2025-04-02T15:12:16.030Z 1743756026806
Seebach und Hankofen lieferten sich ein Duell auf Augenhöhe-
Seebach und Hankofen lieferten sich ein Duell auf Augenhöhe- – Foto: Harry Rindler

Hankofen gewinnt Fünf-Tore-Spiel - auch Seebach mit »gutem Feeling«

Pokal-Quali, 3. Runde - Samstag: TSV Seebach vs. SpVgg Hankofen-Hailing 2:3

Eine (steile) These zum Einstieg: Auch wenn es "nur" der Pokal war, war angesicht des Ergebnisses dieser Partie entweder der Landesligist saugut oder der Regionalligist sauschlecht. Tobias Beck, Spielertrainer der siegreichen SpVgg Hankofen-Hailing, pulverisiert diese Behauptung gleich einmal: "So einfach ist Fußball nicht". Und auch sein Kollege in Diensten des TSV Seebach, Manfred Stern, kommentiert das 2:3 aus einer Sicht ähnlich. "Natürlich bin ich enttäuscht, weil mehr drin gewesen wäre. Aber letztlich zählt die Leistung - und mit der bin ich sehr zufrieden."

Zunächst die Fakten: Nach einem 0:2 zur Pause drehte am Samstagnachmittag der Favorit doch noch auf - und gewann am Ende 3:2. Somit ziehen die Dorfbuam in die nächste Runde des Bayerischen Totopokals ein. Ganz nebenbei glückte Richter, Wagner & Co. die Generalprobe für den Saisonauftakt in der Regionalliga Bayern: Der Aufsteiger bekommt es am kommenden Samstag mit dem FC Eintracht Bamberg zu tun. So paradox es auch klingen mag, aber auch der TSV Seebach geht trotz Niederlage mit einem "guten Feeling" (Stern) ins 1. Ligamatch - das am 20. Juli gegen Kosova Regenburg steigt. Das liegt wohl dann doch vor allem an den Klassen-Unterschied.

Vor allem die erste Halbzeit Pfisterer und Kameraden war ihrem Trainer zufolge "sehr, sehr gut. Wir haben zurecht 2:0 geführt und waren ebenbürtig". Insgesamt sah Stern eine super Leistung seiner Mannen. Und das aufgrund der eigenen Stärke. "Man könnte nicht behaupten, dass Hankofen unter Niveau gespielt hat." Allerdings konnte das Team aus dem Deggendorfer Stadtteil nur 80 Minuten sein Spiel durchbringen. "Und die restlichen 10 Minuten haben uns das Spiel gekostet."

Was Manfred Stern damit meint: Zwischen der 59. und der 66. Spielminute machte der Bayernliga-Meister aus einem 0:2 ein 3:2. "In der ersten Halbzeit lag nach dem 0:1 unsere Konzentration auf dem Schiedsrichter, der uns einen Elfmeter nicht gegeben hat", berichtet SpVgg-Spielertrainer Tobias Beck. "Das 0:2 fiel dann nach einer entsprechenden Unachtsamkeit. Während der Pause haben wir dann gesagt, wir schauen nur auf uns. Und dann haben wir das Spiel schnell gedreht und guten Fußball gezeigt."

Beide Trainer haben dabei das Pokalspiel als vollwertiges Pflichtspiel gesehen, und nicht als etwas aufgewertetes Testspiel. Genau deshalb nimmt Manfred Stern genanntes "gutes Feeling" mit aus diesem Duell mit dem Gegner, der zwei Ligen höher spielt. Und auch Tobias Beck ist "grundsätzlich nicht unzufrieden" und hofft, eine Dorfbuam-Scharte auszuwetzen und dieses Mal im "Pokal möglichst weit zu kommen".

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Aufrufe: 013.7.2024, 16:30 Uhr
Helmut WeigerstorferAutor