2024-04-16T09:15:35.043Z

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Maximilian „Maxl“ Milkoweit konnte aufgrund einer körperlichen Erkrankung nicht selber Fußball spielen.
Maximilian „Maxl“ Milkoweit konnte aufgrund einer körperlichen Erkrankung nicht selber Fußball spielen. – Foto: Privat

„Er war unser Held“ – SC Pöcking-Possenhofen trauert um Betreuer und größten Fan

Milkoweit wird im Verein weiterhin präsent bleiben

Der SC Pöcking-Possenhofen trauert um Maximilian Milkoweit. Der 37-Jährige ist nach schwerer Krankheit verstorben. Er war Betreuer und Fan.

Pöcking/Possenhofen – Maximilian „Maxl“ Milkoweit war Betreuer und „größter Fan“ des SC Pöcking-Possenhofen. In einem emotionalen Post hat der SC Pöcking-Possenhofen den Tod des 37-Jährigen nach schwerer Krankheit bekannt gegeben. Milkoweit ist am Sonntag, dem 04. Februar 2024, verstorben. „Maxl war ein echter Kämpfer und hat sich nie unterkriegen lassen. Er hat den Verein gelebt wie kein anderer. Ich habe von seinem Vater mitgeteilt bekommen, dass er sehr, sehr tapfer war“, erzählt SCPP-Vorstand Ismail Yilmaz

Milkoweit lebte für den SC Pöcking-Possenhofen

Auch wenn Milkoweit aufgrund körperlicher Einschränkungen nie aktiv Fußball spielen konnte, lebte er für das runde Leder. Über 18 Jahre lang unterstützte er den SCPP. Dort war er Betreuer der ersten Herrenmannschaft und großer Fan. Yilmaz erzählt, dass „Maxl“ maßgeblichen Anteil daran gehabt hätte, dass der Verein erstmalig in die Bezirksliga aufgestiegen ist. „Er ist immer ein Teil der Mannschaft gewesen. Er war in der Kabine, hat mit abgeklatscht, ist mit raus und saß an der Seitenlinie neben den Trainern“, erinnert sich der 1. Vorsitzende. So habe Milkoweit rund zehn verschiedene Trainer der ersten Mannschaft miterlebt.

Zu den Auswärtsspielen hätten ihn die Spieler im Auto mitgenommen. Wenn in anderen Mannschaften Not am Mann war, habe Milkoweit auch dort geholfen. Generell versucht er „so viele Spiele wie möglich“ der Pöckinger Mannschaften zu sehen. „Er war unser Held“, so Yilmaz. Milkoweits zweite große Liebe galt dem FC Bayern. Er war Mitglied in einem Bayern-Fanklub und durfte die Fan-Auswahl bei einem Turnier aufs Feld führen und das erste Tor schießen. Die Gegner hatten es ihm gestattet.

Spende an Werkstätte für Menschen mit Behinderung

Milkoweit wird weiterhin im Verein präsent bleiben. Man müsse noch schauen, in welcher Form man dies umsetze. „Es wird definitiv was kommen“, verspricht Vorstand Yilmaz. Daneben wird es beim nächsten Liga-Spiel voraussichtlich eine Schweigeminute geben und die Mannschaft wird mit Trauerflor auflaufen.

Die Beerdigung von Milkoweit findet am Montag, dem 12. Februar 2024 in Feldafing statt. Statt Kränzen bitten die Eltern des Verstorbenen um eine Geldspende an IWL gGmbH Werkstätten für Menschen mit Behinderung, IBAN: DE 45 7005 2060 0000 3211 90, Verwendungszeweck Maxi Milkoweit. (Sarah Georgi)

Aufrufe: 09.2.2024, 15:44 Uhr
Sarah GeorgiAutor