Ein Gradmesser

Aufsteiger SV Schmölln erwartet in der Quali-Runde des Landespokals den SV Blau-Weiß Neustadt(Orla). Trainer Falk Hofmann, der im Sommer nach Schmölln wechselte, hält dieses Spiel für eine echte Standortbestimmung nach Wochen der Vorbereitung.

Am kommenden Samstag geht es wieder um die Wurst. Oder besser gesagt um den Einzug in die erste Runde des Thüringenpokals. Mit der Quali-Runde des Landespokals starten am Wochenende die Pflichtspiele der neuen Saison.

Mit von der Partie: Der SV Schmölln. Die Ostthüringer feierten in der abgelaufenen Saison den Aufstieg in die Landesklasse und können sich beim Pokalspiel gegen Ligakonkurrenten Blau-Weiß Neustadt (Orla) gleich mal einen Eindruck der künftigen Kontrahenten holen. Dabei wird mit Falk Hofmann auch ein Trainer sein Pflichtspiel-Debüt für den SV Schmölln feiern. Der 40-jährige Coach wechselte im Sommer vom Kreisoberligisten Osterland Lumpzig zu Aufsteiger Schmölln und verstärkt dort das Trainerteam.

Leichtgefallen ist Hofmann der Wechsel ganz und gar nicht, wie er im FuPa-Gespräch zugibt. Nach insgesamt 13 Jahren (davon 9 Jahre als Trainer) beim SV Osterland Lumpzig sind ihm Verein und Akteure natürlich sehr ans Herz gewachsen. Trotzdem wollte er sich als Trainer einer neuen Herausforderung stellen, erzählt er: „Die Entscheidung ist mir nicht leichtgefallen. Es hat auch einige Wochen gedauert, bis ich in Schmölln zugesagt habe. Aber jetzt freue ich mich auf die neue Aufgabe eine Klasse höher. Ich bin motiviert und gespannt“, sagt Falk Hofmann.

Neues Umfeld

Am 07. Juli ist das Team vom SV Schmölln in die Vorbereitung gestartet. Branchenüblich standen neben Trainingseinheiten natürlich auch einige Testspiele im Kalender. „Auch für mich ist natürlich erstmal alles neu. Klar, den ein oder anderen Spieler habe ich schon gekannt. Jetzt gilt es sich auch im Trainerteam abzustimmen. Das hatte ich Lumpzig so nicht, da war ich als Trainer alleine. Es macht großen Spaß und ist mit Blick auf die Qualität und Quantität eine anspruchsvolle Aufgabe“, beschreibt Hofmann seine ersten Wochen im neuen Verein. Doch nicht nur er selber integriert sich aktuell in ein neues Umfeld, auch Neuzugänge stießen zur Mannschaft hinzu. Insgesamt zehn neue Spieler stehen im Kader der ersten Mannschaft. „Natürlich war es in den letzten Wochen auch wichtig, die neuen Spieler mit zu integrieren, wir haben ja einige Neuzugänge. Die externen Zugänge und auch die Spieler aus den A-Junioren“, sagt Hofmann.

Am Samstag wartet dann ziemlich sicher der erste echte Gradmesser für die bevorstehende Spielzeit, wenn mit Neustadt(Orla) ein Topteam der Landesklasse 1 kommt. Für Falk Hofmann selbst ist es nicht das erste Match als Trainer im Thüringenpokal. Mit Osterland Lumpzig qualifizierte er sich mal als Finalist des Kreispokals. Damals überstand er mit seinem Team die Quali-Runde mit einem 2:1-Sieg gegen Greiz. „Das würde mir am Samstag auch reichen“, sagt er mit einem Schmunzeln und ergänzt: „In so einem Spiel kann man dann schon sehen, wo man nach der Vorbereitung steht. Wir wollen versuchen in die nächste Runde einzuziehen.“

Neuzugänge des SV Schmölln: René Weinert (Meuselwitz), Julian Lutz (Ehrenhain), Mohammed Aminu (Lumpzig), Eric Lochmann (Großenstein), Leon Schulze (Gößnitz), Justin Deutloff (Meuselwitz), Leonard Geithel, Paul Baumgärtel, Etienne Förster (alle eigener Nachwuchs), Jannis Frackmann (2. Mannschaft)

Abgänge des SV Schmölln: Alexander Hass, René Bräutigam, Maik Müller (alle Laufbahnende), Richard Schuhknecht

Aufrufe: 027.7.2022, 16:30 Uhr
Felix BöhmAutor