Im beschaulichen Reichmannsdorf, einem Gemeindeteil der Stadt Schlüsselfeld im Landkreis Bamberg, ist die Aufregung in diesen Tagen groß.
"Der ganze Ort, die ganze Umgebung fiebert auf das Ereignis hin. Alles packen mit an, damit es ein unvergesslicher Abend für uns alle wird. Es ist schön zu sehen, wie das alles die Menschen zusammenschweißt", lässt der erste Vorstand des SC Reichmannsdorf, Richard Reheuser wissen. Am Dienstagabend gastiert der TSV 1860 München beim oberfränkischen Kreisligisten. Über zu wenig Arbeit können sich Reheuser und seine Mitstreiter derzeit wahrlich nicht beschweren. Für einen kleinen Dorfverein ist die Organisation eines solchen Pokalspiels eine große Herausforderung. Von der Verpflegung bis hin zur Parkplatzeinweisung, da sind viele helfende Hände nötig. Schließlich sind sie solche Kulissen in der Kreisliga wahrlich nicht gewohnt.
"800 Tickets haben wir bereits im Vorverkauf abgesetzt. Ich bin guter Dinge, dass wir die 3.000-Zuschauer-Marke vollmachen", meint Reheuser mit Blick auf den zu erwartenden Andrang.
Auch sportlich ist es einer der Höhepunkte in der Vereinsgeschichte der Reichmanndsdorfer.
"Für unsere Spieler ist es das Karriere-Highlight schlechthin", sagt Reheuser. In den 1980er Jahren erlebte der SC sportlich seine beste Phase und kämpfte in der Landesliga um Punkte und Tore. Zu der Zeit war auch der ruhmreiche 1. FC Nürnberg zu Gast in Reichmannsdorf. Der Grund: Dieter Trunk war damals von Reichmannsdorf zum 1. FCN gewechselt.
"Daraufhin kam der Club zu einem Ablösespiel zu uns. Aber dieses Mal müssen die Löwen zu einem Pflichtspiel zu uns kommen. Das ist nochmals eine andere Nummer und eine fantastische Geschichte für uns. Ich freue mich einfach auch sehr auf die ganze Atmosphäre drum herum", fiebert Rehauser dem großen Spiel am Dienstagabend entgegen. Sein Wunsch? Mit dem Erreichen der zweiten Runde wird`s wohl eher schwierig, das ist dem SC-Boss freilich auch klar. Lächelnd betont er:
"Wenn`s nicht zweitstellig wird, dann wäre das schon ein Erfolg."