2024-03-01T12:31:23.136Z

Ligabericht
Knapp mit 2:1 gewann der SC Schwarzenbach (in Blau) das Keller- und Nachbarduell gegen die SV Grafenwöhr (helles Trikot) und sicherte sich damit lebenswichtige Punkte.
Knapp mit 2:1 gewann der SC Schwarzenbach (in Blau) das Keller- und Nachbarduell gegen die SV Grafenwöhr (helles Trikot) und sicherte sich damit lebenswichtige Punkte. – Foto: Dagmar Nachtigall

Eschenbach vergrößert Vorsprung auf neun Punkte

Selbst bei Aufsteiger Freihung mit 3:0 erfolgreich, profitiert die Scheidler-Elf vom Spielausfall des Verfolgerduells Kemnath gegen Seugast.

Der Spitzenreiter der Kreisklasse West nutzte die Runde 15, um seinen Vorsprung auf Platz 2 auf neun Punkte auszudehnen. Während die Elf von Benjamin Scheidler (1./38) die Pflichtaufgabe in Freihung (12./14) mit 3:0 löste, fiel das Verfolgerduell zwischen dem SVSW Kemnath (2./29) und der SG DJK Seugast (3./28) den widrigen Platzverhältnissen zum Opfer. Ein Nachholtermin steht bereits mit dem 24. November fest.

Vier Dreier und ein Unentschieden, so lautet die beeindruckende Bilanz des SV Neusorg in den letzten fünf Wochen. Die Truppe von Matthias Müller bleibt nach bescheidenem Saisonstart weiter auf der Überholspur und rangiert nach einem deutlichen 5:1 beim weiterhin stark sorgenbehafteten FC Kaltenbrunn (13./13) bereits auf Rang 7 mit 20 Punkten.

Im Kellerduell des vergangenen Wochenends hielt der SC Schwarzenbach (11./17) im Nachbarderby den Gast aus Grafenwöhr (14./12) nach einem zweiten Tor in Spielminute 88 mit 2:1 nieder und sammelte damit eminent wichtiges Punktegut im Buhlen um den Verbleib in der Liga. Schließlich darf sich auch die DJK Ebnath (6./21) als Derbysieger bezeichnen lassen, gewann sie doch beim Aufsteiger SV Immenreuth (4./24) ebenfalls durch einen späten Treffer knapp mit 1:0 und hat sich nun endgültig im Tabellenmittelfeld eingenistet.

Ebnath begann stark und hätte vor 150 Zuschauern in den ersten 20 Minuten bei mehreren "Brettern" schon mindestens ein 3:0 vorlegen können. Nach und nach bekam der SVI danach besser Zugriff und hatte auch etwas mehr vom Spiel.

Auch nach dem Seitenwechsel ging der Chancenwucher der Gäste zunächst weiter, das "Runde" wollte aber einfach nicht ins "Eckige". Immenreuth dagegen konnte nicht mehr großartig dagegenhalten und sah sich meist in die Defensive getrennt. Fünf Minuten vor dem Ende sollte der DJK dann doch noch der hochverdiente "Lucky Punch" gelingen, als Michael Precan mit einem Treffer Marke "Tor des Monats" den Siegtreffer erzielte.

„Ein gutes Spiel zweier starker Mannschaften. Ebnath war der erwartet schwere Gegner und hat am Ende auch verdient gewonnen. Der Zeitpunkt des Gegentores war aber bitter, kurz vor Schluss den entscheidenden Treffer zu kassieren tut schon weh. Wir starten zwar verheißungsvoll in die Partie, mit zunehmender Spieldauer waren aber die Gäste am Drücker. Den Punkt hätten wir gerne mitgenommen, viel hat nicht gefehlt. An unserem Ziel, mit 30 Punkten in die Winterpause zu gehen, ändert sich aber nichts“, so SVI-Coach Markus Sebald am Montag.

"Ein hochverdienter Auswärtssieg für uns. Zunächst sah ich mich zurückversetzt ins Vorspiel, auch dort waren wir ja die bessere Mannschaft, hatten viele Chancen, erzielten aber kein Tor. Schon in den ersten 20 Minuten hatten wir einen Pfostenschuß, müssen einen klaren Elfmeter bekommen und stehen zwei Mal alleine vor dem Tor, ohne Zählbares daraus zu machen. Dies hat uns kurzzeitig aus dem Rhythmus gebracht, die folgende Viertelstunde war die einzige Zeit im Spiel, wo Immenreuth gleichwertig war. Ab Minute 35 übernahmen wir wieder klar das Kommando und hatten auch da zwei Großchancen, aber erneut kein Glück im Abschluß. Zur Pause machte ich meinen Jungs klar, dass alles andere, als ein Sieg heute nicht stattfindet. Nach Umstellungen, wir agierten dann noch offensiver, entwickelte sich dann nach der Pause ein Spiel auf ein Tor. Ich lüge nicht, wenn ich sage, wir hatten da mindestens zehn Hochkaräter, wo wir in der Box frei zum Schuss gekommen sind. Selbst einen Meter vor dem Tor brachten wir die Kugel nicht über die Linie. Der Höhepunkt war wohl die Szene, als ein Spieler von uns, der auf der Torlinie stand, nicht mehr auf die Seite gehen konnte und den Ball für den geschlagenen Torwart klärte. Da konntest du wirklich mehr als verzweifeln als Trainer. Und als Immenreuth dann in der 80. Minute wirklich einmal vor unser Tor kommt, hätte es fast gescheppert, wenn unser Keeper nicht so toll reagiert hätte. Am Ende kam dann doch die Erlösung und wir machten das hochverdiente 1:0. Jetzt stehen sechs Niederlagen zu Buche, ausser gegen Seugast waren wir ein jedes Mal die bessere Mannschaft, scheiterten nur an unserer Chancenverwertung. Wenn wir es dieses Mal wieder nicht geschafft hätten, dann hätte man langsam den Glauben entstehen lassen, wir hätten etwas verbrochen", so das leidenschaftlich und ausführlich vorgetragene Resümee von Gästetrainer Oliver Drechsler.

Tor: 0:1 Michael Precan (85.) - Schiedsrichter: Josef Scheck - Zuschauer: 150

Tore: 0:1 Maximilian Herr (35.), 1:1 Viktor Welsch (78.), 2:1 Alexander Sparrer (88.) - Schiedsrichter: Josef Ram - Zuschauer: 100 - Platzverweis: Gelb-Rot für Ricardo Burger (Grafenwöhr/86.)

Tore: 0:1 Artur Quast (19.), 0:2 Valentin Schieder (26.), 0:3 Arthur Quast (30.) - Schiedsrichter: Thorsten Pentner - Zuschauer: 135 - Zeitstrafe für Julian Klier (Freihung/68.)

Das Spiel wurde wegen Unbespielbarkeit des Platzes abgesagt. Nachholtermin: Sonntag, 26. November 2023, 14.00 Uhr

Der SV Neusorg ist aktuell nicht zu stoppen, in Kaltenbrunn feierte die Müller-Truppe den vierten Sieg in Folge und kann sich damit endgültig in der Tabelle nach oben orientieren. Der Gastgeber hingegen verharrt weiter auf einem Abstiegsplatz und hat bereits vier Zähler Rückstand zu den gesicherten Rängen. Neusorg gelang ein Blitzstart, denn Thomas Küffner traf bereits nach drei Zeigerumdrehungen zum 0:1. Ein Fehler der Gäste ging dann dem Ausgleich durch Christian Bauer in der 14. Spielminute voraus. Danach lieferte man sich einen offenen Schlagabtausch, bei dem erneut Thomas Küffner die Gäste wieder in Front brachte. Nach Wiederbeginn übernahm Neusorg dann deutlich die Spielführung und sorgte Mitte des zweiten Abschnitts innerhalb von zwölf Minuten durch Michael Dörfler (60.), Moritz Heser (68.) und Rene Hupas (72.) dafür, dass die Messe gelesen war.

"Also es hört sich blöd an, aber in der ersten Halbzeit haben wir eigentlich gut gespielt und sind durch einen Sonntagsschuss und wieder mal einen haarsträubenden individuellen Fehler in Rückstand geraten. Unser Hauptproblem ist, dass wir aufgrund der Abgänge von Leistungsträgen und andauernden Manövern seit Wochen keinen geregelten Trainingsbetrieb mehr haben und deshalb je länger das Spiel dauert, den Zugriff verlieren und den berühmten Schritt zu langsam sind. Dies nutzen halt offensiv starke Mannschaften wie Neusorg eiskalt aus", erklärt FCK-Coach Christian Malek.

"Wir sind in die Partie gestartet mit dem frühen 1:0, haben dann durch einen individuellen Fehler den Gegner ins Spiel gebracht. Bis zur Halbzeit war das Spiel dann offen, trotzdem konnten wir vor dem Seitenwechsel noch in Führung gehen. Die zweite Hälfte ging dann voll an uns. Es war zwar nicht das beste Spiel von uns, aber wir haben den Kampf angenommen und verdient gewonnen", so Gästetrainer Matthias Müller.

Tore: 0:1 Thomas Küffner (3.), 1:1 Christian Bauer (14.), 1:2 Thomas Küffner (25.), 1:3 Michael Dörfler (60.), 1:4 Moritz Heser (68.), 1:5 Rene Hupas (72.) - Schiedsrichter: Karl-Heinz Klein jun. - Zuschauer: 80

Tore: 1:0 Peter Ammer (20.), 1:1 Patrick Stubenvoll (28.), 2:1 Stefan Birner (68./Eigentor), 2:2 Patrick Stubenvoll (80.) - Schiedsrichter: Jürgen Meißner - Zuschauer: 70 - Zeitstrafe für Benjamin Lorenz (Upo/80.)

Tor: 1:0 Michael Schmid (84./Strafstoß) - Schiedsrichter: Sebastian Pohl - Zuschauer: 80 - Zeitstrafen für Philipp Schenkl (61./SVR) und Korbinian Fischer (TSV/90.+2) - Platzverweis: Rot für Sebastian Schmucker (90./SVR)

Aufrufe: 031.10.2023, 10:30 Uhr
Werner SchaupertAutor