2024-05-22T11:15:19.621Z

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Präsident Manfred Schwabl will die SpVgg Unterhaching nachhaltig im Profi-Fußball etablieren.
Präsident Manfred Schwabl will die SpVgg Unterhaching nachhaltig im Profi-Fußball etablieren. – Foto: IMAGO/Ulrich Wagner

Bayern-Kooperation vor Abschluss? Schwabl vermeidet Dementi

Unterhaching will aus den roten Zahlen

Der FC Bayern München und die SpVgg Unterhaching planen offenbar eine enge Zusammenarbeit. Den Vorstädtern winken Millionen. Doch offiziell ist noch nichts.

Unterhaching – Der Traum vom Durchmarsch ist ausgeträumt. Die SpVgg Unterhaching wird vorerst weiter in der 3. Liga spielen. Sportlich betrachtet ist das ein Riesenerfolg, doch die dritthöchste deutsche Spielklasse birgt Risiken – gerade finanziell. In Unterhaching blickt man der Zukunft dennoch positiv entgegen. „Es sieht danach aus, als ob unser Kurs aufgeht und wir ab der Saison 2024/25 auch in der dritten Liga schwarze Zahlen schreiben“, sagte Präsident Manfred Schwabl auf der jährlichen Aktionärsversammlung. Hatte Schwabl da bereits die Kooperation mit dem FC Bayern im Kopf?

Zusätzliches Standbein durch den FC Bayern? Unterhaching winken Millionen

In der 3. Liga müssen die Vereine finanziell kreativ sein. Im zurückliegenden Saisonreport gaben zehn Vereine ein negatives Eigenkapital an und auch in Haching schwimmt man nicht im Geld. Der Verlust in der Regionalliga-Saison betrug über 6 Millionen Euro. Das legte Schwabl auf der Aktionärsversammlung offen. Durch die Verkäufe hauseigener Talente wie Konstantin Heide, Aaron Keller oder Maurice Krattenmacher könnten die Verluste zum Teil refinanziert werden.

Zudem spekuliert der Haching-Boss auf eine Erhöhung des Fördertopfs, wenngleich der DFB diesen jüngst verkleinerte – sehr zum Ärger von Schwabl, der seit Jahren mehr Geld für die Talentförderung fordert.

Schwabl will sich erst nach Unterschrift zur Kooperation mit dem FC Bayern äußern

Die Zusammenarbeit mit dem Branchenprimus könnte den Vorstädtern als weiteres finanzielles Standbein dienen. Wie berichtet, soll der FC Bayern künftig jedes Jahr eine einstellige Millionensumme nach Unterhaching überweisen. Im Gegenzug sollen Campus-Talente in der Vorstadt hochklassige Spielpraxis sammeln, und der Rekordmeister ein Vorkaufsrecht auf talentierte Hachinger Spieler erhalten.

Schwabl verzichtete vor den Aktionären auf ein Dementi bezüglich der Kooperation, schloss aber aus, dass die SpVgg Unterhaching Anteile an den Rekordmeister verkauft. „Erst wenn etwas unterschrieben ist, werde ich mich dazu äußern“, sagte der ehemalige Bayern-Spieler auf SZ-Nachfrage. Den gleichen Ton schlug kürzlich bereits FCB-Sportchef Christoph Freund an: „Es gibt aktuell noch nichts zu sagen, ob es da eine Kooperation geben wird. Schauen wir mal.“ (btfm)

Aufrufe: 023.4.2024, 15:06 Uhr
Boris ManzAutor