2025-04-02T15:12:16.030Z 1743786357610

Allgemeines
Die Mannschaft des KFC soll Anfang der Woche gestreikt haben.
Die Mannschaft des KFC soll Anfang der Woche gestreikt haben. – Foto: Imago Images

Ein kurzer Mannschaftsstreik und weiterhin drohende Insolvenz beim KFC

Die finanziellen Sorgen rund um den KFC Uerdingen lassen derzeit ohne wesentliche Einnahmequellen nicht ab. Nun hatte dies wohl zum ersten Mal auch sportliche Konsequenzen.

Über weite Strecken konnte sich der KFC Uerdingen rein sportlich von negativen Schlagzeilen rund um den Vorstand sowie ausstehender Zahlungen aus der Vorsaison distanzieren. Nun hatte die löchrige finanzielle Situation laut Information der WZ zum ersten Mal auch einen wesentlichen Einfluss auf das sportliche Tagesgeschäft.

Dreitägiger Mannschaftsstreik

Demnach soll die Mannschaft von Montag bis Mittwoch aufgrund nicht erfolgten Zahlungen für den September geschlossen gestreikt haben. Nach derzeitigem Stand müssten die Spieler auch bis zum 6. November auf die vertraglich vereinbarten Gehälter warten, der Verein ist derzeit schlichtweg nicht liquide.

Die WZ berichtet weiter, dass der KFC einen Plan formuliert habe, in welchem alle Gläubiger zumindest 20 Prozent des geforderten Geldes erhalten sollen. Sollten die Gläubiger auf die restlichen 80 Prozent bestehen, droht die Insolvenz.

Klar ist, dass den KFC nennenswerte Fortschritte in der Akquise von Sponsoren wesentlich entlasten würde. Der Einstieg von Thomas Platzers Unternehmen Gangbild GmbH als Hauptsponsor ist weiterhin noch nicht in trockenen Tüchern, zudem bleibt die Brust der KFC-Spieler ohne einen Trikotsponsor weiterhin kahl.

Neuer Spieler ist schon dabei

Es gibt jedoch nicht nur schlechte Nachrichten: Mit Wiederaufnahme des Trainingsbetriebs am Donnerstags fand sich direkt ein frisches Gesicht im Kader von Chefcoach René Lewejohann. Ex-Bundesligaspieler Hans-Nunoo Sarpei soll ab der Rückrunde für den KFC auflaufen, bis dahin wird er sich schon im Training an seine neuen Teamkollegen gewöhnen dürfen.

>>> Das ist Hans-Nunoo Sarpei

Der 26-Jährige brachte es auf zehn Spiele im Fußball-Oberhaus für den VfB Stuttgart und die SpVgg Greuther Fürth. In insgesamt 88 Spielen in den drei höchsten deutschen Spielklassen erzielte der Mittelfeldmann zwei Treffer. Nach einem wohl nur kurzweiligen Engagement bei HJK Helsinki in der laufenden Saison zieht es den Ghanaer nun also zum Krefelder Traditionsklub.

Den zwischenzeitlichen Streik kann das Trainerteam damit dann auch in zusätzliche Ruhetage umfunktionieren. Anders als gewohnt, ist der KFC erst am Montagabend gegen Fortuna Düsseldorf II gefordert. Zuvor besetzt die Football-Nationalmannschaft am Wochenende die Grotenburg.

Aufrufe: 024.10.2024, 21:07 Uhr
Markus BeckerAutor