2024-03-01T12:31:23.136Z

Pokal
Raimondo Metzger (Kapitän) und der VfR wollen in Neuenheim die nächste Hürde im badischen Pokal nehmen.
Raimondo Metzger (Kapitän) und der VfR wollen in Neuenheim die nächste Hürde im badischen Pokal nehmen. – Foto: Foto Pfeifer

Ein potenzielles Halbfinale in Runde zwei

Badischer Pokal +++ Der ASC Neuenheim empfängt den VfR Mannheim +++ Eppingen als Favorit in Kirchheim

Wenn im badischen Pokal ein Verbands- auf einen Oberligisten trifft, sind das nicht selten Viertelfinal- oder sogar Halbfinalpartien. Am Samstag steht so ein Duell an, die Auslosung wollte es aber so, dass der ASC Neuenheim und der VfR Mannheim bereits in der zweiten Runde aufeinandertreffen (Anpfiff, 17 Uhr).

Beim Gastgeber ist die Vorfreude groß auf den Neu-Oberligisten. "Zum jetzigen Zeitpunkt der Vorbereitung haben wir den Fokus auf die Defensivarbeit gelegt, deshalb ist es gar nicht schlecht, jetzt auf den VfR zu treffen", sagt Neuenheims Trainer Marcel Hofbauer. Das Stichwort lautet Standortbestimmung. Der ASC-Coach erläutert: "Das ist einfach ein super Test, bei dem wir unsere Grenzen abstecken und sehen können, wo wir aktuell stehen." In Runde drei wird es nicht zwingend einfacher für beide, höchstwahrscheinlich würde es dann gegen den Oberligisten FC Nöttingen gehen.

"Beide Gegner hätten ihren Reiz", sagte Volkan Glatt unmittelbar nach dem 7:0-Sieg seines VfR Mannheim beim SV Rohrbach/S. am vergangenen Sonntag, als noch nicht feststand, ob Neuenheim oder der MFC Lindenhof, den die Neuenheimer mit 7:1 abfertigten, in der zweiten Runde warten. Der VfR-Trainer ist nicht nur aufgrund des Aufstiegs mit Feuereifer bei der Sache. Die Rasenspieler sind hochmotiviert, sich in der Oberliga zu beweisen und gleichzeitig im Pokal so weit wie möglich zu kommen. Der Anatomen wollen in diesem Fall zum Stolperstein werden.

Eine Pflichtübung wartet auf den 1.FC Mühlhausen. Der Verbandsliga-Vizemeister darf beim Sinsheimer A-Ligisten FC Weiler keine Probleme bekommen und wird mit hoher Wahrscheinlichkeit in die dritte Runde einziehen. Los geht’s am Sonntag um 15 Uhr, worauf sich beide Vereine im Vorfeld geeinigt haben.

Eine weitere Standortbestimmung darf die DJK/FC Ziegelhausen/Peterstal am Sonntag erhalten. Mit der TSG Weinheim kommt ein diese Runde stark verbesserter Verbandsligist (Anpfiff, 17 Uhr), der vor Wochenfrist trotz halbstündiger Unterzahl mit dem 2:1-Auswärtssieg beim FC Zuzenhausen aufhorchen ließ. Die Köpfel-Elf muss sich vor den Zweiburgenstädtern aber nicht verstecken, schließlich hat sich auch die Mannschaft von Spielertrainer Christoph Pieruschka auf einigen Positionen verstärkt.

Neben Nußloch, Dielheim und St.Leon ist die SG Heidelberg-Kirchheim ein weiterer Landesligist, der verstärkt auf die Jugend setzt. "Unser Kader bewegt sich zwischen 22 und 23 Jahren im Altersschnitt", rechnet Manuel Moser vor. Der SGK-Trainer wünscht seinen Spielern am Sonntag um 17 Uhr gegen den VfB Eppingen einen großen Lerneffekt und dabei im besten Fall eine positive Überraschung. Er konstatiert: "Es ist für uns ein sehr interessantes Los zuhause gegen einen etablierten Verbandsligisten antreten zu dürfen." Wie es beim Großteil der Konkurrenz ebenso der Fall ist, fehlen ein paar Verletzte und Urlauber. "Zum Saisonstart werden aber beinahe alle wieder da sein", erläutert Moser.

Zwei dieser mit reichlich jungen Kickern bestückten Teams treffen in St.Leon aufeinander, wo der VfB die SG Dielheim empfängt. „Das ist definitiv ein Derby für uns, da sich die Spieler untereinander sehr gut kennen“, sagt VfB-Trainer Patrick Vogelbacher. Anpfiff ist am Samstag um 17 Uhr, da der Sieger seine Drittrundenpartie bereits am Dienstag gegen den Regionalligisten FC-Astoria Walldorf austragen darf. „Das wäre natürlich für beide Mannschaften ein Höhepunkt in der Vorbereitung“, wünscht sich Vogelbacher einen erfolgreichen Ausgang gegen Dielheim.

Eppingen Favorit in Kirchheim

Der VfB Eppingen muss sich erneut mit einem ambitionierten Landesligisten auseinandersetzen. Nachdem am vergangenen Sonntag ein 3:1-Sieg nach 0:1-Rückstand beim FV Nußloch gelang, gastiert der Verbandsligist nun bei der SG Heidelberg-Kirchheim. Deren Auftakt wurde zu einem lockeren 8:1-Aufgalopp beim TSV Kürnbach. Das Duell mit den Eppingern beginnt am Sonntag um 17 Uhr.

"In Nußloch hatten wir ein echt zähes Spiel zu absolvieren, in dem nicht wirklich ein Spielfluss zustande gekommen ist", fasst Christian Schweinfurth den Auftaktsieg zusammen. In Kirchheim erwartet der VfB-Coach einen stärkeren Gegner, der sich diese Runde erneut berechtigte Hoffnungen auf die Landesliga-Spitze machen darf. "Neben vielen jungen talentierten Spielern, haben die Kirchheimer mit Marc Haffa und Jonas Rehm zwei sehr erfahrene Leute in ihren Reihen", kennt Schweinfurth die SGK-Führungsspieler noch aus seiner aktiven Zeit.

Ein Weiterkommen wäre optimal, da am kommenden Wochenende ein weiteres Pflichtspiel folgen würde und die Fachwerkstädter so bestens vorbereitet bis zum Saisonstart am Wochenende des 19./20. August im Rhythmus bleiben würden. Bis auf zwei Urlauber stehen alle Kaderspieler zur Verfügung, Schweinfurth kann im Heidelberger Süden also beinahe aus dem Vollen schöpfen.

Neben dem VfB kommt dem FC Weiler die Ehre zuteil, als zweiter Verein die Sinsheimer Fahne im Wettbewerb hochzuhalten. Das ist natürlich der günstigen Auslosung zu verdanken, in Runde eins nutzten die Steinsberg-Kicker die Gunst der Stunde und schickten den Heidelberger A-Ligisten FC Hirschhorn mit 4:0 nach Hause. "Wir hatten das Geschehen jederzeit im Griff und gerade im Spiel nach vorne ein paar sehr schöne Kombinationen", sagt Alexander Martaler.

Der FC-Coach darf nun auf ein sehr reizvolles Los verweisen, schließlich kommt mit dem 1.FC Mühlhausen der amtierende Verbandsliga-Vizemeister auf den Steinsberg. "Darauf freuen wir uns sehr, wohlwissend, dass wir nicht hoch gewinnen werden", schmunzelt Martaler. Die Ausgangslage ist klar, alles andere als ein souveräner Mühlhausener Sieg wäre eine große Überraschung.

Für die Weilermer lautet die Marschroute fleißig und leidensfähig zu sein, sie werden dem Gegner und Ball den Großteil der 90 Minuten hinterherlaufen müssen. "Das wird eine gute Trainingseinheit, in der wir uns bestmöglich verkaufen und das Spiel so lange es geht offenhalten wollen", gibt Martaler die Zielsetzung aus und sagt weiter, "dass wir sehr froh sind diese Reise im badischen Pokal mitnehmen und dementsprechende Erfahrungen sammeln zu dürfen."

Den Konkurrenten kennt er von dem ein oder anderen Sportplatzbesuch bestens: "Als Fußballinteressierter schaue ich mir die Verbandsliga-Ergebnisse der Klubs aus der näheren Umgebung natürlich genauer an. Mühlhausen grenzt ja direkt an unseren Kreis, weshalb ich hoffe, dass von dort, aber auch aus unserem Kreis ein paar Leute den Weg auf unseren Sportplatz finden werden."

Los geht der interessante Vergleich mit dem FCM am Sonntag um 15 Uhr.

Aufrufe: 028.7.2023, 10:30 Uhr
red.Autor