
Der FSV Geesthacht macht weiter ernst. Nach dem gesicherten Klassenerhalt und einer deutlich verbesserten Rückrunde arbeitet der Klub weiter an einem Kader, der in der kommenden Saison deutlich höhere Ziele verfolgen soll. Nun präsentiert der FSV den nächsten Zugang - und der hat es in sich: Marvin Möller wechselt vom Oberliga-Absteiger SV Curslack-Neuengamme an die Berliner Straße.
Für Geesthacht ist es der vierte Zugang für die neue Saison. Zuvor hatte der Verein bereits David Boysen vom Düneberger SV, Timur Demirhan vom Escheburger SV und den 17-jährigen Diogo Vicente Da Silva Cabral vom SC Vier- und Marschlande vorgestellt. Mit Möller kommt nun ein Spieler dazu, der reichlich Erfahrung aus höheren Ligen mitbringt und sofort Verantwortung übernehmen soll.
Beim FSV wird der Transfer entsprechend groß eingeordnet. Liga-Manager Ismail Gök sagt in den Vereinsmedien: „Dieser Transfer zeigt, was die letzten Wochen und Monate hier in Geesthacht passiert und mittlerweile möglich ist.“
Der Verein selbst beschreibt die Verpflichtung als Transfersensation. Vor einigen Monaten wäre ein solcher Wechsel wohl noch schwer vorstellbar gewesen, nun aber steht fest: Ein Spieler mit über 60 Oberliga-Spielen und mehreren Landesliga-Einsätzen entscheidet sich für den FSV.
Möller passt damit in eine Kaderplanung, die immer deutlicher eine Richtung erkennen lässt. Geesthacht will nicht nur stabil bleiben, sondern im kommenden Spieljahr den Angriff auf die Kreisliga-Spitze vorbereiten. Dafür braucht es Spieler, die Qualität, Erfahrung und Mentalität einbringen - und genau diese Rolle soll Möller übernehmen.
Cheftrainer Dennis Tornieporth kennt Möller aus früheren Stationen und freut sich auf die Zusammenarbeit. „Marvin ist für jede Mannschaft eine absolute Bereicherung - ein Hammertransfer für unser Team“, meint Tornieporth.
Der Trainer macht keinen Hehl daraus, welche Bedeutung der Zugang bekommen soll: „Marvin soll eine sehr wichtige Führungsrolle bei uns einnehmen und wird in der Torschützenliste sicherlich sehr weit oben stehen!“ Gleichzeitig verweist Tornieporth darauf, dass Möller nach einem schwierigen Jahr wieder zu alter Stärke finden soll. „Nach dem letzten Jahr kann es gefühlt ja auch nur besser werden und wir werden ihn dabei so unterstützen, dass er wieder zu dem Spieler wird, der er damals bei Schwarzenbek, Dassendorf, Altengamme und unter mir beim DSV war.“
Damit ist der Auftrag klar: Möller soll nicht nur ein weiterer Name im Kader sein, sondern ein zentraler Baustein für den nächsten Entwicklungsschritt.
Auch der Spieler selbst sieht den Wechsel als bewusste Entscheidung für ein Projekt. „Ich freue mich riesig auf diese neue Aufgabe“, verrät Möller. Nach den letzten Stationen sei Geesthacht eine andere Art von Herausforderung: „Die Mannschaft aus der Kreisliga nach oben zu führen.“
Möller ist überzeugt, dabei eine wichtige Rolle spielen zu können. „Ich bin mir sicher, dass ich dabei eine wichtige Rolle spielen kann und werde alles dafür tun, um mit der Mannschaft das bestmögliche Ergebnis zu erzielen.“ Dass ihm das Team bereits bekannt sei, habe die Entscheidung erleichtert. Der FSV sei für ihn ein „zukunftsorientiertes Projekt“, dem er gern zugesagt habe.
Mit Möller wird das Bild der Geesthachter Kaderplanung noch klarer. Boysen bringt Führungsqualität, Erfahrung und eine enge Verbindung zur Stadt mit. Demirhan steht für offensive Flexibilität und regionale Identifikation. Cabral kommt als junger, unbekümmerter Offensivspieler aus der A-Jugend-Oberliga. Möller ergänzt dieses Gerüst nun mit höherklassiger Erfahrung, Präsenz und Torgefahr.
Für den FSV ist das eine bemerkenswerte Mischung. Der Verein baut nicht nur auf bekannte Namen, sondern versucht, unterschiedliche Profile zusammenzubringen: Routiniers, die vorangehen, Spieler aus dem Umfeld, die zum Klub passen, und junge Talente, die Energie mitbringen.
Gerade Möllers Verpflichtung zeigt, dass die Entwicklung der vergangenen Monate offenbar Wirkung zeigt. Spieler, die vor kurzer Zeit noch kaum erreichbar schienen, lassen sich nun vom Weg des FSV überzeugen.
Der Wechsel von Marvin Möller ist deshalb mehr als nur ein weiterer Transfer. Er ist ein Signal. Geesthacht will in der kommenden Saison nicht nur mitlaufen, sondern oben angreifen. Nach dem Klassenerhalt soll der Blick Richtung Tabellenspitze gehen - und dafür holt der Verein gezielt Spieler, die eine solche Rolle tragen können.
Möller kommt vom Oberliga-Absteiger SVCN, bringt Erfahrung von mehreren ambitionierten Stationen mit und soll beim FSV wieder zu einem prägenden Offensivspieler werden. Für Geesthacht ist das ein Transfer, der die eigenen Ansprüche unterstreicht.
Die Botschaft an der Berliner Straße ist klar: Der FSV baut an einer Mannschaft, die in der neuen Saison deutlich mehr vorhat.
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