
Die Meldung sorgte vergangene Woche für Aufsehen in Fußball-Bayern: Lars Bender wird seinen Vertrag beim SV Wacker Burghausen nicht verlängern und sich nach der laufenden Saison verabschieden. So war das eigentlich nicht geplant...
Rückblick: Vor gut einem Jahr im Januar 2025 präsentierte der SV Wacker auf einer eigens anberaumten Pressekonferenz, was auch nicht alltäglich ist für einen Regionalligisten, stolz sein neues, starkes Duo: Lars Bender übernahm den Cheftrainerposten, Wolfgang Schellenberg sollte als Sportlicher Leiter im Hintergrund die Fäden ziehen. Mit der Verpflichtung der beiden Profis wurde auch ein Signal ausgesandt: In Burghausen soll es Schritt für Schritt wieder Richtung professioneller Fußball gehen. Beide sollten langfristig den SV Wacker auf Erfolgskurs trimmen.
Daraus wurde bzw. wird nun nichts werden: Wolfgang Schellenberg verabschiedete sich bekanntlich nach wenigen Monaten schon wieder, nun geht auch Lars Bender früher als erhofft. "Das kommt schon ein stückweit überraschend für uns. Wir hatten schon gehofft, Lars davon zu überzeugen, auch in der nächsten Saison unser Trainer zu sein", räumt Andreas Huber, Geschäftsführer der Wacker Burghausen Fußball GmbH, ein.

Der Abgang Benders wirft zwangsläufig grundsätzliche Fragen an der Salzach auf. Wie geht`s nun weiter bei Wacker? "An unserer grundsätzlichen Ausrichtung ändert sich nichts. Wir wollen bis spätestens 2030, wenn wir 100-jähriges Jubiläum feiern, zurück im Profifußball sein. Grundvoraussetzung dafür ist, dass wir gut wirtschaften", betont Huber, der sich in der Trainerfrage noch aus einem guten Grund sehr bedeckt hält: "Nachdem Karl-Heinz Fenk zum Jahresende seinen Posten abgegeben hat, sind wir aktuell zudem auf der Suche nach einem neuen Sportlichen Leiter, der mit involviert sein wird in die Trainersuche. Wenn es dahingehend etwas Neues gibt, werden wir an die Öffentlichkeit gehen."