2024-02-23T08:22:50.674Z

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Vier Tage lang schlägt der FC Deisenhofen am Gardasee ein Trainingslager auf.
Vier Tage lang schlägt der FC Deisenhofen am Gardasee ein Trainingslager auf. – Foto: Robert Gasser

Der FC Deisenhofen fährt an den Gardasee – Mit 109 Personen

Besuch des Spiels AC Mailand gegen den SSC Neapel

Deisenhofner fahren mit 109 Spielern aus sechs Mannschaften ins Trainingslager.

Deisenhofen – Es ist der ungewöhnliche Höhepunkt der Vorbereitung: Am Samstag um sechs Uhr in der Früh brechen die Fußballer des FC Deisenhofen in Richtung Castelnuovo auf. Das Besondere dabei: Nicht nur die Bayernliga-Truppe tritt die Reise an den Süden des Gardasees an. Sage und schreibe sechs FCD-Teams fahren gemeinsam in dieses Trainingslager: die erste, zweite, dritte und vierte Herrenmannschaft sowie die U18 und U19.

Insgesamt 109 Personen umfasst die Reisegruppe. „Wir fahren mit dem Doppeldeckerbus, der hat 80 Plätze. Außerdem haben wir ein, zwei Sprinter und einige Spieler fahren selber, weil sie wegen Prüfungen schon früher zurückmüssen“, erzählt FCD-Manager Thomas Werth, der Initiator des Trips: „Das war immer eine Idee von mir, die ich jetzt endlich umsetzen durfte. Natürlich war es viel Arbeit bei so einer Masse. Und es sind sechs Mannschaften, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Aber dem Vereinsleben kann das nur guttun.“

Vor drei Jahren war so ein gemeinsamer Ausflug schon einmal geplant gewesen, es sollte sogar noch um einiges weiter gehen, nämlich nach Island, in die Heimat des damaligen Trainers Hannes Sigurdsson. Flug und Hotel waren schon gebucht, doch Corona machte den Deisenhofnern einen dicken Strich durch die Rechnung. Immerhin: Das Vorhaben kam nicht nur innerhalb des Vereins nachhaltig gut an. „Wir haben einige externe Sponsoren, die uns damals schon unterstützen wollten. Sonst wäre es nicht umsetzbar“, so Werth.

Spiele mit durchgemischten Teams stehen auf der Agenda

Die Bedingungen versprechen jedenfalls erstklassig zu sein. „Normalerweise trainiert hier Hellas Verona“, erzählt der Manager. „Wir haben zwei Plätze direkt am Hotel. Die werden auch praktisch dauernd belegt sein, bei sechs Mannschaften.“ Gleich nach Ankunft am Samstag Mittag geht es mit der ersten Trainingseinheit los, insgesamt fünf pro Team wird es an den drei Tagen bis zur Rückfahrt am Faschingsdienstag geben.

„Wir werden auch ein paar Spiele machen, mit acht durchgemischten Teams. Da kann der 17-jährige Jugendspieler vom 34-Jährigen aus der vierten Mannschaft auch was lernen“, kündigt Werth zudem an. Allerdings meint er damit keine Fußballmatches. Denn genauso wichtig wie der sportliche Aspekt ist der Gemeinschaftsgedanke: „Das wird ein Trainingslager-Cup mit FCD-Quiz, allgemeinem Fußball-Quiz und auch einem Football-Quiz, denn am Sonntag steht der Super Bowl an, den einige anschauen werden.“

Der Klassenerhalt ist das Ziel des FC Deisenhofen

Zum Rahmenprogramm gehört auch italienischer Top-Fußball live im Stadion, so Werth: „Am Sonntagabend fahren ungefähr 40 Leute zum Spiel AC Mailand gegen SSC Neapel.“

Die eigenen fußballerischen Aktivitäten sollen hingegen dafür bürgen, dass der auf Platz sieben stehende FCD ab Samstag, 2. März, wenn es gleich beim Top-Favoriten TSV Landsberg ernst wird, eine ordentliche und völlig sorgenfreie Restsaison spielt. „Ziel für diese Saison war der Klassenerhalt, weil uns mit Enrico Caruso, Martin Mayer und Nico Karger schon Leistungsträger weggefallen sind. Dazu fehlen noch fünf Punkte, um ganz sicher zu sein, die wollen wir schnellstmöglich holen. Alles andere wäre ein Schmarrn, die anderen sind zu weit vorne“, erteilt Werth höheren Ambitionen eine Absage.

Die bisherigen Vorbereitungsspiele lassen ihn den Punktspiel-Neustart gelassen erwarten. Das 2:6 gegen den Regionalligisten TSV Buchbach sei nach gutem Beginn auch dem kleinen Kader geschuldet gewesen. Beim 2:2 gegen den TSV Wasserburg sah Werth den FCD „in der ersten Halbzeit mehr als gut“, danach wurde eifrig durchgewechselt. Zuletzt gab es einen 5:2-Sieg beim FC Unterföhring. Fast schon Symbolkraft für die offenbar weiterhin prächtig funktionierende Nachwuchsarbeit hatte hier das 1:0 durch A-Junior Noah Semmler schon in der ersten Minute.

Und so wird Werths Vorfreude auf das Trainingslager nur von einem Faktor getrübt, den er nun wahrlich nicht beeinflussen kann: „Der Wetterbericht sagt: drei Tage Regen. Das wäre natürlich nicht so schön.“ (Umberto Savignano)

Aufrufe: 08.2.2024, 16:44 Uhr
Umberto SavignanoAutor