Der KFC Uerdingen zeigte eine der besten Vorstellung der Saison und darf sich dank eines hochverdienten 1:0 (0:0)-Erfolgs gegen den SC Wiedenbrück zumindest etwas von der Gefahrenzone absetzen.
Mit den starken Auftritten aus den vergangenen Wochen gegen Top-Teams im Rücken übernahm Uerdingen zunächst die Spielkontrolle, Wiedenbrück ließ sich tief fallen und gewährte den Gästen immer wieder längere Ballbesitzphasen. Ein Umstand, der dem üblichen Matchplan des KFC Uerdingen vielleicht nicht unbedingt entgegenkommt. Gerne agiert das Team von René Lewejohann aus einem kompakten Defensivverbund, komplementiert durch schnelles Umschaltspiel. Besonders in Anbetracht dessen fand sich der KFC auf dem hart bespielbaren Rasenplatz gut zurecht und sorgte um ein Haar in Person von Hamadi Al Ghaddioui für den frühen Führungstreffer, der 34-Jährige traf aus kurzer Distanz jedoch nur die Latte (20.). Wiedenbrück verzichtete auch in der Folge auf jegliche offensive Entlastung, es spielten fast nur die Krefelder.
Beinahe kam es dann wie so häufig im Fußball. Ein Stockfehler von Angelo Langer shickte Ismail Badjie auf die Reise, welcher im Eins-gegen-Eins-Duell nur noch Keeper Ron Meyer überwinden musste, doch den schmeichelhaften Führungstreffer mit einem schwachen Abschluss verduselte (38.). Die XXL-Chance für die Hausherren sollte nur ein Ausreißer eines anderweitig einseitigen Spielverlaufs sein. Wenige Momente vor dem Halbzeitpfiff zielte Ufumwen Osawe mit seinem Abschluss nur hauchzart am Kasten vorbei (45.).
Nach dem Seitenwechsel zunächst das gleiche Bild: Wiedenbrück wollte sich weiterhin anschauen, was den Gästen mit dem Ball einfällt. Das Spiel mit dem Feuer sollte nicht lange gutgehen. Zuerst scheiterte Melvin Ramusovic mit seinem Distanzschuss noch am Pfosten (65.), woraufhin die SCW-Abwehr den Abschluss von Nazzareno Ciccarelli in höchster Not noch abwehrte (66.). Der erste Treffer kündigte sich allmählich an und ließ auch nicht mehr lange auf sich warten. Tim Stappmann eröffnete mit einem langen Ball auf Max Klump, dessen Flanke Strafstürmer Hamadi Al Ghaddioui mustergültig zum Führungstreffer verwertete (67.).
Auch nach dem Knotenlöser war der KFC das aktivere Team, Wiedenbrück nahm den Abstiegskampf gegen den direkten Konkurrenten nur selten wirklich an. Ein Abschluss von Ciccarelli sorgte fast für die Vorentscheidung, doch erneut war ein Bein der Ostwestfalen noch im letzten Moment zur Stelle (83.). Erst in der sechsminütigen Nachspielzeit fand Wiedenbrück noch einmal den Mut der Verzweiflung und schmiss alles nach vorne. Das Aufbäumen der Gastgeber kam jedoch zu spät. Uerdingen feiert einen wichtigen Dreier für den Kopf und das Tabellenbild.
SC Wiedenbrück – KFC Uerdingen 0:1
SC Wiedenbrück: Marcel Hölscher, Tim Geller (46. Luis Allmeroth), Fabian Brosowski, Luca Kerkemeyer, Christian Stabenau (86. Christoph Linnemann), Joel Udelhoven, Mats Brune (56. Imran Ali), Jan-Lukas Liehr (79. Benjamin Friesen), Ismail Badjie, Niklas Szeleschus, Davud Tuma (57. Saban Kaptan)
KFC Uerdingen: Ron Meyer, Max Klump, Angelo Langer (73. Alexander Lipinski), Tim Stappmann, Tim Brdaric, Sisco Ngambia Dzonga (80. Noel Werner), Ben Klefisch, Melvin Ramusovic, Ufumwen Osawe (69. Rawley St. John), Nazzareno Ciccarelli, Hamadi Al Ghaddioui - Trainer: René Lewejohann
Schiedsrichter: Nils Hasse
Tore: 0:1 Hamadi Al Ghaddioui (67.)
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