2024-05-22T11:15:19.621Z

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Pesch-Trainer Keseroglu (re.) ist mit seiner Mannschaft hochzufrieden.
Pesch-Trainer Keseroglu (re.) ist mit seiner Mannschaft hochzufrieden. – Foto: Ina Allkämper

"Es ist hochverdient" - Der FC Pesch hat den Aufstieg vor Augen

Im Kopf-an-Kopf-Duell mit Merten kann der FCP aus eigener Kraft am Tabellenführer vorbeiziehen. Gegenüber der Hinrunde gelang es dabei, noch eine Schippe draufzulegen.

Die heißeste Saisonphase ist eingeläutet. Obwohl nur noch fünf Spieltage verbleiben, lässt eine Vorentscheidung im Meisterschaftskampf der Landesliga, Staffel 1, jedoch auf sich warten. Nach inzwischen 13 Spielen ohne Niederlage scheint der FC Pesch aktuell nicht auszubremsen. Zwar hat Spitzenreiter SSV Merten noch einen Zähler Vorsprung auf den FCP, dabei doch auch schon ein Spiel mehr als der Konkurrent auf dem Buckel.

Kein Wunder also, dass sich Pesch-Coach Abdullah Keseroglu im Gespräch mit FuPa hochzufrieden ob der aktuellen sportlichen Lage zeigt.

Qualitativer Schritt nach vorne.

Mit dem souveränen 3:1-Erfolg beim Mitkonkurrenten TuS Oberpleis stellte der FC Pesch einmal mehr seine qualitativen Vorteile gegenüber der Konkurrenz unter Beweis. Seit der Winterpause verringerte der Mittelrheinliga-Absteiger auch kleinere Ausrutscher, wodurch der FCP mit exzellenten Chancen auf den Aufstieg steht.

>>> Hier geht es zur Tabelle der Landesliga, Staffel 1

Eventuell braucht es dafür nicht einmal die Meisterschaft. Mit dem FC Wegberg-Beeck kann maximal ein Regionalligist aus dem Mittelrhein absteigen, was in drei Aufstiegsplätzen für die Landesligisten resultieren würde (>>>die Regeln zum Auf- und Abstieg im Mittelrhein gibt es hier zum Nachlesen). Bei Rechenspielen um die Quotientenregelung hätte nach derzeitigem Stand Pesch auch die Nase vor der Eintracht Verlautenheide aus der Parallelliga.

Wenn der FCP seine letzten fünf Spiele ähnlich konzentriert bestreitet, muss er sich darauf gar nicht erst einlassen. Im neuen Jahr machten die Kölner im Kollektiv sogar einen Schritt nach vorne.

"Seit der Winterpause spielen wir insgesamt noch erwachsener, reifer. In den entscheidenden Situationen sind wir konsequenter, ob es Defensivarbeit, ob es die offensiven Abläufe betrifft", schilderte Peschs Cheftrainer, Keseroglu und beobachtete dabei auch, dass seine Kontrahenten noch vorsichtiger agieren: "Da merkt man schon, dass wir von Woche zu Woche einfach dominanter sind. Die Vereine werden passiver, gehen mit mehr Respekt in die Partie."

Mit "Mbappé" gegen das tückische Restprogramm

Mit Blick auf die Tabelle und das Restprogramm hat Pesch den Aufstieg auch komplett in den eigenen Händen. Ohne weiteren Punktverlust stünde dem Schritt in die Mittelrheinliga nichts im Wege. Die gute Ausgangslage kommt jedoch nicht nur über die zuletzt gestiegene Formkurve, sondern auch über zwei Siege im direkten Duell mit Merten: "Wir haben uns durch harte Arbeit, durch gutes Training und durch überzeugende Siege in diese Situation gebracht. Es ist einfach hochverdient", betonte Keseroglu.

Der nächste Gegner dürfte rein qualitativ auch nicht herausstechen. Dabei war es ausgerechnet eine Niederlage im Hinspiel bei der Fortuna Bonn, als der FCP zuletzt in der Liga ein Spiel verlor. Auch in den verbleibenden Begegnungen warten mit dem FV Wiehl und dem SSV Homburg-Nümbrecht zwei Kontrahenten, gegen welche Pesch im jeweiligen Hinspiel Punkte liegen ließ.

In jedem Fall steht auch fast der gesamte Kader für die kommenden Aufgaben zur Verfügung. Für die Begegnung bei der Fortuna fehlt lediglich Winter-Neuzugang Riki Isobe. Spannend wird zu beobachten, ob sich das kongeniale Angriffsduo um Manuel Glowacz und Marcel Dawidowski einmal mehr in die Torschützenliste eintragen kann.

Bonn muss sich dabei besonders auf die hochgefährlichen Standards von Glowacz einstellen. Top-Torjäger Dawidowski (18 Treffer) verglich Keseroglu mit seinem rasanten Tempo in seiner angelernten Rolle als "Neuner" gar mit Weltklasse-Stürmer Kylian Mbappé. Die vielen Waffen in der Offensive konnte Pesch in den vergangen Wochen zuverlässig in Szene setzen. Bis zum Saisonfinale wird der FCP wohl auch nicht den Fuß vom Gaspedal nehmen.

Aufrufe: 020.4.2024, 12:30 Uhr
Markus BeckerAutor