Groß war der Schwabmünchner Jubel nach dem 3:2 durch Lucas Kusterer (rechts). Am Ende setzte sich der TSV sogar mit 4:2 gegen den SC Oberweikertshofen durch.
Groß war der Schwabmünchner Jubel nach dem 3:2 durch Lucas Kusterer (rechts). Am Ende setzte sich der TSV sogar mit 4:2 gegen den SC Oberweikertshofen durch. – Foto: Christian Kruppe

Der TSV Schwabmünchen legt nach

Landesligist feiert dritten Sieg in Serie +++ Auch der TV Erkheim arbeitet sich immer weiter aus dem Keller +++ Sonthofen patzt vor dem Gipfeltreffen mit dem neuen Spitzenreiter FC Ehekirchen

Der TSV Schwabmünchen setzt seinen Aufwärtstrend in der Landesliga Südwest fort, gegen den SC Oberweikertshofen feierte das Team von Trainer Esad Kahric den dritten Sieg in Serie. Auch der TV Erkheim erlebt derzeit einen goldenen Herbst, durch den 4:0-Erfolg beim Schlusslicht TSV Hollenbach haben die Unterallgäuer den Anschluss ans rettende Ufer geschafft. Deutlich schlechter lief es für den 1. FC Sonthofen, der durch die 1:3-Heimniederlage gegen den TSV Gilching die Spitze an den FC Ehekirchen abgeben musste. Im letzten Spiel vor der Winterpause kommt es dann am kommenden Sonntag zum Gipfeltreffen zwischen Ehekirchen und den Sonthofern.

Einen Blitzstart legte der TSV Schwabmünchen gegen den SC Oberweikertshofen hin, ließ sich auch von Rückschlägen nicht aus der Bahn werfen und gewann letztlich mit 4:2. Sofort nach dem Anstoß hatte der TSV den Ball erobert, über vier Stationen landete das Spielgerät bei Maximilian Aschner, der schon nach wenigen Sekunden das 1:0 erzielte. Dies war der Auftakt zu einer flotten ersten Hälfte mit vielen Torszenen und letztendlich auch Toren.
Beide Teams legten den gefühlten Schwerpunkt auf die Offensive, was dadurch begünstigt wurde, dass beide Defensivabteilungen nicht ihren sattelfestesten Tag hatten. Wie etwa beim 1:1, das Lukas Kopyciok für den SCO erzielte. Auch auf das 2:1 von Thomas Rudolph hatten die Oberweikertshofer eine schnelle Antwort, Dominik Widemann glich für Oberweikertshofen erneut aus. Trotzdem ging Schwabmünchen mit einem Vorsprung in die Halbzeit. Dass Lucas Kusterer dabei einnetzte, das war wiederum ein besonderer Moment. Denn zuvor hatte Kusterer mehr als vier Spielzeiten nicht mehr getroffen. Nach dem Seitenwechsel bleib es ein flottes Spiel, wobei die Schwabmünchner defensiv wesentlich besser standen und vorne mit dem 4:2 von Maik Uhde alles klar machten. (krup) Lokalsport SZ
Schiedsrichter: Julian Perl (Pullach) - Zuschauer: 175
Tore: 1:0 Maximilian Aschner (1.), 1:1 Lukas Kopyciok (11.), 2:1 Thomas Rudolph (26.), 2:2 Dominik Widemann (30.), 3:2 Lucas Kusterer (43.), 4:2 Maik Uhde (70.)

Beim SC Olching bot der FC Ehekirchen eine überzeugende Vorstellung und feierte mit dem 4:0-Erfolg den Sprung an die tabellenspitze. Seine derzeitige Topform unterstrich Pascal Schittler beim Führungstreffer. Der Mittelfeldspieler kam an der Grundlinie an den Ball, umspielte einen Gegner und traf flach ins lange Eck zum 0:1. Dass auch Christoph Hollinger weiß, wo das Tor steht, bewies der Stürmer nach einer Flanke von Eugen Belousow mit dem 0:2.
Nach dem Seitenwechsel machte der FCE frühzeitig alles klar. Eugen Belousow brachte den Ball flach in die Mitte und fand Matthias Rutkowski, der zum 0:3 einschob. Ehekirchen stand in der Abwehr sicher, ließ kaum etwas zu. Und offensiv ließ der FCE noch einen vierten Treffer folgen. Nach einer Ecke von Max Seitle kam Christoph Hollinger am zweiten Pfosten an den Ball und ließ sich die Möglichkeit zu seinem 16. Saisontreffer nicht nehmen. (sb/bis) Lokalsport NR
Schiedsrichter: Benjamin Senger (Haunstetten) - Zuschauer: 140
Tore: 0:1 Pascal Schittler (27.), 0:2 Christoph Hollinger (38.), 0:3 Matthias Rutkowski (53.), 0:4 Christoph Hollinger (83.)

Fünfmal in Folge war der FC Memmingen II unbesiegt, gegen den TSV Weißenburg riss die Serie. „Um zu punkten, muss man nicht immer gut spielen, aber treffen. Das ist uns nicht gelungen“, war es für FCM-Trainer Besim Miroci eine verdiente 0:2-Niederlage gegen einen kämpferisch überzeugenden Gegner.
Mirocis U21-Truppe leistete sich von Anfang an sehr viele Fehler in einer insgesamt chancenarmen Partie. Erst lenkte Verteidiger Maximilian Rupp den Ball unglücklich zum 0:1 ins eigene Tor. Mitte der ersten halbzeit war die Begegnung praktisch schon entschieden, nachdem Tom Vierke mit einem Schlenzer aus 16 Metern das 0:2 erzielte. Oktay Leyla hatte zwar den Anschlusstreffer auf dem Fuß, erwischte den Ball aber aus kurzer Distanz nicht richtig, sodass Weißenburgs Torhüter Jonas Herter keine Mühe hatte (40.). Die Gäste jubelten fast schon über das 0:3, aber kurz vor dem Pausenpfiff konnte Maximilian Dolinski noch auf der Linie klären.
In der zweiten Hälfte gaben die jungen Memminger ein besseres Bild ab. Tormöglichkeiten waren aber Mangelware, weil sich Weißenburg nicht aus der massierten Deckung locken ließ. Mehr als ein Aluminiumtreffer durch einen Kopfball von Luca Deufel war nicht mehr drin (78.). (ass)
Schiedsrichter: Rico Spyra (Erding) - Zuschauer: 50
Tore: 0:1 Maximilian Rupp (16./Eigentor), 0:2 Tom Vierke (25.)

Zur Pause durfte der TSV Gersthofen noch von einem erfolgreichen Auftritt beim FC Kempten träumen, denn zu dem Zeitpunkt führten die Schützlinge von Trainer Gerhard Hildmann noch mit 1:0 durch den Treffer von Ferkan Secgin. 45 Minuten später sah die Welt des TSV allerdings ganz anders aus.
Obwohl die Kemptener in der zweiten Hälfte ein ganz anderes Gesicht zeigten und wesentlich mehr Chancen kreierten, konnte der TSV seinen Vorsprung noch bis zur 64. Minute halten. Dann schloss Daniele Sgodzaj im Strafraum ab und traf ins kurze Eck zum Ausgleich. Fünf Minuten später war es wieder Sgodzaj, der damit einen Doppelpack schnürte und den FCK in Führung brachte. Nach einem Pass in die Tiefe nahm der Stürmer Fahrt auf und den Ball an Keeper Niklas Gordy vorbei ins Netz. Kurz darauf war die Partie entschieden. Bahadir Yilmaz verwertet die Flanke von Simon Kolb mit kraftvollem Abschluss. (az) Lokalsport Labo
Schiedsrichter: Matthias Schubert (Aschheim) - Zuschauer: 100
Tore: 0:1 Ferkan Secgin (17.), 1:1 Daniele Sgodzaj (66.), 2:1 Daniele Sgodzaj (71.), 3:1 Bahadir Yilmaz (72.)
Gelb-Rot: Daniele Sgodzaj (86./FC Kempten)

Maximilian Ettner (rechts) und der TSV Hollenbach rannten im Heimspiel gegen den TV Erkheim zu oft nur hinterher. Zu den Torschützen der Allgäuer zählte auch Manuel Merk (links).
Maximilian Ettner (rechts) und der TSV Hollenbach rannten im Heimspiel gegen den TV Erkheim zu oft nur hinterher. Zu den Torschützen der Allgäuer zählte auch Manuel Merk (links). – Foto: Wilhelm Baudrexl

Selbst die Relegationsplätze rücken für den TSV Hollenbach nach dem 0:4 gegen den TV Erkheim in immer weitere Ferne. Was auch daran liegt, dass der TSV im Aufsteigerduell seine Chancen nicht nutzen konnte.
Wie aus dem Nichts ging der TVE in Führung. Nach einer zu kurzen Kopfballabwehr schnappte sich Manuel Merk den Ball und traf aus rund 20 Metern. Auch am 0:2 war Merk beteiligt, denn Zuspiel Philipp Becker verwertete. Hollenbach war nicht chancenlos, Michael Schäfer verpasste den Anschlusstreffer vor der Pause aber ebenso wie der nachsetzende Simon Fischer nach dem Seitenwechsel, der nur den Pfosten anvisierte. In der 59. Minute hatte Spielertrainer Christoph Burkhard das 1:2 auf dem Fuß, doch TVE-Keeper Stetter lenkte den Ball gerade noch über die Latte. Während Hollenbach seine Gelegenheiten ungenutzt ließ, zeigten sich die Erkheimer teffsicher. Erst traf Fabian Krogler nach Vorlage von Becker zum 0:3, dann machte Becker mit dem vierten TVE-Treffer alles klar. (ff) Lokalsport AN
Schiedsrichter: Maximilian Hafeneder (Holzkirchen) - Zuschauer: 150
Tore: 0:1 Manuel Merk (18.), 0:2 Philipp Becker (35.), 0:3 Fabian Krogler (67.), 0:4 Philipp Becker (74.)

„Man ist ja als Trainer nie so ganz zufrieden.“ Augenzwinkernd nahm Sven Ackermann zum 2:0-Heimerfolg seines FV Illertissen gegen den VfL Kaufering Stellung. „Das war wohl unsere bisher beste erste Halbzeit“, sagte er.
Sehr dominant trat der FVI auf und ließ dem VfL keine Chance. Beim 1:0 wurde ein Illertisser Freistoß zunächst abgeblockt. Luca Boyer brachte den Nachschuss doch im Tor unter. Nach dem Seitenwechsel kam Kaufering nur zu einer nennenswerten Torannäherung. Einen Konter der Hausherren schloss Robin Glöckle zum 2:0 ab. Ackermann sprach später vom einzigen Manko – der in seinen Augen zu späten Entscheidung des Spiels. So hatten die Kauferinger immer noch auf den Ausgeich hoffen dürfen. Doch VfL-Trainer Benjamin Enthart gestand auch: „Wir haben in der ersten Halbzeit nicht so dominant wie gewohnt gespielt und sind kaum vors Tor gekommen. Das hat sich in der zweiten Halbzeit gebessert.“ (jürs, red) Lokalsport IZ
Schiedsrichter: Gürkan Günebakan (München) - Zuschauer: 63
Tore: 1:0 Luca Boyer (28.), 2:0 Robin Glöckle (81.)

Nach zuletzt fünf Heimpleiten in Folge konnte der SV Mering gegen den TSV Jetzendorf mit dem 1:1 immerhin einen Zähler sammeln. Am Ende war beim MSV aber der Frust über den verpassten Sieg größer.
Nach torloser erster Halbzeit brach Manuel Utz den Bann. Merings Torjäger Manuel Utz traf aus 16 Metern in den Winkel. Und sein Team blieb dran, verpasste es aber, das 2:0 folgen zu lassen. Das sollte sich in der Schlussphase rächen. Nach eriner Ecke wartete TSV-Spielertrainer Alexander Schäffler am langen Pfosten und grätschte den Ball über die Linie. „Am Ende geht das Ergebnis in Ordnung. Natürlich ist es bitter wenn du bis kurz vor Schluss 1:0 führst und dann nicht als Sieger vom Platz zu gehst“, ärgerte sich Merings Trainer Ajet Abazi. Besonders die Chancenverwertung gefiel dem Coach gar nicht. „Wir hatten genügend Chancen zum 2:0. Es ist sehr schade, dass wir den Sack nicht zumachen konnten.“ (lost) Lokalsport FA
Schiedsrichter: Michael Hintermaier (Arnbach) - Zuschauer: 97
Tore: 1:0 Manuel Utz (61.), 1:1 Alexander Schäffler (83.)

Der 1. FC Sonthofen ist in dieser Saison immer für eine Überraschung gut. Allerdings nicht allein im positiven Sinn, wie die 1:3-Niederlage gegen den TSV Gilching zeigt. Der Herbstmeister leistete trotz optischer Überlegenheit zu viele Patzer und musste sich wie schon im Hinspiel gegen die Gilchinger geschlagen geben.
Beim 0:1 schlug Patrick Littig ein Luftloch und Marcel Ebeling ließ sich die Chance nicht entgehen. Eine eigentlich harmlose Flanke wurde nur deshalb zur Vorlage für Benedikt Kuhn, weil Abstimmungsprobleme in der Sonthofer Defensive unübersehbar waren. Zwar ließ Marco Faller mit seinem Anschlusstreffer die Oberallgäuer wieder hoffen, allerdings gab es schon wenige Sekunden später den nächsten Nackenschlag. FCS-Kapitän Manuel Wiedemann leistete sich einen Stellungsfehler, Murat Ersoy bedankte sich für das Geschenk mit dem 1:3. Wovon sich die Sonthofer auch nach dem Seitenwechsel nicht mehr erholten, zumal Andreas Hindelang vom Elfmeterpunkt aus die Chance zum Anschlusstreffer verpasste.
Schiedsrichter: Nicolas Dolderer (Bernried) - Zuschauer: 265
Tore: 0:1 Marcel-Pascal Ebeling (9.), 0:2 Benedikt Kuhn (19.), 1:2 Marco Faller (36.), 1:3 Murat Ersoy (37.)
Bes. Vorkommnis: Andreas Hindelang (Sonthofen) scheitert mit einem Foulelfmeter mit Torwart Sebastian Hollenzer (78.)

Der Mann des Tages trägt das Trikot der SpVgg Unterhaching. Drei Treffer erzielte der 20-Jährige, der damit schon ein Oldie bei den außer Konkurrenz spielenden Oberbayern ist und sorgte damit für den 3:1-Sieg beim VfB Durach. Allzu sehr grämten sich die Duracher jedoch nicht, schließlich hat die Niederlage keine Auswirkungen auf die Tabelle.
Der VfB hatte etwas durchgewechselt, einige Stammkräfte geschont, Akteuren aus der Zweite und Dritten mal einen Landesliga-Einsatz gegönnt und war dennoch durch Niklas Eggensperger in Führung gegangen. Weitere Chancen ließen die Oberallgäuer ungenutzt. Ganz im Gegensatz zu Porta, der Spielpraxis und obendrein mit seinem Dreierpack auch kräftig Selbstvertrauen sammelte.
Schiedsrichter: Florian Ziegler (Hohenpeißenberg) - Zuschauer: 52
Tore: 1:0 Niklas Eggensperger (30.), 1:1 Sandro Porta (35./Foulelfmeter), 1:2 Sandro Porta (52.), 1:3 Sandro Porta (63.)

Aufrufe: 013.11.2022, 21:29 Uhr
Walter BruggerAutor