– Foto: FV Biberach

Heißer Saison-Auftakt für den FV Biberach in der Verbandsliga

Verbandsliga-Saison startet mit spannenden Spielen

Am morgigen Freitag rollt in der Verbandsliga Württemberg erneut der Ball und somit wird nach einer kurzen Sommerpause zu einer neuen Spielzeit angepfiffen. Um 19.00 Uhr starten parallel in Biberach und in Tübingen die Eröffnungsspiele, um eine neue Saison einzuleiten. Tübingen muss gegen den VfL Pfullingen, der im letzten Jahr mit Platz 10 einen grauen Mittelfeldplatz belegte, ran. Der Aufsteiger FV Biberach wird gegen den Absteiger aus der Oberliga, den Sportfreunden Dorfmerkingen, die neue Saison beginnen dürfen. Heiße Spiele und hitzige Paarungen machen Lust auf die neue Saison.

Nach dem Aufstieg aus der Landesliga hat sich der FV Biberach mit dem ein oder anderen Neuzugang verstärkt und hat direkt einen schweren Gegner vor der Brust: Die Sportsfreunde Dorfmerkingen, die trotz Abstieg immer noch einen Kader mit sehr viel Potenzial haben, sind sicher als Auftaktgegner kein Wunschlos. Marc Gallego (36), der sogar Zweitliga-Erfahrung mitbringt und Daniel Nietzer (31), der seit 2009 für Dorfmerkingen auf dem Platz aufläuft, werden dies auch in der kommenden Saison fortführen. Gallego erzielte in der letzten Spielzeit 21 Treffer in der Oberliga und Nietzer war auch immer hin an 15 Toren beteiligt. Diese Leistungsträger zu halten war ein klares Zeichen: Der Wiederaufstieg muss das Saisonziel sein.

Außerdem hat man mit dem 71-jährigen Trainer Helmut Dietterle, der in den 70er-Jahren sogar für den VfB in der Bundesliga auflief, einen sehr erfahrenen Coach an der Seitenlinie. Dietterle trainierte in seiner Trainer-Karriere schon in der vierten Liga den VfR Aalen und andere namhafte Vereine wie Essingen, Gmünd und Crailsheim. Seit 2014 ist er nun Trainer der Sportsfreunde und soll jetzt nach dem Abstieg das Team wieder in Richtung Oberliga hochführen.

Darüber hinaus ist der Aufstieg für die Sportsfreunde so wichtig, da man in Dorfmerkingen (knapp 900 Einwohner) definitiv ein sportliches Aushängeschild darstellt. In den vergangenen Jahre konnte man genau mit dieser „Dorf-Power“ gleich zweimal im DFB-Pokal teilnehmen. Zusätzlich gelang dreimal der Aufstieg in die Oberliga.

Gegensätzlich zu den Zielen der Dorfmerkinger will der FV Biberach den Klassenerhalt als ausgesprochenes Saisonziel anpeilen. Das Ziel soll sein, den FV langfristig, trotz sechs bis sogar acht möglichen Absteigern, in der Verbandsliga zu etablieren. Davon ist auch der Trainer Florian Treske überzeugt, wie er der „Schwäbischen“ verriet: „Wir haben einen Kader von 24 Spielern und sind in der Spitze wie in der Breite gut genug besetzt, um den Nichtabstieg zu schaffen.“ Eine Herausforderung sieht er darin, die Spieler, die aus der Bezirksliga zum FV wechselten, auf Verbandsliga-Niveau anzupassen: „Diese Spieler brauchen sicher etwas länger, um anzukommen in der Liga, in der ein anderer Wind weht.“

Manuel Münst kommt zum FV Biberach aus der Bezirksliga und hat dort alles zerbombt. Nun ist er im besten Fußballeralter (28) definitiv bereit für den nächsten Schritt. Auch Fabian Baur kommt aus der Bezirksliga zum FV und soll vor allem das Mittelfeld dirigieren und anleiten.

Taktisch wird Treske weiter, wie auch schon in der Landesliga, auf die Dreier-Kette setzen. Aus Sicht des Trainers ist das logisch, da er dann einen Mann mehr fürs Mittelfeld hat. Verstecken möchte man sich beim FV offensichtlich nicht und möchte den Zuschauern ein Offensiv-Spektakel bieten.

Besonders ist auch, dass Treske seine eigene aktive Laufbahn beendet hat und in dieser Saison nicht mehr als spielender Trainer, wie in den letzen Jahren, zur Verfügung stehen wird. „Ich habe auf meinen Körper gehört und werde nur noch von außen coachen. Allerdings soll man ja bekanntlich nie nie sagen“, wie er in der „Schwäbischen“ zitiert wird. Zwischen den Zeilen kann man aber davon ausgehen, dass wenn wirklich Not am Mann ist, er sicher nicht „Nein“ sagen wird, um dem FV zu helfen.

Eine spannende Verbandsliga-Saison startet und wir sind alle gespannt, wie sie verlaufen wird. Wer wird am Ende oben stehen und wer am Ende unten? Wer kommt gut in die Spielzeit rein und vor allem wer nicht? All diese Fragen werden beantwortet werden und man wird sehen, was die Zukunft bringen wird.

Aufrufe: 04.8.2022, 17:28 Uhr
Nicolas BläseAutor