
Das war ein kurzes Engagement: Wolfgang Schellenberg, erst in der Winterpause als neuer Spordirektor beim SV Wacker Burghausen vorgestellt, hat seinen Posten schon wieder zur Verfügung gestellt. Neben der sportlichen Misere ein weiterer herber Rückschlag an der Salzach.
Wahrscheinlich nicht nur für die Wacker-Fans kommt der Rückzug des 53-Jährigen aus heiterem Himmel. Der Verein hat am frühen Dienstagnachmittag eine Pressemitteilung verschickt, um ein wenig Licht ins Dunkel zu bringen: "Wolfgang Schellenberg ist vor einigen Tagen auf den Verein zu gekommen mit der Bitte die Position des Sportdirektors zu übergeben, da es aus persönlichen Gründen für ihn derzeit nicht möglich ist, den hierfür zeitlichen Aufwand in Vollzeit einzubringen. Um einen lückenlosen Übergang zu schaffen, wurde deshalb in Zusammenarbeit mit Wolfgang Schellenberg mit Niklas Hörber die Position eines Kaderplaners und Chefscout besetzt."
Wolfgang Schellenberg selbst meldet sich in der Mitteilung ebenfalls zu Wort: "Aktuell ist es für mich aus persönlichen Gründen leider nicht möglich in Vollzeit als Sportdirektor zu arbeiten, was Voraussetzung ist zur Umsetzung der ambitionierten Ziele des Vereins. Aus diesem Grund habe ich den Verein gebeten meine Position an ein kompetentes Führungsteam zu übergeben. Ich wünsche den Verein für die zukünftige Ausrichtung alles Gute und dass die gesetzten Ziele bis spätestens 2030 erreicht werden." Offene Fragen bleiben aber dennoch. Auf FuPa-Nachfrage wollte sich der SV Wacker nicht weiter äußern. "Auf die näheren Gründe werden wir nicht eingehen, die sollen persönlich bleiben", erklärt Geschäftsführer Andreas Huber.
Abschließend erklärt der Verein: "Der SV Wacker Burghausen bedankt sich für die intensive, wenn auch kurze, gemeinsame Zeit, in der bereits erste Weichen für eine erfolgreiche sportliche Zukunft gestellt wurden und wünscht Wolfgang alles Gute für die Zukunft."
Nichtsdestotrotz ist der Abgang Schellenbergs nach nur wenigen Wochen ein herber Rückschlag auf dem propagierten Weg Richtung 3. Liga. Schellenberg hätte mit seiner ausgezeichneten Expertise zusammen mit Lars Bender eine neue Ära an der Salzach einläuten sollen. Diese ist nun schneller wieder beendet, als allen lieb sein kann...