
Das LOTTO Hamburg-Pokalfinale der Herren hat schon vor dem Anpfiff seinen ersten großen Rahmen bekommen. Wenn SC Vorwärts-Wacker Billstedt und HEBC Hamburg am Samstag um 11.30 Uhr im Stadion Hoheluft aufeinandertreffen, wird es voll. Nach Angaben des Hamburger Fußball-Verbandes ist das Endspiel bis auf wenige Restkarten ausverkauft, eine Tageskasse wird es nicht geben.
Damit bekommt das reine Oberliga-Duell genau die Bühne, die zu diesem Wettbewerb passt. Für beide Vereine geht es nicht nur um den Hamburger Pokal, sondern auch um den Einzug in den DFB-Pokal. Das Finale ist zudem Teil des bundesweiten Finaltags der Amateure und wird in der ARD-Konferenz sowie online im NDR-Livestream übertragen.
Sportlich ist die Ausgangslage besonders reizvoll. Beide Finalisten spielen in der Oberliga Hamburg, beide haben den LOTTO Hamburg-Pokal der Herren noch nie gewonnen. Vorwärts Wacker steht nach 1998 und 2011 zum dritten Mal im Finale, HEBC war zuletzt 1983 im Endspiel vertreten.
In der Liga landeten beide Teams im unteren Bereich der Abschlusstabelle, doch der Pokal hat ihre Saison aufgewertet. Vorwärts Wacker beendete die Oberliga-Spielzeit auf Rang 14, HEBC auf Platz 13. Im Pokal aber haben beide Mannschaften starke Wege genommen. Wacker schaltete unter anderem TuS Dassendorf, SC Victoria Hamburg und im Halbfinale Meister ETSV Hamburg aus. HEBC setzte sich auf dem Weg ins Finale unter anderem gegen TSV Buchholz 08, SC Nienstedten und im Halbfinale im Elfmeterschießen gegen USC Paloma durch.
Bei Vorwärts Wacker ist die Vorfreude groß. Trainer Ümit Taytanli formulierte auf der Pressekonferenz einen klaren Anspruch: „Der Pokal ist unser Wettbewerb dieses Jahr. Wir gehen mit breiter Brust in das Spiel und wollen das Ding gewinnen!“ Für einen Amateurverein sei es „ein super wichtiges Ding“, in diesem Finale zu stehen - zumal für den Sieger auch die DFB-Pokal-Prämie ein erheblicher Faktor ist.
Auch Eudel Silva Monteiro machte deutlich, dass Wacker die schwierige Liga-Saison mit dem Pokal noch besonders abschließen kann. Die Mannschaft habe „richtig Bock“, sagte er. Zugleich verwies er darauf, dass Wacker in dieser Saison bereits zweimal gegen HEBC verloren hat. Die Liga spiele nun aber keine Rolle mehr, vielmehr gehe es um die Chance, „unsere Saison zu retten“.
HEBC geht dagegen mit dem Selbstvertrauen in das Finale, die jüngsten direkten Duelle gegen Vorwärts Wacker gewonnen zu haben. Trainer Philipp Obloch wollte daraus aber keine zu große Favoritenrolle ableiten. „Vom dritten Sieg gegen Wacker in Folge kann jetzt keine Rede sein, die Tagesform wird entscheiden, denn es ist ein Finale“, sagte er während der PK. Seine Mannschaft sei vorbereitet, der erste Auftrag sei aber eine gute Leistung.
Obloch brachte die Erwartung an das Spiel auf einen einfachen Nenner: „Die Fans dürfen sich auf ganz viel Herzblut freuen - bei beiden Mannschaften. Alle werden ihr Herz zu hundert Prozent auf dem Platz lassen!“ Auch HEBC-Spieler Janek Wrede sprach von einem besonderen Moment. Die Vorfreude sei nach dem gesicherten Klassenerhalt deutlich gestiegen, für die meisten Spieler sei es „das größte Spiel“ ihrer Laufbahn.
Geleitet wird das Herren-Finale von Thomas Bauer vom Rahlstedter SC. Unterstützt wird er von Timo Rehder und Mark Niklas Späth, vierter Offizieller ist Dominik Kopmann. Für Bauer ist es eine besondere Ansetzung: Der 50-Jährige ist seit mehr als 30 Jahren als Schiedsrichter aktiv und pfeift seit der Saison 2010/11 in der Oberliga.
Bauer sprach von einer „großen Ehre“ und dem „krönenden Höhepunkt“ seiner Schiedsrichterkarriere. Für das Endspiel erwartet er ein „zweikampfintensives, faires und spannendes Spiel“. Seine Linie beschreibt er als ruhig und großzügig: Er wolle die Partie laufen lassen, sofern es das Spiel zulasse.
Der HFV empfiehlt wegen des großen Interesses dringend die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Das Stadion Hoheluft öffnet um 10.30 Uhr, am Stadion gibt es keine Parkmöglichkeiten. Fans sollen rechtzeitig anreisen, um Staus beim Einlass zu vermeiden.
Alles ist angerichtet für ein Hamburger Pokalfinale mit besonderer Fallhöhe. Zwei Vereine warten auf ihren ersten Titel, beide können ihre Saison mit einem Schlag veredeln, und der Sieger darf anschließend vom DFB-Pokal träumen. Vorwärts Wacker hat den spektakuläreren Pokalweg hinter sich, HEBC kommt mit Selbstvertrauen aus den direkten Duellen. Am Samstag zählt nur noch ein Spiel.
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