2026-05-15T09:36:57.455Z

Allgemeines

BU II krönt starke Saison - aber mühelos war der Titel nicht

HSV Barmbek-Uhlenhorst II hat sich die Meisterschaft in der Bezirksliga Hamburg Nord gesichert und spielt ab Sommer in der Landesliga. Im ersten Teil des FuPa-Zweiteilers erklärt Trainer Christian Humpert, warum der Titel trotz starker Bilanz hart erarbeitet war.

von red · Heute, 14:14 Uhr · 0 Leser
HSV Barmbek-Uhlenhorst ist Meister!
HSV Barmbek-Uhlenhorst ist Meister! – Foto: neunzehn23_fotografie via BU2

Die zweite Mannschaft des HSV Barmbek-Uhlenhorst hat sich in der Bezirksliga Hamburg Nord die Meisterschaft gesichert und steigt damit in die Landesliga auf. Für Christian Humpert und seine Mannschaft ist es der verdiente Abschluss einer starken Saison, in der BU II vor allem seit dem Jahreswechsel beeindruckend konstant auftrat. Dennoch wehrt sich der Trainer gegen den Eindruck, der Titel sei angesichts der jüngsten Bilanz fast selbstverständlich gewesen.

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Der entscheidende Moment im Meisterrennen war aus Sicht Humperts das Spitzenspiel gegen HFC Falke Ende April. BU II gewann diese Partie deutlich mit 4:0 und verschaffte sich dadurch eine Ausgangslage, die kaum besser hätte sein können. „Nach dem 4:0-Erfolg im Spitzenspiel über den HFC Falke hatten wir schon das Gefühl, dass wir die Meisterschaft jetzt wirklich in der eigenen Hand haben. Durch den Erfolg sind wir auf sieben Punkte davongezogen. Bei den verbleibenden Spielen war uns klar, dass wir uns das nicht mehr nehmen lassen dürfen“, sagt Humpert.

Trotzdem blieb der Trainer vorsichtig. Gerade weil seine Mannschaft jung ist, wollte er den Titel nicht zu früh als erledigt betrachten. „Im Fußball ist immer alles möglich - insbesondere bei einer jungen Mannschaft, die diesem Druck standhalten muss. Deswegen war klar: Ganz sicher sind wir erst, wenn es rechnerisch feststeht.“

Im ersten Teil des FuPa-Zweiteilers geht es um den Titelgewinn, die Bedeutung der Meisterschaft und den Weg dorthin. Im zweiten Teil spricht Humpert über die Planungen für die Landesliga, den Kaderumbruch, mehr als zehn Abgänge und ein offenes Training an der Dieselstraße.

Meisterschaft mit besonderer Bedeutung für den Verein

Der Aufstieg von BU II ist nicht nur für die Mannschaft selbst ein großer Erfolg. Auch für den Gesamtverein hat die Meisterschaft eine besondere Bedeutung, weil HSV Barmbek-Uhlenhorst ab Sommer mit zwei Mannschaften in der Landesliga vertreten sein wird. Für Humpert ist dieser Umstand Ausdruck einer breiteren Entwicklung im Klub.

„Die Euphorie rund um unsere Saison war im ganzen Verein spürbar. Wir haben über die gesamte Spielzeit hinweg einen außergewöhnlich großen Support erfahren. Das zeigt, welchen Stellenwert dieser Titelgewinn für den Verein hat“, sagt der Trainer. Die daraus entstehende Konstellation sei „sicherlich besonders“, zugleich aber nicht zufällig entstanden. „Dieser Erfolg spiegelt die Entwicklung wider, die die Mannschaften des Klubs insgesamt genommen haben. Die Qualität und Leistungsdichte sind deutlich gewachsen.“

Damit ordnet Humpert die Meisterschaft nicht als isolierten Erfolg einer zweiten Mannschaft ein. BU II hat zwar sportlich den Titel geholt, doch der Trainer sieht dahinter auch die Entwicklung des Vereins. Dass der Klub künftig zwei Teams in der Landesliga stellt, ist für den Hamburger Amateurfußball eine bemerkenswerte Konstellation und spricht für eine Breite, die nicht von heute auf morgen entstanden ist.

Gerade deshalb dürfte die Meisterschaft intern noch einmal anders wirken als ein gewöhnlicher Aufstieg. Sie bestätigt eine Entwicklung, die im Verein offenbar bereits länger angelegt war. Die zweite Mannschaft hat diese Entwicklung nun mit einem Titel sichtbar gemacht.

„Mühelos“ war dieser Titel nicht

Auf den ersten Blick könnte man meinen, BU II sei nahezu ohne Probleme durch das Jahr 2026 marschiert. Humpert kennt diese Lesart, widerspricht ihr aber deutlich. Auf die Frage, welche Überschrift über die Saison falsch wäre, nennt er selbst: „BU2 mit nahezu makelloser Bilanz im Jahr 2026 mühelos zum Titel.“

Der Trainer erklärt: „Ich habe in den vergangenen Tagen immer wieder einmal gehört, dass der Gewinn der Meisterschaft angesichts der Bilanz von zehn Siegen seit Jahresbeginn ungefährdet gewesen sei. Das mag auf den ersten Blick für Außenstehende zutreffen, dennoch muss ich hier konsequent widersprechen. Wir haben von Mitte März bis Anfang April eine Phase durchlebt, in der spielerisch wenig gut gelaufen ist.“

Diese Einordnung ist wichtig, weil sie die Saison nicht nur über Ergebnisse erzählt. BU II hat zwar viele Spiele gewonnen, musste sich den Titel aber in schwierigen Phasen erarbeiten. Besonders bemerkenswert: Ausgerechnet gegen Eintracht Lokstedt II verlor die Mannschaft nach Humperts Einschätzung das Spiel, „in dem wir eigentlich noch am besten waren“.

Dazu kamen mehrere Partien, in denen BU II sehr spät den entscheidenden Treffer erzielte. „In der Partie gegen VfL 93 sowie in den Spielen gegen Grün-Weiß Eimsbüttel und HEBC II erzielen wir den Siegtreffer jeweils tief in der Nachspielzeit. Das unterstreicht zwar, wie sehr die Jungs zu jeder Zeit an sich geglaubt haben, zeigt jedoch, wie hart wir für diesen Triumph fighten mussten.“

Gerade diese Siege in der Nachspielzeit prägen die Meisterschaft. Sie zeigen eine Mannschaft, die nicht nur spielerische Qualität hatte, sondern auch Widerstandsfähigkeit. Humpert bewertet die Saison deshalb nicht als Spaziergang, sondern als Erfolg, der über Arbeit, Glauben und eine stabile Kabine entstanden ist.

Eine junge Mannschaft hält dem Druck stand

Der Titel ist auch deshalb beachtlich, weil BU II mit einer jungen Mannschaft den Druck im Meisterrennen aushalten musste. Nach dem 4:0 gegen HFC Falke war die Ausgangslage komfortabel, aber sie musste erst bestätigt werden. Genau darin lag eine der zentralen Aufgaben der Schlussphase. Der Vorsprung war da, die Erwartungshaltung stieg, und die Mannschaft musste lernen, mit dieser Rolle umzugehen.

Humpert macht deutlich, dass seine Spieler genau das geschafft haben. Der Trainer spricht nicht nur über Siege, sondern über Haltung. Die Mannschaft habe sich durch schwierige Wochen gearbeitet, Rückschläge verarbeitet und in engen Spielen Lösungen gefunden. Das erklärt, warum der Titel für ihn mehr ist als die Summe einer starken Bilanz.

Besonders hebt Humpert auch jene Spieler hervor, die nicht regelmäßig im Mittelpunkt standen. „Ich habe vorhin die Spieler angesprochen, die wenige bis gar keine Minuten gesammelt haben. Ich ziehe den Hut davor, wie sie sich in den Dienst der Mannschaft gestellt haben und welche Wirkung sie vor allem auf die Kabine hatten. Das ist schon sehr besonders und führt dann auch bei den Spielern, die regelmäßig zum Einsatz kommen, dazu, dass Dinge bedingungslos angenommen und umgesetzt werden. Der Fleiß und die Lernwilligkeit der Jungs haben uns als Trainerteam tief beeindruckt.“

Damit beschreibt Humpert einen zentralen Faktor dieser Meisterschaft. BU II war nicht nur in der Spitze stark, sondern offenbar auch in der Breite des Kaders geschlossen genug, um schwierige Phasen gemeinsam zu tragen. Gerade bei einer zweiten Mannschaft ist das keine Selbstverständlichkeit, weil Rollen, Einsatzzeiten und Perspektiven sehr unterschiedlich sein können.

Der Titel als Bestätigung einer Entwicklung

Am Ende steht eine Meisterschaft, die von außen vielleicht klarer wirkte, als sie intern empfunden wurde. BU II hatte nach dem Spitzenspiel gegen HFC Falke alle Vorteile auf seiner Seite, musste diese Vorteile aber durchbringen. Die Mannschaft hat genau das geschafft und sich damit den Aufstieg in die Landesliga verdient.

Für den Verein ist der Erfolg ein besonderes Signal. BU wird ab Sommer mit zwei Mannschaften in der Landesliga vertreten sein, die Leistungsdichte im Klub ist gewachsen, und die zweite Mannschaft hat mit ihrer Saison gezeigt, dass sie mehr ist als ein Unterbau. Sie hat einen eigenen Titel gewonnen, eine eigene Geschichte geschrieben und sich sportlich eine neue Herausforderung erarbeitet.

Für Humpert bleibt dabei vor allem die Art und Weise hängen. Die Meisterschaft war nicht mühelos, sondern wurde in schwierigen Wochen, engen Spielen und späten Momenten abgesichert. Genau das macht diesen Titel wertvoll.

Teil II: So geht es in der Landesliga weiter

Im zweiten Teil des FuPa-Zweiteilers blickt Christian Humpert auf die kommende Landesliga-Saison. Dann geht es um Kaderplanung, notwendige Verstärkungen, mehr als zehn Abgänge, die Bedeutung einer guten Kabine und das offene Training am 26. Mai an der Dieselstraße.

>>> Das ist Trainer Christian Humpert

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