
Es kehrt keine Ruhe um den 1. FC Düren ein. Nach diversen Berichten über die finanzielle Schieflage des Vereins, könnte der Regionalligist nun sogar die sportliche Reißleine ziehen.
Laut Informationen des RevierSport plane man nach dem kommenden Heimspiel gegen Borussia Mönchengladbach II (29. März, 14 Uhr) die erste Mannschaft vorzeitig vom Spielbetrieb abzumelden.
Dürens spielender Sportchef Adam Matuschyk ruderte dahingehend zwar noch etwas zurück: "Das kann ich so noch nicht bestätigen. Wir haben mit dem Insolvenzverwalter gesprochen und sind einige Szenarien durchgegangen. Zum Beispiel, ob wir mit Arbeitslosengeld weiterspielen würden und trotzdem noch bei der Berufsgenossenschaft versichert wären", sagte er dem Medium, ließ dabei aber auch noch reichlich Spielraum für Interpretation. "Keiner weiß aktuell, wie es weitergeht. Fakt ist, dass wir am Wochenende spielen und dann müssen wir schauen, wie es ab dem 1. April weitergeht."
So viel ist klar: Nach dem vorzeitigen Aus vom damaligen Schlusslicht Türkspor Dortmund, würde der zweite Rückzug - und zwar von einem Mittelfeldteam der Regionalliga - für einen noch größeren Aufschrei der Konkurrenz sorgen (>>> so reagierten die Trainer auf das Aus von Türkspor Dortmund). Immerhin würde das vorzeitige Ausscheiden der Dürener nach aktuellem Stand keinen wesentlichen Einfluss auf den Aufstiegskampf haben. Wie wir bereits vor der Länderspielpause berichteten, würde der KFC Uerdingen besonders davon profitieren, wenn alle Spiele des FCD rückwirkend annulliert werden.
Dazu darf man nun auch die Zweitvertretung von Borussia Mönchengladbach in ihrer Matchvorbereitung keinesfalls beneiden. Sollten sich die Information nämlich bewahrheiten, wäre die Auswärtsfahrt am kommenden Woche an sportlicher Absurdität und Ressourcenverschwendung kaum zu überbieten.