2026-05-12T12:35:39.633Z

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"Falsche Informationen": DFB mit Stellungnahme - Reform benötigt Zeit

Die Regionalliga-Reform bleibt offen: Der DFB dementiert eine zeitnahe Abstimmung der Vereine und verweist auf weiteren Klärungsbedarf bei den Modellen.

von André Nückel · Heute, 12:13 Uhr · 0 Leser
Stellungnahme des DFB zur Regionalliga-Reform.
Stellungnahme des DFB zur Regionalliga-Reform. – Foto: IMAGO / Kirchner-Media

Der Deutsche Fußball-Bund hat sich am Mittwoch zu einer Stellungnahme gezwungen gesehen, weil im öffentlichen Diskurs „wiederholt falsche Informationen“ verbreitet worden seien. Eine zeitnahe Abstimmung zur Regionalliga-Reform soll es demnach nicht geben, da weiterhin offene Fragen bestehen.

Seit geraumer Zeit wird über eine Reform der Regionalligen debattiert, mit dem Kernziel, dass alle fünf Regionalliga-Meister auch aufsteigen können. Hier gibt es Lösungsvorschläge, die beispielsweise eine Verkleinerung der Regionalliga auf vier Gruppen vorsehen. Die eigens einberufene AG Regionalliga-Reform hat in mehreren Treffen zwei Empfehlungen herausgearbeitet, zudem hat es im Nachgang noch einen Vorschlag des Bayerischen Fußball-Verbandes gegeben.

Konkret stehen diese Vorschläge im Raum:

  • Kompassmodell: Beim Kompassmodell würden die Regionalliga-Staffeln jährlich neu nach möglichst kurzen Fahrtstrecken zusammengesetzt. Das Modell fand nach dem AG-Treffen im Februar viel Zustimmung, sorgte aber auch für Diskussionen, weil feste regionale Strukturen dadurch stärker aufgebrochen würden.
  • Regionenmodell: Beim Regionenmodell würden aus den bisherigen Regionalligen Nord, Nordost und Bayern zwei neue Staffeln gebildet. Die Regionalligen West und Südwest könnten dagegen in ihrer bisherigen Form bestehen bleiben, was für den Westen faktisch den Status quo bedeuten würde.
  • Bayern-Vorschlag: Die Meisterschaftskandidaten der fünf Regionalligen spielen nach einer Hinrunde in neuen Ligen, die Abstiegskandidaten werden in ihren bisherigen Gruppe eine Rückrunde austragen und Absteiger ermitteln.

In der finalen Mitteilung der AG Regionalliga-Reform hieß es im März, dass im besten Fall die Saison 2027/28 zu einer Qualifikationssaison werden könnte, damit 2028/29 erstmals ein neues Modell zum Tragen kommen kann. Zeit bis dahin bleibt noch reichlich - und wie der DFB nun klarstellt, wird es auch noch Zeit brauchen, um alle Baustellen final geklärt zu haben.

Die Stellungnahme des DFB im Wortlaut

"Der Austausch innerhalb der Regionalligen und zwischen den Regionalliga-Trägern läuft weiterhin. Dieser Prozess wird aufgrund der Komplexität des Themas und der Vielzahl an offenen Fragestellungen noch einige Wochen in Anspruch nehmen.

Die Klubs sollen anschließend möglichst zum gleichen Zeitpunkt unter Koordination ihrer Regionalliga-Träger ihre Meinung über die Modelle abgeben. Ein Datum dafür steht noch nicht fest.

Das eingeholte Meinungsbild fließt in die finale Entscheidungsfindung der Regionalliga-Träger ein.

Meldungen, wonach die Vereine kommende Woche über die Modelle abstimmen sollen, sind falsch.

Die Zuständigkeit für den weiteren Prozess liegt bei den Regionalliga-Trägern. Die Konferenz der Regional- und Landesverbandspräsidenten spielt hierbei keine Rolle mehr. Dort steht das Thema Regionalliga folglich auch nicht auf der Tagesordnung der Sitzung am heutigen Mittwoch und am Donnerstag in Köln."

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