Dagegen gehalten: Herfords Julia Holke (r.) geht in den Zweikampf mit einer Bochumer Angreiferin.
Dagegen gehalten: Herfords Julia Holke (r.) geht in den Zweikampf mit einer Bochumer Angreiferin. – Foto: Yvonne Gottschlich

Herforder SV bietet dem VfL Bochum Paroli und Thomas Reis sieht zu

Westfalenligist verliert im Verbandspokal der Frauen gegen den Regionalligisten aus dem Ruhrgebiet am Ende mit 0:3.

Unter den Augen von Bochums Bundesliga-Cheftrainer Thomas Reis gewann der VfL Bochum das Halbfinale im Frauenfußball-Westfalenpokal mit 3:0 (1:0) beim Herforder SV. Die Gastgeberinnen, die an diesem Samstag um 15 Uhr gegen DJK Mecklenbeck schon wieder im Abstiegskampf der Westfalenliga gefordert sind, boten dem favorisierten Regionalligisten dabei ordentlich Paroli.

Sie standen mit einer massiven Abwehr hinten drin und setzten auf Nadelstiche. Die kamen zwar nicht zwingend durch, aber das Bollwerk nervte die Gäste zusehends. Mit viel Aufwand und Laufarbeit hielt Herford die Räume eng. Im Tor verhinderte Charlotte Schröder den Rest.


Bochum hatte viel Ballbesitz, fand aber kaum Mittel um zum Abschluss zu kommen. Die Flanken fanden keine Abnehmerinnen. In der 41. Minute bot sich den Gästen dann doch eine Möglichkeit. Nach einem Ballverlust zog Pia Beyer auf der rechten Seite ab und der Heber landete zum 0:1 im langen Eck.

„Man hat gesehen, wer hier der Außenseiter war“


Herford blieb aber geduldig, wehrte sich in jedem Zweikampf. „Man hat gesehen, wer hier der Außenseiter war“, fand auch Herfords Trainer Kai Beckmann, der sein Team 90 Minuten lang von außen lautstark unterstützte. „Das 0:1 war echt ärgerlich, wir haben das defensiv richtig gut gemacht“, lobte er sein Team. „Wir wussten, dass wir spielerisch und offensiv nicht mithalten können.“


In der 70. Minute stellte Herford auf eine Dreierkette um und versuchte mehr offensiven Druck zu entwickeln. Das nutzte der VfL aus. Die eingewechselte Mizuho Kato ließ drei Herforderinnen stehen und versenkte den Ball zum 0:2 (75.). Lena Franke macht mit dem 0:3 (89.) nach einem Freistoß den Deckel drauf. „Bochum hat das dann auch extrem stark gespielt. Am Ende haben wir aufgemacht und alles versucht“, so Beckmann.

Aufrufe: 013.5.2022, 19:20 Uhr
Yvonne GottschlichAutor