“, so der Löwen-Trainer.
Nicht 1860 II, sondern der SV Heimstetten zählte eigentlich zum Kreis der Favoriten, doch beim langjährigen Regionalligisten „brennt der Baum“. Zuletzt gab es in der Meisterschaft und im Totopokal noch unglückliche Niederlagen, doch ausgerechnet im Landkreis-Derby gegen den FC Deisenhofen folgte die Demontage.
Nach der 2:7-Heimpleite scheint die Lage beim SVH um Trainer Roman Langer angespannt zu sein. Zwar kassierte der Ex-Regionalligist in der 53. Minute einen Platzverweis von Maximilian Gurschke, aber da führten die Gäste bereits mit 5:1. Deisenhofen spielte sich in einen „Rausch“ gegen einen völlig desolaten Kontrahenten. Lukas Kretzschmar durfte sich als Doppel-Torschütze feiern lassen, ansonsten beteiligte sich die gesamte Offensiv-Abteilung an diesem historischen Derby-Kracher. „Nach Problemen zum Saisonanfang läuft es immer besser, wir haben wieder einige Eigengewächse eingebaut und setzen auch auf Talente aus der Region“, lobt FC-Trainer Andy Pummer.
Aber auch beim TSV Grünwald herrschte das große Aufatmen. Der Aufsteiger hatte sich prominent verstärkt, startete in einem neuen Umfeld mit einer Niederlagenserie. Trainer Rainer Elfinger sprach von „Anpassungsschwierigkeiten an die höhere Spielklasse“ und bat um Geduld.
Dies zahlte sich jetzt aus, denn der Neuling feierte den ersten Saisonsieg. Beim 5:1-Schützenfest gegen den TSV Nördlingen schossen sich die Grünwalder den Frust von der Seele, mit fünf verschiedenen Torschützen. Die Grünwalder gaben damit die „rote Laterne“ weiter an den TSV Landsberg, der nach dem Weggang von Sascha Mölders und Co. scheinbar nicht mehr wettbewerbsfähig ist und das Heimspiel gegen Türk Augsburg mit 0:3 verlor.
Die SpVgg Unterhaching II hat sich bisher achtbar aus der Affäre gezogen, konnte den Härtetest beim Ex-Regionalligisten FC Pipinsried aber nicht bestehen. Trainer Marc Endres musste aus personellen Gründen eine blutjunge Mannschaft ins Rennen schicken, Pipinsried mit den Routiniers Nico Karger, Nenad Petkovic und Michael Bachhuber warf die gesamte Erfahrung in die Waagschale.
Die Mannschaft von Ex-1860-Jugendtrainer Josef Steinberger siegte nach Toren von Bachhuber (14.) und Petkovic (45.+1, 75.) verdient mit 3:0. Nachdem Pipinsried mit 3:1 unter der Woche in Sonthofen gesiegt hatte, kletterte der FC in der Tabelle nach oben. Ein Spiel weniger absolviert als die Konkurrenz, besitzen die Pipinsrieder die Chance, aus eigener Kraft die Tabellenspitze zu erobern.