Hassia-Coach Thomas Klöckner blickt dem Binger Auftritt gegen die TSG Bretzenheim entgegen. Unter der Woche musste er erkrankt pausieren.	Foto: Mario Luge
Hassia-Coach Thomas Klöckner blickt dem Binger Auftritt gegen die TSG Bretzenheim entgegen. Unter der Woche musste er erkrankt pausieren. Foto: Mario Luge

Hassia: Ehrlicher Fußball und Einsatz

Bingen will gegen die TSG Bretzenheim Wiedergutmachung betreiben

BINGEN. Wenn am Sonntag (Anpfiff 15 Uhr) die TSG Bretzenheim zum Verbandsligaspiel ans Hessenhaus kommt, geht es für die Kicker von Hassia Bingen vor allem um eines: um Wiedergutmachung für den enttäuschenden Auftritt und die völlig unnötige 0:1-Niederlage beim TuS Rüssingen am vergangenen Sonntag. „Wir wollen und werden es besser machen, und wir werden alles daran setzen, den Gegner auf Abstand zu halten“, sagt Trainer Christian Klöckner, der die Arbeit an der Linie höchstwahrscheinlich allein übernehmen muss. Bruder Thomas musste unter der Woche wegen einer Infektion passen.

„Die Jungs wissen, dass der Sonntag nicht das Gelbe vom Ei war“, sagt Christian Klöckner und stellt fest, „dass es nicht unser Anspruch sein kann, uns auf das Niveau vom Sonntag zu begeben und uns dem Gegner anzupassen.“ Im Gegenteil. „Wir wollen unser Spiel durchziehen.“ Weg von einer fast schon überheblichen und arroganten Einstellung, hin zu ehrlichem Fußball mit vollem Einsatz über die kompletten 90 Minuten.

Bingen
0:3
TSG Bretzenh

Lukas Engel und Dennis Esmaieli mussten sich wegen eines grippalen Infekts für das Training abmelden, werden voraussichtlich ausfallen. Nicht nur deshalb aber werden die Karten für die Aufstellung neu gemischt. Joshua Iten ist zurück, wird die Innenverteidigung neu ordnen. Fabien Spreitzer könnte somit auf der linken Außenposition zum Einsatz kommen. Auf der Seite, über die das Gegentor in Rüssingen vorbereitet wurde. Auch Jaffar Abdulai bietet sich für das Abwehrzentrum an. „Er ist heiß, will unbedingt zum ersten Mal von Beginn an spielen“, so Klöckner.

Eine Vorschau aus Sicht von Bretzenheim lest ihr hier.

Vor der erneuten Englischen Woche sind die Optionen groß, denn auch Patrick Schön, der in Rüssingen mit einem Pferdekuss ausgewechselt werden musste, ist wieder an Bord. „Wir haben mehr als 20 Mann im Training. Von ihnen fällt keiner im Vergleich zu den anderen richtig ab.“ Klöckner weiß nach den ersten Partien, dass es in der Liga keine Mannschaft gibt, die die Binger auseinander spielen kann. „Wir brauchen uns vor niemandem zu verstecken, wenn jeder hundert Prozent gibt. Aber wir dürfen keine Punkte verschenken“, sagt er. Allein: Mannschaften wie Rüssingen müssen genauso ernsthaft bespielt werden wie der SC Idar und der TuS Marienborn, die beide vor allem mit individueller Klasse herausragen, im November auf die Hassia warten.

Die Partie gegen Bretzenheim kann eine Richtung vorgeben. Mit einem Dreier jedenfalls hätte die Hassia Luft zwischen sich und die auf Platz 13 beginnenden Abstiegsränge gebracht und sich vor der Nachholpartie beim ASV Fußgönheim am Mittwoch eine gute Ausgangsposition für die schweren Wochen geschaffen, die mit dem Derby in Gau-Odernheim Mitte Oktober beginnen.



Aufrufe: 023.9.2022, 14:00 Uhr
Jochen WernerAutor