Eine knappe Niederlage wie im Juli würde dem TSV Kareth-Lappersdorf, hier mit Tobias Witzmann (links), im Heimspiel gegen Neukirchen b.Hl. Blut überhaupt nicht schmecken.
Eine knappe Niederlage wie im Juli würde dem TSV Kareth-Lappersdorf, hier mit Tobias Witzmann (links), im Heimspiel gegen Neukirchen b.Hl. Blut überhaupt nicht schmecken. – Foto: Simon Tschannerl

Franz Kollers Rückkehr – Roding auf Wiedergutmachung aus

Landesliga Mitte: Karether Steigerung im Heimduell mit Neukirchen vonnöten +++ FC Amberg mit frischen Selbstvertrauen nach Schwandorf +++ Kötzting will weiteren „Fehltritt“ vermeiden

Der 19. und damit zweite Spieltag der Rückrunde steht in der Landesliga Mitte vor der Tür. Auf Kareths Höhen und am Kötztinger Roten Steg rollt bereits am Freitagabend der Ball. Unbequeme Aufgaben warten hier auf die Heimteams. Überraschungen scheinen an diesem Wochenende fast garantiert, zumal vor ein paar Tagen die „Kellerkinder“ reihum den Aufstand probten und satt punkteten.

Drei rein-niederbayerische Duelle runden den Spieltag ab. Am Straubinger Peterswöhrd kommt es zum Flutlicht-Derby zwischen dem heimischen VfB (18., 7 Punkte) und dem TSV Bogen (12., 19). Außerdem begrüßt Deggendorf (10., 22) den Primus aus Seebach (39) bei sich und Hauzenberg (6., 32) und Aufsteiger Waldkirchen (16., 15) kreuzen die Klingen.

Hinspiel: 2:3. Rückkehr für Franz Koller an alte Wirkungsstätte. Im Frühjahr 2015 gelang dem zum mittlerweile dritten Mal bei Neukirchen in der Verantwortung stehenden Coach mit einer neuformierten Karether Mannschaft der Wiederaufstieg in die Landesliga. Im diesjährigen Hinspiel war Koller noch nicht dabei. Ein umkämpftes Hin und Her ging damals knapp an die Rosenkranzler. Sportlich scheint diesmal der SVN (4., 35) abermals favorisiert. Die Gastgeber (9., 26) stecken seit Längerem in einer Ergebnis-Misere. Freitagabend gilt es, ein anderes Gesicht zu zeigen als noch in Tegernheim.

Hinspiel: 4:2. Die Badstädter (5., 34) werden sich vorsehen müssen vor einem Gegner, der immer mehr Fahrt aufnimmt und schon so manches Topteam in die Bredouille brachte. Nichtsdestotrotz peilt Kötzting gegen Osterhofen (13., 18) den siebten Heimsieg der Saison an. Nach den Pleiten in Seebach und Roding ist ein weiterer „Fehltritt“ zu vermeiden.

Hinspiel: 6:1. Ein deutliches Leistungsgefälle in Folge einer tollen Anfangsphase kostete der Fortuna Regensburg (3., 35) in Waldkirchen die drei Punkte. Doch weil – abgesehen von Seebach – auch die direkte Konkurrenz Federn ließ, hielt sich der Schaden in Grenzen. Am Samstag zählen ohne Frage nur drei Punkte. Die Aufgabe gegen den Vorletzten aus Pfreimd (11) wirkt auf den ersten Blick mehr als machbar. Doch die Gäste werden tief verteidigen und alles probieren, um sich nicht so abschießen zu lassen wie im Hinspiel. Dass Fortuna auf der Hut sein muss, da braucht man nur bei Seebach nachfragen. Oder bei Burglengenfeld, denn in der Vorwoche kam die SpVgg zu zahlreichen Torchancen, um diese liegen zu lassen.

Hinspiel: 2:0. Amberg, wie es lebt und lacht! Drei Siege aus den letzten vier Spielen – mit drei Kontrahenten aus der oberen Tabellenhälfte – haben den FCA (14., 18) den Anschluss ans rettende Ufer wiedergewinnen lassen. Selbstbewusst kann die Mannschaft von Karl-Heinz Wagner also das Lokalduell mit Ettmannsdorf (2., 36) angehen. Trotz allem gehen die Schwandorfer favorisiert rein und wollen dieser Rolle schlussendlich auch gerecht werden. Zumal der Druck auf Primus Seebach aufrechterhalten werden soll.

Hinspiel: 6:1. Im ersten Spiel unter der Regie von Thomas Seitz und Thomas Semmelmann als gleichgestelltes Interims-Trainerduo hatte der FC Tegernheim (15., 16) gleich was zu jubeln. Nämlich den 1:0-Derbysieg über Kareth. Endlich konnte man sich mal belohnen, nachdem die Leistungskurve in den vergangenen Wochen bereits nach oben gezeigt hatte. Daran gilt es zu Gast TB Roding (7., 32) anzuküpfen. Die Elf von Trainer Adi Götz ist ihrerseits auf Wiedergutmachung aus für die jüngste Niederlage in Osterhofen.

Hinspiel: 3:0. Mit Müh und Not kam Burglengenfeld (8., 28) zum Dreier in Preimd. Vorne wie hinten agierten Timo Studtruckers Spieler unkonzentriert. Sie ließen viele Chancen zu, vergaben in der zweiten Halbzeit aber auch viele aussichtsreiche Möglichkeiten. Um gegen die SpVgg Lam (11., 22) den anvisierten dritten Heimdreier der Saison einzufahren, bedarf es also einer Steigerung. Mehr Druck lastet auf den Schultern des Gastes. Denn er benötigt Punkte gegen den Abstieg. Das Heim-1:0 über Straubing war nicht das Gelbe vom Ei.

Aufrufe: 03.11.2022, 13:10 Uhr
Florian WürtheleAutor