Gegen den FC Untertraubenbach (in Rot) stehen die Zeichen der Grafenwöhrer auf Sieg. Unser Bild stammt vom Hinspiel.
Gegen den FC Untertraubenbach (in Rot) stehen die Zeichen der Grafenwöhrer auf Sieg. Unser Bild stammt vom Hinspiel. – Foto: Simon Tschannerl

Grafenwöhr, Vohenstrauß und Hahnbach in der Favoritenrolle

Alle drei Bezirksligisten duellieren sich mit Teams aus dem hinteren Tabellendrittel

Durchwegs mit Mannschaften aus dem hinteren Tabellendrittel hat es das Bezirksligatrio aus dem Spielkreis Amberg/Weiden, die SV Grafenwöhr (gegen Untertraubenbach), die SpVgg Vohenstrauß (gegen den FC Wernberg) und schließlich der SV Hahnbach (in Schwarzhofen) zu tun. Nachdem alle drei im gesicherten Mittelfeld (Vohenstrauß) oder davor zu finden sind, schlüpfen sie selbstredend in die Favoritenrolle.


Nach dem glücklichen Auswärtssieg beim SV Hahnbach peilt die Truppe von Kapitän Christopher Fleischmann nun die nächsten drei Punkte an, wenn Sonntag um 14.30 Uhr am Grafenwöhrer Sportpark der Aufsteiger aus Untertraubenbach gastiert. Der FCU musste sich in den letzten drei Partien geschlagen geben, sammelte also kein Punktegut. Zuletzt setzte es eine 0:4-Heimpleite gegen starke Vohenstraußer. Das Team von Trainer Patrick Meingast belegt nach derzeit drei Siegen, drei Remis und satten zehn Niederlagen den letzten Tabellenplatz und hat somit die Rote Laterne im Besitz. Die möchte man natürlich wieder abzugeben. Das Hinspiel gewannen die Grafenwöhrer übrigens knapp mit 3:2.

In Grafenwöhr werden die Trauben hierfür aber sehr hoch hängen. Die SV Grafenwöhr will am 17. Spieltag der Bezirksliga Nord die 30-Punkte-Marke knacken und peilt daher einen Heimsieg gegen das Tabellenschlusslicht an. Dass die Garnisonsstädter derzeit einen Lauf haben, beweisen die letzen fünf Spiele. Wenn auch knapp, aber dennoch verdient holte man aus den letzten fünf Partien satte 12 Punkte und steht derzeit auf einem soliden fünften Tabellenplatz. Dass aber mehr, als dieser Tabellenplatz in der Mannschaft steckt, gilt es am Sonntag wieder einmal unter Beweis zu stellen.

Martin Kratzer gibt sich siegessicher, mahnt aber gleichzeitig, gegen Untertraubenbach nicht zu leichtsinnig zu agieren: „Wir hatten gerade vergangene Woche in der ersten Halbzeit nicht nur Probleme mit dem Gegner, sondern vor allem auch mit uns. Wir haben sehr viel Unsicherheit ausgestrahlt. In der zweiten Hälfte haben wir dann das Ruder rumgerissen und haben mehr Druck ausgeübt und waren auch läuferisch stärker als der Gegner. Die daraus resultierenden Tore haben die erste Hälfte wieder wett gemacht“, resümierte Kratzer das vergangene Spiel. Nun erwartet er von seiner Mannschaft den nächsten Dreier: „Gegen Untertraubenbach erwarte ich einen Sieg, nicht weil der Gast als Tabellenletzter nach Grafenwöhr reist, sondern weil wir uns in einem guten Aufwärtstrend befinden. Hier liegt das Spiel zu einhundert Prozent an uns und nicht am Gegner. Mit einem Sieg am Sonntag sind die drei Punkte vom letzten Spieltag mehr als Gold wert“, so der Grafenwöhrer Chefanweiser.


Mit einer überzeugenden Leistung konnte die SpVgg Vohenstrauß am vergangenen Sonntag einen ungefährdeten Auswärtssieg beim FC Untertraubenbach einfahren. Mittlerweile hat die Schuster-Elf 25 Punkte auf dem Haben-Konto und belegt damit einen sehr respektablen siebten Tabellenplatz. Bis zur Winterpause darf die SpVgg noch drei der ausstehenden Partien zu Hause austragen. Reichlich Möglichkeit also, die bisher noch eher mittelmäßige Heimbilanz auszubauen. Die erste Gelegenheit dazu bietet sich am kommenden Sonntag, wenn mit dem FC Wernberg ein gut bekannter Gegner im Sportzentrum gastiert. Wernberg liegt zwar einige Punkte hinter der SpVgg, in der Vergangenheit tat man sich aber oft schwer mit der Spielweise der Gäste. Demensprechend appelliert Coach Schuster an seine Mannschaft, weiter voll konzentriert zu bleiben, aber auch das Selbstvertrauen der letzten Wochen mit in die Partie zu nehmen: „Uns sind die Stärken des Gegners bewusst, der für uns sehr unangenehm zu bespielen ist. Natürlich wollen wir aber am Sonntag gewinnen und uns damit auch für die unnötige Niederlage im Hinspiel revanchieren. Meine Erwartung an die Mannschaft ist, dass sie die starke Leistung der letzten Spiele bestätigt und insgesamt zunehmend reifer und stabiler auftritt.“


Am Sonntag gastiert der SV Hahnbach beim SV Schwarzhofen. Nach zuletzt zwei Siegen konnte sich das Team, das übergangsweise von Ex-Spieler Christoph Danner gecoacht wird, etwas von der Abstiegszone entfernen. Ab Januar übernimmt dann Maximilian Birner die Mannschaft. Der SV Schwarzhofen hofft, dann wieder mehr Ruhe und Konstanz in den Verein zu bringen. Bis dahin werden die Jungs um Kapitän und Torjäger Christoph Gietl alles versuchen, noch möglichst viele Punkte bis zur Winterpause zu sammeln. Beim SV Hahnbach lief es zuletzt nicht ganz so gut. Aus den vergangenen 3 Partien konnte lediglich ein Punkt geholt werden. Zunächst gilt es, die bittere Heimniederlage gegen Grafenwöhr zu verarbeiten. Die Mannschaft machte es besonders im ersten Durchgang recht gut, im zweiten Abschnitt musste das Team dann zweimal in Unterzahl agieren, was sich natürlich bemerkbar machte. In Schwarzhofen haben die Jungs um Trainer Thorsten Baierlein nun die Gelegenheit, mal wieder 3 Punkte einzufahren.

Aufrufe: 04.11.2022, 15:00 Uhr
F. Danninger / M. Wildenauer / N. RöschAutor