2024-04-20T08:00:28.265Z

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Passionierter Trainer: Gerhard Kugler coachte in den vergangenen Jahrzehnten zahlreiche Fußballteams. ArchivFoto: Albrecht
Passionierter Trainer: Gerhard Kugler coachte in den vergangenen Jahrzehnten zahlreiche Fußballteams. ArchivFoto: Albrecht – Foto: Albrecht

Fußballgemeinde trauert um Gerhard Kugler: „Er war ein überragender Mensch“

Seine liebenswerte und humorvolle Art bleibt unvergessen

Gerhard Kugler, Trainer verschiedener Herren- und Frauenteams im Landkreis Freising, ist im Alter von 62 Jahren gestorben. Weggefährten erinnern sich an den Fußballenthusiasten.

Freising – Er war ein begeisterter Fußballer, engagierter Trainer und treusorgender Familienvater: Gerhard Kugler ist Ende November im Alter von gerade einmal 62 Jahren plötzlich und unerwartet gestorben. Sein Tod hinterlässt eine große Lücke. Bei seinen Angehörigen und langjährigen sportlichen Wegbegleitern, denen seine liebenswerte, humorvolle und gesellige Art für immer in Erinnerung bleiben wird.

Ex-SCF-Teamkollege Sepp Wambach: „Er hat den Fußball immer über alles geliebt“

„Es ist ein schwerer Schlag für uns alle. Er war ein so herzensguter Mensch, allseits beliebt, immer für einen Spaß zu haben“, sagt Sepp Wambach, einer seiner engsten Freunde. Kennengelernt hatten sie sich vor 48 Jahren, als beide in der Jugend des SC Freising spielten. Dem Verein, bei dem Gerhard Kugler den Großteil seiner aktiven Zeit verbracht hat. Die Freundschaft riss seitdem nie ab. Auch später, als Kugler die Fußballschuhe an den Nagel gehängt und die Trainerlaufbahn eingeschlagen hatte, zogen sie an einem Strang. So wie in der Saison 1993/94, als Wambach Coach beim TSV Wolnzach und Kugler sein Co-Trainer war. „Er hat den Fußball immer über alles geliebt“, erzählt Wambach. Egal, ob als glühender Fan des FC Bayern München oder als Trainer: Der Sport war ein fester Bestandteil seines Lebens.

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Kugler ist in all den Jahren viel herumgekommen. Und er trainierte die unterschiedlichsten Mannschaften. 2002 etwa nahm er die Bambini des TSV Au unter seine Fittiche – und damit auch seine älteste Tochter Franziska, die damals im Alter von vier Jahren ihre Liebe zum Fußball entdeckte. Auch ihre jüngere Schwester Theresa lernte von ihrem Papa, als er später die Juniorinnen der SpVgg Attenkirchen betreute. Fußball war bei den Kuglers eben Familiensache.

Langjährige Weggefährten: Gerhard Kugler (r.), damals Trainer der Auer Reserve, feierte 2007 gemeinsam mit Meistercoach Stephan Lechner (l.) und Tobias Schreck den Aufstieg der Ersten TSV-Mannschaft in die Kreisklasse.
Langjährige Weggefährten: Gerhard Kugler (r.), damals Trainer der Auer Reserve, feierte 2007 gemeinsam mit Meistercoach Stephan Lechner (l.) und Tobias Schreck den Aufstieg der Ersten TSV-Mannschaft in die Kreisklasse. – Foto: TSV

Freund und Oberhaindlfing-Coach Stephan Lechner: „Die Nähe zu den Spielern und Fans war ihm wichtig“

Seine größten Erfolge feierte Gerhard Kugler in seiner Zeit beim TSV Au: 2006 übernahm er die Reserve des Hallertauer Clubs, die er schließlich 2010 zur Meisterschaft in der B-Klasse führte. Doch schon bevor der Aufstieg in die A-Klasse feststand, war klar, dass es für Kugler nach oben geht: Im Sommer 2010 wurde er zum Trainer der TSV-Ersten berufen, die schon damals in der Kreisklasse auf die Jagd nach Toren und Punkten ging.

Übrigens: Als Trainer abgelöst hat Kugler seinerzeit den heutigen Coach des SV Oberhaindlfing, Stephan Lechner, der damals nicht mehr für eine weitere Saison zur Verfügung stand. „Wir waren schon viele Jahre sehr gut befreundet“, erzählt Lechner, der Kuglers Fußballansichten sehr zu schätzen wusste: „Er war geradeheraus, hat den Spielern deutlich ins Gesicht gesagt, was sie besser machen müssen.“ Seine „unheimlich akribische Art“ sei bei den Kickern gut angekommen. „Die Nähe zu den Spielern und auch zu den Fans war ihm wichtig.“

Der sportliche Weg führte Kugler weiter zum FC Moosburg. 2016/17 coachte er acht Monate lang das Frauenteam in der Bayernliga. Seine letzte Station war dann der SV Oberhaindlfing, bei dem Lechner seit 2019 das A-Klassen-Team betreut. Kugler war Torwarttrainer und engagierte sich zuletzt als Coach der Zweiten Mannschaft. „Es war immer schön, mit ihm zusammenzuarbeiten“, betont Lechner. „Er war einfach ein überragender Mensch.“ MICHAEL LEITNER

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Aufrufe: 021.12.2023, 15:00 Uhr
Michael LeitnerAutor