2026-03-13T07:45:35.464Z

Der Spieltag

"Brütti" mit Mega-Comeback - Stäfa rutscht gegen Bassersdorf aus

2. Liga, Gruppe 2: 14. Runde

von Yannick van Buul · Heute, 10:40 Uhr · 0 Leser
Brüttisellen-Dietlikon gewinnt in Extremis gegen Embrach.
Brüttisellen-Dietlikon gewinnt in Extremis gegen Embrach. – Foto: Doris Studer

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Gute vier Monate ist es her, seit der Ball zuletzt im Zürcher Regionalfussball rollte. Nun ist das Warten vorbei, und die langersehnte Rückrunde der Saison 2025/2026 findet ihren Einstand.

Natürlich stand der Spielbetrieb nicht still. So haben die Mannschaften einige Testspiele absolvieren können, um sich auf die Liga vorzubereiten, und allenfalls grundlegende Veränderungen auszuprobieren oder gar vorzunehmen. Wie sich die ersten Runden des Jahres 2026 entwickeln, und ob wir Spektakuläres und Unerwartetes erleben, wird sich in den nächsten Wochen und Monaten zeigen.

Die Resultate im Schnelldurchlauf

FC Küsnacht 1:2 SC Veltheim

FC Gossau 3:4 FC Herrliberg

FC Greifensee 1:1 FC Wiesendangen

FC Glattbrugg 2:0 FC Beringen

FC Wald 1:1 FC Phönix Seen

FC Embrach 2:3 FC Brüttisellen-Dietlikon

FC Stäfa 2:2 FC Bassersdorf

Hier geht es zu unserer Rückrunden-Prognose

FC Küsnacht - SC Veltheim

Die Rollenverteilung vor dem Spiel auf dem Kunstrasen der Sportanlage Fallacher in Küsnacht war klar: Die Gastgeber, abgeschlagener Tabellenletzter, waren gegen den souveränen Leader aus Winterthur deutlicher Aussenseiter. Erschwerend kam hinzu, dass der FCK in der Saisonvorbereitung viele Trainingsabsenzen zu beklagen hatte und kein vollständiges Matchblatt zustande brachte. Trotz dieser Vorzeichen tat sich der SC Veltheim beim Seeklub schwer.

Die erste Hälfte gehörte dem SCV. Mit deutlich mehr Ballbesitz, aber wenig Ideen, bissen sich die Blau-Weissen um Spielmacher Ramon Cecchini lange am Abwehrbollwerk der Hausherren die Zähne aus. Erst als der FCK nach einem Eckball aufrückte, gelang dem SCV in der 23. Minute der Führungstreffer. Über die rechte Veltheimer Seite ging es schnell – Captain Bruno Michienzi überlobbte Torwart Kamer.

Zehn Minuten später erhöhte der Leader auf nahezu identische Weise. Nach einem Küsnachter Ballverlust im Mittelfeld ging es erneut über die linke Küsnachter Abwehrseite Richtung Tor, wo Michienzi eiskalt links an Kamer vorbei einschob. Die 2:0-Pausenführung war verdient, auch wenn Küsnacht wacker kämpfte.

In der zweiten Hälfte schien sich der SCV seines Sieges etwas zu sicher. Die Gäste drosselten das Tempo gehörig und spielten auf Verwaltung, während sich der FCK steigerte und mutiger wurde. Insbesondere die Einwechselspieler brachten frischen Wind, allen voran Andri Holenweger, der eigentlich dem Kader der zweiten Mannschaft angehört. In der 57. Minute erzielte er nach einer herrlichen Flanke von Giab Al-Abbadie per Volley den Anschlusstreffer. Küsnacht bäumte sich auf, doch trotz Grosschancen der Brüder Gian und Luis Welti rettete der SCV den Vorsprung über die Zeit.

Tabellarisch bleibt der Gast aus Winterthur damit an der Spitze, Küsnacht Schlusslicht.

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FC Gossau - FC Herrliberg

Gastspiele auf dem Riet in Gossau sind immer kompliziert – dessen war sich auch der FC Herrliberg vor dem Rückrundenauftakt bewusst. Entsprechend hochkonzentriert trat der Tabellendritte in der ersten Halbzeit auf. In der 8. Minute brachte Gaube die Seebuben in Front, Edeltechniker Vizner doppelte sieben Minuten später zum 2:0 nach. Den Schlusspunkt vor der Pause setzte die pressingstarke Mannschaft in der 42. Minute: Stürmer Gamboni traf zum 3:0.

Nach der Pause liess die Konzentration beim FCH nach. Bereits in der 50. Minute erzielte Gossau den Anschlusstreffer. In der Folge drängte die Heimelf lange auf ein weiteres Tor – erst in der 82. Minute gelang dem FCG dann das 2:3. In der Schlussphase warfen die Gastgeber alles nach vorne, doch Herrliberg konterte: In der 89. Minute sorgte erneut Gaube mit dem 4:2 für die Entscheidung. Mit der letzten Aktion des Spiels kam Gossau in der 95. Minute zwar noch zum 3:4, doch die drei Punkte gingen an den Zürichsee. Der Spitzenkampf zwischen Herrliberg, Veltheim und Stäfa spitzt sich bereits jetzt zu.

Hier einen Blick auf die Winter-Transferübersicht der 2.-Liga-Gruppe 2 werfen

FC Greifensee - FC Wiesendangen

Das Spiel zwischen dem abstiegsbedrohten Greifensee und der Mittelfeldmannschaft aus
Wiesendangen war eine zähe und kampfbetonte Angelegenheit. Die erste halbe Stunde bot wenig Spektakel, kaum Chancen und viel Härte im Mittelfeld. Zum Ende der ersten und Beginn der zweiten Halbzeit sorgten dann die Hausherren für zwei Grosschancen, die aber beide ungenutzt blieben. Nach rund einer Stunden konnte der Heim-Keeper, Timmy Ley, seine Mannschaft vor dem Rückstand bewahren.

Zum Ende der Partie überschlugen sich schliesslich die Ereignisse doch noch: In der ersten Minute der Nachspielzeit gelang den Hausherren plötzlich der viel umjubelte, vermeintliche Siegtreffer durch Jungspund Jan Laslo. Doch die Gäste aus Winterthur bäumten sich noch einmal auf: Palladino glich mit der letzten Aktion des Spiels in der 94. Minute zum 1:1 aus. Greifensee lässt damit wichtige Punkte im Strichkampf liegen, während Wiesendangen weiterhin im engen Mittelfeld treibt.

FC Glattbrugg - FC Beringen

Der viertplatzierte FC Glattbrugg, favorisiert gegen den FC Beringen, tat sich gegen den Tabellenvorletzten lange schwer. Bis zur 80. Minute konnten die Gäste auf der Sportanlage Au das 0:0 halten und schnupperten am Punktgewinn. In der 82. Minute erlöste Nizar Ramadan den FCG nach einer Vorlage von Starspieler Danijel Subotic und brachte die Platzherren in Führung. Nur zwei Minuten später machte Kaan Kaya – erneut auf Vorlage Subotics – mit dem 2:0 alles klar.

Glattbrugg bleibt damit in der Spitzengruppe, während die Schaffhauser auch im neuen Jahr weiter Richtung Abstieg rutschen.

FC Wald - FC Phönix Seen

Der Aufsteiger aus Wald wusste in der Hinrunde regelrecht zu überraschen. Nach einigen Glanzvorstellungen und dem krönenden Abschluss des Fussballjahres 2025 mit dem Sieg gegen den SC Veltheim sind die Zürcher Oberländer durchaus gewillt, diese Leistungen auch in der Rückrunde fortzusetzen. So waren es auch die Hausherren, die gegen die Winterthurer aus Seen früh Druck ausübten. Das Spiel von Beginn weg dirigierend, traf Ibrahimi entsprechend zum 1:0 per Penalty. In der Folge drückten die Gastgeber aufs 2:0, vergaben aber einige Chancen.

Und so kam es auch, dass die Gäste einen umstrittenen Penalty sofort zum 1:1-Ausgleich nutzten, und sich so zurück in der Partie sahen - auch weil das Heimteam spielerisch stark nachgelassen hatte. Nach der Pause blieb die ersehnte Reaktion der Walder, zur Enttäuschung der Fans, gänzlich aus. Auf dem schwierig bespielbaren Rasen gelingt keiner Mannschaft die entscheidende Aktion mehr, und auch ein Platzverweis des FC Phönix bleibt ungenutzt. So steht es bis zum Schluss 1:1, Wald verliert den Anschluss an die Spitze und Phönix Seen macht keine Schritte vorwärts im Strichkampf.

FC Embrach - FC Brüttisellen-Dietlikon

Bildergalerie zum Spiel, von Doris Studer

Im Spiel gegen den FC Embrach nahm Brüttisellen-Dietlikon von Beginn an das Zepter in die Hand. Mit viel Kontrolle und hohem Druck nach vorne gelang es den Gästen, Embrach in ihrer Hälfte einzuschnüren. Die Überlegenheit konnte man jedoch nicht in viele Tore ummünzen, lediglich in der 15. Minute erzielte Denis Saipi den Führungstreffer der Brüttiseller. Und wie es im Fussball kommen muss, wussten die Gäste aus dem Nichts auszugleichen, ehe "Brütti"-Topscorer Antonio Kaba Mangrei kurz darauf einen Foulelfmeter verschoss.

In der zweiten Hälfte änderte sich am Spielgeschehen nichts. Brüttisellen-Dietlikon hatte den Ball, war am Drücker und dominierte die Embracher vor den vielen Zuschauenden auf den Rängen regelrecht. Grosse Chancen schauten dabei aber nicht heraus, und völlig entgegen dem Spielverlauf erzielte Sandro Huber in der 87. Minute das vermeintliche Siegtor: 2:1 für die Heimmannschaft. Der FC Brüttisellen-Dietlikon liess aber in der Nachspielzeit seine ganze Willenskraft spielen und drehte die Partie tatsächlich noch. Joel Evangelisti und Nour Dekhili treffen in der dritten, respektive siebten Nachspielminute zum 3:2-Schlussresultat für die Gäste.

In der letzten Minute doch noch die Erlösung. "Brütti" dreht in der Nachspielzeit von 1:2 zum 3:2.
In der letzten Minute doch noch die Erlösung. "Brütti" dreht in der Nachspielzeit von 1:2 zum 3:2. – Foto: Doris Studer

FC Stäfa - FC Bassersdorf

Mit dem FC Stäfa steigt am Sonntagnachmittag ein weiterer Aufstiegskandidat wieder in die Saison ein. So überrascht es, dass die Seebuben auf dem heimischen Frohberg mit dem FC Bassersdorf ihre liebe Mühe bekundeten. Der Start in die Partie gehörte den Hausherren. Mit druckvollem Spiel kreierten sie in der ersten halben Stunde einige Chancen, wovon aber keine genutzt werden konnte. In der 29. Minute dann die Überraschung: Bassersdorf wurde ein Elfmeter zugesprochen, den Francesco Maggio zum 1:0 verwandelte.

Kurz vor der Pause war es Jens Saethre, der für die Stäfner den 1:1-Ausgleich besorgte. Nach etwas mehr als einer Stunde, und bereits vielen Wechseln auf beiden Seiten, erzielte Saethre mit seinem persönlichen Doppelpack das 2:1. Der FCB liess aber weiterhin nicht locker und kam in der 74. Minute durch Angelo Compagnino zum 2:2, welches schlussendlich auch mit dem Endresultat gleichbedeutend war. Nach Siegen von Veltheim, Herrliberg und Glattbrugg lassen nun also die Stäfner wichtige Punkte liegen. Verloren ist im Kampf um den Aufstieg dennoch noch nichts.

So geht's weiter

Die Spiele der 12. Runde im Überblick:

Samstag, 28.03.

FC Wiesendangen - FC Embrach

SC Veltheim - FC Greifensee

FC Phönix Seen - FC Küsnacht

FC Beringen - FC Gossau

FC Herrliberg - FC Bassersdorf

Sonntag, 29.03.

FC Wald - FC Stäfa

FC Brüttisellen-Dietlikon - FC Glattbrugg

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