Betty Böser sagt: "Tuggen ist zu gut, um nicht aufzusteigen"

Der Ausblick auf die Erstliga-Gruppe 3

Los geht's! König Fussball kehrt auch im Amateurfussball auf die Bühne zurück. Und damit ebenso Betty Böser. Unsere Chefköchin und Expertin weiss wie immer Bescheid. Wer steigt auf, wer enttäuscht, wer stürzt ab? Alle Antworten, hier!

Sodeli, die Damen-EM ist vorbei, Vladimir hat leider weiterhin den Napoleon-Komplex, Nancy P. eröffnet im Osten gerade eine neue Baustelle und der FCZ hat, wie erwartet, den CL-Platz der Schweiz bei erster Gelegenheit verschenkt; lächerlich diese Gurkentruppe.

Wichtiger aber, die 1. Liga Classic nimmt dieses Wochenende ihren Spielbetrieb wieder auf. Gottseidank konnte man in der neuen 16er-Liga nun alle Zürcher in einer Gruppe vereinen. Besonders in Höngg, Kosova und bei den Junghüpfern dürfte man froh sein, dass man nicht mehr ins Gaggo nach Bassecourt o.Ä. fahren muss. Dafür stehen jetzt halt leidige Fahrten ans Ende des Tessins an. Aber anyhow; eine geile Gruppe diese Gruppe 3. Viele Derbies, geile Namen. Was auch neu ist: Der Erstplatzierte steigt direkt auf, ohne Aufstiegsspiele. Die Zweitplatzierten aller Gruppen sowie der beste Drittplatzierte spielen untereinander noch einen vierten Aufsteiger aus.

Transferübersicht: 1. Liga, Gruppe 3

Nun denn, auf geht’s zur Prognose, selbstverständlich wie immer ohne Gewähr, jedoch natürlich mit dem Anspruch auf Richtigkeit. Da Kollege Hafetschutter dieses Jahr (noch) keine freie Minute fand, muss ich nun doch tatsächlich mal selber ein bitzeli überlegen; sehr nervig.

Prognose
1. FC Tuggen
2. FC Linth 04
3. FC Paradiso
4. USV Eschen-Mauren
5. Grasshopper Club Zürich II
6. FC Wettswil-Bonstetten
7. FC Winterthur II
8. SV Höngg
9. FC Freienbach
10. FC Kosova
11. FC Lugano II
12. FC Weesen
13. AC Taverne
14. FC Kreuzlingen
15. FC Gossau
16. FC Uzwil

1. FC Tuggen
Auch dieses Jahr wieder: Tuggen wird ganz vorne mitspielen. Den wichtigsten Wechsel hat es auf der Trainerposition gegeben; neu leitet Ivan Previtali die Geschicke beim FC Tulux, assistiert wird er von Vereinslegende Javier Santana.

Nennenswerte resp. gewichtige Abgänge gab es keine, höchstens die beiden Ex-Profis Kim Jaggy und Frank Feltscher sind zu erwähnen, wobei diese beiden nicht (mehr) wirklich viel bewegten in der letzten Rückrunde.

Neu gekommen sind Wandervogel La Rocca aus Thalwil, welcher jetzt seine Batzeli halt in Tuggen abholt, sowie Julio Teixeira von Juve. Aus Höngg hat Previtali Anioke, Nguy und Loue mitgenommen.

Man hatte gute Testspielresultate und der neue Trainer-Wind an der Linthstrasse wird sicherlich auch seinen Teil dazu beitragen, dass die eingespielte Truppe dieses Jahr den direkten Aufstieg schaffen will und wird. Sie ist einfach zu gut, die Tuggner-Truppe, welche grossmehrheitlich noch von Adi Allenspach so zusammengestellt wurde.

Im Vergleich zum Borilovic-Debakel von vor einigen Jahren baut Previtali auf Bewährtem auf und hatte nicht das Gefühl, er müsse Hinzovic und Kunzovic in die Pampa nach Tuggen lotsen. Aufstieg, keine Frage.

2. FC Linth 04
Die Mannen aus dem Zigerschlitz haben eine sehr, sehr durchzogene Saison hinter sich. Die Sympathen aus dem Glaris hatten vollmundig (jedoch nicht zu unrecht, bei den finanziellen Möglichkeiten) vom Aufstieg geredet. Es gab dann aber eine Saison zum Vergessen, jedoch mit klarer Aufwärtstendenz in der Rückrunde.

Mit Pereira da Costa holte man schon im Winter einen hervorragenden Spieler, welcher auch in diesem Jahr wieder seine 15 Tore schiessen wird. Mit Kllokoqi hat man einen erfahrenen Abwehrchef geholt, daneben mit Gutierrez einen Spieler, welcher wie die Faust aufs Auge zu Linth passt (oder soll man eher sagen, mit Kopf auf des Gegenspielers Nase?).

Ganz klar, wenn Trainer Krasniqi seine guten Individualisten zu einem Team formen kann, werden die Jungs von da hinten ganz oben mitspielen. Die Testspielresultate waren etwas durchzogen, Freude hatte man aber vor allem am 6:5 im Rollhockey-Spiel gegen Balzers. Mit Linth wird wieder zu rechnen sein.

3. FC Paradiso
Der äusserst sympathische «Verein» aus dem Tessin, fast gänzlich ohne Juniorenmannschaften, kann getrost als Retortentruppe bezeichnet werden. Was das genau heisst, weiss ich nicht, klingt aber professionell und passt. Haben in den Aufstiegsspielen knapp den Aufstieg verpasst letztes Jahr.

Mit Mafiaboss Kabamba und Russo wird die Abwehr auch dieses Jahr bombensicher stehen. Vorne hat man den Abgang von Genq Krasniqi zu verkraften (welcher, ooooooooh Wunder, nach nur einem halben Jahr bereits wieder irgendwohin wechselt, wo er noch mehr Knete erhält (ist das überhaupt möglich?), nämlich zum tollen FC Rotkreuz).

Habe übrigens kürzlich erfahren, was man einem Deutsch-Schweizer Spieler so bezahlt in Paradiso, wenn dieser dreimal wöchentlich da runter fährt; CHF 4’000-6'000 (monatlich!) plus Fahrtkosten und eine Wohnung! Freunde, … hupt’s eigentlich? Spendet das Geld lieber in die Ukraine oder dem Pfuusbus als hier künstlich das Schnäbeli zu verlängern.

Anyhow; hatten eher durchwachsene Testspielresultate. Die Jungs werden aber parat sein, wenn es los geht und bis zum Schluss wieder ganz oben mitspielen.

4. USV Eschen-Mauren
Im Liechtensteinischen Volksblatt (Warum nicht gleich Reichsnachrichten? Da hinten hat es auch eine grosse Werbung namens «Mohrenbräu» mit entsprechendem Logo.) äussert sich Trainer Troisio dahingehend, dass die Aufstiegsspiele das Ziel seien. Na, dann nehmen wir ihn doch beim Wort und setzen die USVler mal mitten in die Spitze, Platz 4.

Personell gab es einige Wechsel. Gewichtigster Neuzugang ist sicherlich Deniz Mujic, gekommen aus Brühl SG. Auch Simon Lüchinger aus Vaduz dürfte die Qualität des Kaders nicht unbedingt senken. Generell aber eine eingespielte Truppe, welche nach oben schielen darf in der Tabelle.

Zu mehr als Platz 4 wird es wohl aus dem Grund nicht reichen, dass die Konkurrenz individuell noch etwas stärker besetzt ist als die Fürstenländer. Um das hier nochmals gesagt zu haben; nehmt endlich dieses vermaledeite Riesenkreuz neben der Tribüne runter, isch ja nöd zum debiisii.

5. Grasshopper Club Zürich II
Die Jung-Hopper haben im letzten Jahr knapp den Aufstieg verpasst. Auch am grünen Tisch wurden die Chinesen…ääh….Portugiesen…äääh…..Wolverhamptoner…äää…Zürcher nicht berücksichtigt und es wurde St. Gallen und Luzern der Vortritt in Richtung 1. Liga Promotion gegeben. So nehmen die Junghüpfer also dieses Jahr einen neuen Anlauf in Richtung Promotion League, jedoch nun, nach Jahren im Exil, wieder in der Gruppe 3.

Testspiele hat man keine gewonnen, das ist bei einer U21 aber meist auch nicht so aussagekräftig. Die Qualität ist weiterhin genug gross, um auch dieses Jahr oben mitzuspielen. An den ersten vier kommen sie aber nicht vorbei. Isch mer eigentlich au ziemli egal.

6. FC Wettswil-Bonstetten
Der vorbildliche Verein aus dem Säuliamt. In jeglicher Hinsicht top, angefangen bei der Presseabteilung bis hin zu den Junioren und den aktiven Mannschaften. Gehen mit einem neuen Übungsleiter in die Saison 2022/23. Mit Sergio Colacino kam aus Mutschellen einer, welcher wohl gut i’s Umfeld in Bonstetten passen wird.

Den Abgang von Grujicic wird man durch Roman Herger gut ersetzen können, ansonsten bleibt die Truppe grossmehrheitlich beisammen; es war ein eher ruhiges Transferfenster bei Webe. Die Kontinuität der letzten Jahre wird fortgesetzt. Auch dies; vorbildlich. Evtl. könnte der Sportchef von Webe ja mal einen Migros-Klubschule-Kurs geben….man hätte in Thalwil, Dietikon oder Zug sicherlich Interesse? Just sayin’.

Man hat durchwegs gegen tieferklassige Gegner getestet und gewonnen. Das einzige Testspiel gegen einen Erstligisten (SV Onggi, wie sie im Tessin so liebevoll zu sagen pflegen) ging 0:2 verloren. Schwer einzuschätzen, ich mach’s aber trotzdem und zwar auf Platz 6. Werden nicht mehr ganz an die tollen Vorsaisons herankommen, aber einen grundsoliden 6. Platz erreichen, Tendenz eher gegen oben.

7. FC Winterthur II
Auf dieses Jahr wieder, interessieren die mich relativ wenig. Sind auch nicht gerade ein Wunschgegner für die anderen Teams in der Gruppe. Sind wenig attraktiv und daher lassen sie die Wurstverkaufszahlen des jeweiligen Heimteams meist nicht explodieren.

Dazu kommt, dass die Mannschaft unter Trainer Muri Ural enorme Fortschritte gemacht hat und eine grossartige Rückrunde gespielt hat. Dies könnte aber auch damit zu tun gehabt haben, dass man noch auf einen Wild-Card-Platz in Richtung Promo-League geschielt hat. Diesen hat man bekanntlich nicht bekommen.

Die Testspiele können sich durchaus sehen lassen, besonders der Sieg gegen den FC Dieci-Pizza. Die Winthi-Bubis werden dieses Jahr nichts mit dem Abstieg zu tun haben, nach ganz oben fehlt dann aber trotzdem noch einiges. Tendenz eher gegen unten.

8. SV Höngg
Ich wollte nach der Trainerwechsel-Posse im Frühling nicht noch mehr Staub aufwirbeln und in die Tasten hauen. Obschon das angebracht gewesen wäre. Warum? Nicht zwingend aufgrund der Rochade Previtali-Goll. Diese war schon lange abgemacht, jedoch aufgrund des grossen Erfolgs des Teams mit Previtali von einigen Seiten (zurecht?) nochmals in Frage gestellt worden. Hier hat der Verein sich schlicht an Abmachungen und sein eigenes Wort gehalten, durchaus lobenswert, konsequent und irgendwie nachvollziehbar.

Nein, es ging um die Art und Weise und die Begründung, welche bei jedem Trainerwechsel in Höngg wieder neu vorgebracht wird (zu wenig Eigene in der ersten Mannschaft, … vor allem keine Familienmitglieder von sportlichen Entscheidungsträgern... Nun gibt es aber doch wieder diverse externe Neuzugänge… :-) ). Und es geht um Handlungen wie die Anfrage der beiden sportlich Verantwortlichen an Trainer Previtali, ob er nicht vor die Mannschaft stehen und seinen Abgang als freiwillig und aus eigenen Stücken präsentieren könne. Sowas nennt sich, salopp gesagt, Eiersuche.

Auch die frühmorgendliche, pro-aktive Information (vorbildlich) dieses Mediums seitens SVH wurde vom anderen Entscheidungsträger dann wieder als unwahr abgetan, welcher, laut Aussagen von Spielern, hauptsächlich zwecks Übergabe der Schuhgutscheine in der Nähe der Mannschaft sei.

Aber nu, das ist passé, es vertragen sich wieder alle und abgesehen von den Causae Knöpfli und Mouidi hat man im SVH ja sehr oft sehr gute Entscheidungen gefällt. Trainer Goll hat seine alte Rolle wieder und der SVH die Gruppe 3.

Die Mannschaft konnte grossmehrheitlich zusammengehalten werden. Drei Spieler folgten Trainer Previtali nach Tuggen. Der langjährige Leistungsträger aka. Liegestützen-Schweizermeister von Thiesson wird seine Pirouetten zukünftig auf der Seefelder Lengg drehen.

Besonders hervorgehoben werden muss unter den Neuzugängen Mehmet Yigit von Zug 94, welcher eine unglaubliche Substanzsteigerung auf dem Hönggerberg hervorrufe, so Trainer Goll. Das Team rund um die Leistungsträger Forny, Nardo und Rutz (fällt aber wohl leider länger aus aufgrund eines Knorpelschadens im linken Monsterbizeps – ein Ausfall, der Höngg sehr schmerzt) wird auch diese Saison extrem unangenehm zu bespielen sein.

Die Testspiele waren sehr gut, man darf gespannt sein, ob man die superbe Hinrundenleistung von letzter Saison nochmals wird wiederholen können. Solides Mittelfeld, mindestens. Der vorbildliche Club vom Hönggerberg zahlt auch in dieser Erstligasaison keinerlei «Spesen» oder Gehälter (ebensowenig Punkteprämien), wird sich auch weiterhin im Konzert der Grossen halten und für viele Überraschungen gut sein, denn prinzipiell sind sie ja in jedem Spiel Aussenseiter, was den Hönggern aber durchaus liegt. Wichtig ist in Höngg ja prinzipiell eh nur eine Frage; geht die Abschlussreise nach Malle, Valencia oder Tel Aviv?

9. FC Freienbach
Platz 9. Damit wäre auch geklärt, was Luca Straub (FCF) und Dave Rutz (SVH) während ihren vokallosen Gesprächen auf den Dancefloors dieser Stadt immer wieder diskutiert haben; wer ist besser? Höngg wird vor Freienbach sein.

Es wird in meinen Augen generell keine einfache Saison werden. Ausser ebengenannten Hönggern hat wohl kaum jemand eine schlechtere Rückrunde gespielt als Freienbach. Die Aufstiegseuphorie flachte etwas ab und man musste beissen. Ich glaube, das wird sich auch dieses Jahr fortsetzen und die Mannen von Trainer Seeberger schauen auf eine harzige Saison voraus.

Natürlich; die Mannschaft hat weiterhin grosse Klasse, gerade aber die Abgänge von Mäsi Stevic, Davide D’Acunto und Wandervogel Sodano (wo gehe ich hin, wo war ich noch nicht?) werden schwer zu verkraften sein. In der Vorbereitung seien der eine oder andere eher auf Ibiza oder «dune» gewesen, als im Training. Die vielen neuen, mehrheitlich jungen Spieler seien jedoch heiss auf die neue Herausforderung 1. Liga.

Hervorzuheben ist hier besonders Gian Boos; Nomen est omen, wenn aus dem nicht mal was Grosses wird? Generell ist das Team verjüngt worden. Diesem Trend widersetzt sich jedoch einer, wie es die Gallier gegenüber den Römern taten; Nitscho Gavric spielt immer noch 1. Liga beim FCF. Chapeau.

Auf Trainer Seeberger warten zwei grosse Aufgaben: A) wie forme ich ein Team, welches nicht in den Abstiegskampf gezogen wird und B) auf welche Seite lege ich den Haarscheitel? Platz 9, Tendenz eher gegen unten. Um dem obengenannten Wettkampf zwischen Straub und Rutz noch etwas Würze zu verleihen; der Verlierer muss Ende Saison für eine Woche einen Mexikaner-Schnauz wachsen lassen. Deal?

10. FC Kosova
Meine Schätzelis vom FC Kosova. Sind wohl auch glücklich, wieder in der Zürcher-Gruppe zu sein. Eine Institution in der 1. Liga, welche dieser auch unbedingt erhalten bleiben muss. Hatten wie immer einiges an Zu- und Abgängen.

Was auffällt: Es scheint eine Durchmischung stattzufinden. Viele der Neuzugänge haben nicht mehr typische kosovarische Namen sondern heissen Frommelt oder Schiavano. Das hilft sicherlich auch, erblich bedingte Beeinträchtigungen zu verhindern (fragen Sie mal in Einsiedeln nach).

Anyhow; Präsi Limani macht einen guten Job da bei unseren kosovarischen Freunden. Die Testspiele waren etwas durchwachsen, was aber bei Kosova meist so ist, da ein Gros der Spieler halt im Sommer mit dem M3 "abe fahrt" und dann Trainingseinheiten und Testspiele verpasst. Die Jungs werden ihre Punkte holen, jedoch sind die Zeiten, in welchen Kosova ein Spitzenteam war, vorbei. Die harte Realität ist hinteres Mittelfeld, mit dem Abstieg dürften sie aber auf die Dauer nichts zu tun haben.

11. FC Lügan II
Hatte die Jungs eigentlich auf einem Abstiegsplatz, wurde dann jedoch darauf hingewiesen, dass Kollega Hangarter da unten einen formidablen Job zu machen scheint. Macoppi und vor allem Basic werden dem Team Halt geben. Dazu kommen dann auch immer mal wieder Spieler aus der ersten Mannschaft, gerade wenn man die Heimspiele wieder auf den späten Sonntagnachmittag ansetzt, damit die Deutschschweizer Teams auch ganz sicher nicht vor Mitternacht wieder zu Hause sind.

Die Testspielresultate können sich sehen lassen, sind aber bei einer U21 selten aussagekräftig. Ich mag gar nicht mehr gross weiterschreiben über die, das waren immer schreckliche Spiele da unten, schrecklich, weil es nichts zu holen gab (geil aber, weil man auf der Hin- und Rückfahrt 6 Stunden Jassen konnte und auf der Heimfahrt Schnaps trinken). Genau aus diesem Grund werden die Jungs auch zu Hause einige Punkte einfahren, welche sie von den Abstiegsrängen fernhalten werden.

12. FC Weesen
Der Aufsteiger vom Walensee, bei welchem immer wieder Spieler aus aller Herren Länder auftauchen, da es offensichtlich in einer vereinsnahen Fabrik Arbeit gibt, welche man zufälligerweise mit dem Fussball verbinden kann. Modell Tuggen. Trotzdem; man muss den Aufstieg dann zuerst auch noch hinbringen. Das haben sie geschafft.

Auf diese Saison hin hat nun die Legende Mario Langer übernommen. Was für eine Kante; und diese hat der Mann auch, zusätzlich zu den Ecken. Der wird seinen Jungs Beine machen, auch in der 1. Liga. Norelli und Rodrigues werden auch in der 1. Liga ihre Buden machen, vielleicht nicht mehr je 19, aber zweistellig dürfte es auch werden, schliesslich haben sie nun auch noch einen Trainer bekommen, welcher aus seiner Karriere genau weiss, wohin man die Bälle versorgt.

Die eigene Einschätzung in Weesen ist sehr realistisch und man freut sich auf das Abenteuer mit gewissen unsicheren Parametern. Sobald die Aufstiegseuphorie verflogen ist, wird es ein hartes Jahr werden für die Weesener. Jedoch haben sie bis dann hoffentlich schon ein paar Pünktchen, so dass man sich von den hintersten Rängen wird fernhalten können. Ich glaube, das reicht für den Ligaerhalt, es könnte aber bis zum Schluss spannend bleiben.

13. AC Taverne
Die absolut grosse Unbekannte in dieser Gruppe. Haben gerade mal kurz 15 Spieler neu akquiriert. Man weiss nicht so genau, was man da bekommt aus dem Tessin. Das weiss man aber nie; neben den grossen Locarno, Lügan, Chiasso oder Bellenz kommen immer wieder Teams hoch, welche man hier, ennet dem Gotthard, nicht so gut kennt oder einschätzen kann. Siehe auch Paradiso, welche damals dann aber solch bekannte und spektakuläre Spieler geholt haben, dass man wusste, dass die saustark sein würden.

Bei Taverne sieht das etwas anders aus. Die Testspiele waren in etwa so durchwachsen wie die Sympathiewerte von Novax Djokovic. Auch hier; man weiss nicht so genau, was man bekommt mit Taverne. Was man aber weiss; die Tessiner Clubs holen zu Hause immer eine stattliche Anzahl Punkte, so dass das mit dem Ligaerhalt klappen wird. Sicherlich bis zum Ende unten drin, wird aber reichen.

14. FC Kreuzlingen
Die Unaufsteigbaren sind ihren Nimbus losgeworden (auch der Tatsache geschuldet, dass eine Ligaaufstockung stattfand). Hier weiss man im Unterschied zu Taverne ganz genau, was man bekommt. Es gab kaum Abgänge und besonders mit Rama-Bitterfeld (was ist das bitte für ein geiler Name?) und Ismaili zwei starke Neuzugänge. Die Truppe war individuell schon immer stark besetzt, verlor dann aber regelmässig das Ziel gegen schwächere Teams aus den Augen.

Die Testspielresultate waren gut, die Mannschaft scheint ready. Weniger gut sieht es sportplatztechnisch aus. Aufgrund Umbaus muss man auf Platz 2 ausweichen. Wen das interessiert? Wahrscheinlich am ehesten den Fährimah. Oder Wayne. Oder Esther, Waynes Schwester.

Aber zurück zum Thema, habe mich wieder in Wortspielereien verloren. Kreuzlingen ist sicherlich eine Bereicherung für die Liga. Auf und vor allem auch neben dem Platz mit seiner lebendigen Fanszene und nicht zuletzt mit dem brillanten Hafetschutter. Die Whiskey-Kurve wird für die Heimteams willkommene Biereinnahmen generieren und für Stimmung sorgen. Man wird sich sicherlich im Abstiegskampf widerfinden, jedoch dürfte es reichen mit dem Ligaerhalt.

15. FC Gossau
Ach, eigentlich ist der FC Gossau ja ein wunderbarer Verein (abgesehen von den kleinen Wettskandälchen damals). Es ist - oder es wäre - eine Schande, wenn dieser Verein tatsächlich absteigen würde. Nur; mit Sven Lehmann verliert man eine gewichtige Teamstütze. Die Testspielresultate waren soso lala. Die Neuzugänge können sich durchaus sehen lassen.

Jedoch…..zwei müssen absteigen und ich gebe den sicherlich mitgefährdeten Aufsteigern noch deren Aufstiegsbonus, welcher einige Punkte bringen wird. Ich hoffe, ich liege falsch mit Gossau (wie ich auch falsch lag, als ich mir gestern dieses Tattoo auf den Allerwertesten brennen liess (vermaledeiter Alkohol)) als Absteiger,...aber,.ist nun mal so, weil ist so. Einer resp. zwei müssen in den sauren Apfel beissen.

16. FC Uzwil
Der letztjährige Aufsteiger wird dieses Jahr hartes Brot zu essen bekommen. Das zweite Jahr nach dem Aufstieg ist bekanntlich das schwierigste (Katschingggg), was auch Uzwil spüren wird. Mit Lautsprecher Alija beendet der Abwehrchef seine Karriere, ebenso sein Verteidiger-Kollege Studer. Auch der Abgang von Lo Re hinterlässt eine Lücke.

Neo-Trainer Wanner, in der Region Zürich ein bekanntes und geschätztes Gesicht, hat zusammen mit Sportchef Müller eine markante Kaderverjüngung vorgenommen. Nicht mal die Grossätis Knöpfel und Nushi können den Altersschnitt von 25,3 Jahren noch in die Höhe hieven. Aus Brühl kam mit Sejdija ein erfahrener Stammspieler aus der Promo-League. Der Verein ist top aufgestellt, die Webseite ist, ähnlich wie brazzers.com, enorm informativ und gut.

Alles eigentlich Gründe, welche eine Ligazugehörigkeit zur 1. Liga rechtfertigen würden. Aber eben,…zwei müssen halt absteigen…und da tippe ich auf Uzwil und Gossau. Belehrt mich bitte eines Besseren, dann komme ich mal auf eine Wurst vorbei. Oder schaue mal ein Spiel im Stream und esse dabei Wurst.

Disclaimer:

Sämtliche Inhalte der Texte von Betty Böser sind absolut frei erfunden. Teilweise sind es Gerüchte, welche man so gerüchteweise hört. Auf der Strasse. Es sind in diesen Fällen nur Gerüchte, welche von der Autorin weitergegeben werden. Ohne Gewähr. Es entspricht dies selbstverständlich nie der Meinung der Autorin. Sie distanziert sich bereits vorsorglich davon. Die Gerüchte, sollten es denn welche sein, werden immer noch durch eine zweite Stelle versucht zu bestätigen. Sollten sich Vereine oder Spieler etwas ans linke Bein gepinkelt fühlen, oder ans rechte, kann man unter www.ichmöchteeinenspiegelkaufen.ch selbigen kaufen und sich auch einmal vorhalten. Hilft manchmal. Sollte die Autorin Gefühle verletzen, tut ihr dies leid, dies ist nicht Sinn und Zweck der Gerüchteküche. Sinn und Zweck ist es, Gerüchte zu verbreiten und den Leserinnen und Lesern einen Lesespass zu bereiten. Wer sich übermässig exponiert, kriegt mal ein Trittchen ans Schienbein. Mehr nicht, damit muss sie oder er aber rechnen. Kann nie schaden. Daher, bevor irgendwer die StGB-Art. 173-178 bemühen will......take a deeeeeep breath and even more; take it easy.

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Aufrufe: 05.8.2022, 13:00 Uhr
Betty BöserAutor