– Foto: Marcel Bube

Aus im Pokal und Bangen um den Torjäger

Der Pflichtspielstart für den SV Borsch ging in die Hose. Das ambitionierte Team aus der Landesklasse 3 unterlag der SG Walschleben in der Quali-Runde des Thüringenpokals mit 1:2.

Als wäre das nicht schon ärgerlich genug, nahmen die Westthüringer auch noch eine vermutlich schwere Verletzung aus Elxleben mit.

Aber zuerst mal die guten Nachrichten: Zum Vorbereitungsstart übernahm Coach Andreas Mannel das Ruder beim SV Borsch und löste damit Andreas Herzberg ab, der eine Ära im Verein prägte. Die bisherige Vorbereitung bewertet der neue Trainer positiv, wie er im FuPa-Gespräch erzählt. „Es macht großen Spaß mit der Mannschaft zu arbeiten“, sagt er und feilt nun mit dem Team daran, dass sich die Abläufe einspielen. Denn neben einigen Neuzugängen, die es zu integrieren gilt, haben sich auch erfahrene Spieler in den Stand-by-Modus zurückgezogen. "Einige arrivierte Spieler wollen jetzt Platz machen. Es ist also ein Umbruch. Dabei ist auch klar, dass noch nicht alles direkt klappen kann. Die Neuzugänge bringen gute Anlagen mit aber es bedarf eben auch noch etwas Anlaufzeit, bis man sich an Tempo und Intensität gewöhnt hat. Diese Zeit bekommen alle“, sagt der 40-Jährige Coach.

Torjäger verletzt

Das Pflichtspiel-Debüt von Andreas Mannel am vergangenen Wochenende war nicht von Erfolg gekrönt. Seine Mannschaft unterlag der SG Walschleben mit 1:2 und muss sich damit direkt aus dem Landespokal verabschieden. Die Gastgeber stellten Borsch gleich mal vor eine ordentliche Aufgabe, waren defensiv eingestellt und wurden mit dem Einzug in die erste Runde belohnt. „Der Gegner spielte sehr aggressiv und intensiv. Sie haben tief verteidigt und das auf einem eher kleinen Platz. So gab es kaum Räume sie zu bespielen. Da sollten wir aber trotzdem die Ruhe bewahren und werden den Jungs in Zukunft noch mehr Lösungen an die Hand geben, um es in solchen Situationen besser zu machen“, so Mannel, dessen Team möglicherweise noch eine viel bitterere Pille schlucken musste, als die Niederlage selbst. Torjäger René Melzer verletzte sich bei einem Zusammenprall mit dem gegnerischen Keeper am Knie. Die MRT-Untersuchung soll am Ende dieser Woche stattfinden aber was die Schwere der Verletzung angeht, kann man zum aktuellen Zeitpunkt wohl nichts ausschließen. „Es schmerzt doppelt, weil sich René Melzer an diesem Tag verletzt hat. Das hat bei den Spielern auch für einen Schock gesorgt. Das hat die Jungs getroffen“, sagt Andreas Mannel, der hofft, dass sein Torjäger doch noch mit einem „blauen Auge“ davonkommt.

Test statt Pokal

Wäre dem SV Borsch am vergangenen Samstag ein Sieg gelungen, stünde am kommenden Wochenende das Pokalspiel in Mühlhausen an. Das findet nun allerdings ohne die Kicker aus Borsch statt, sodass der Coach weitere Testspiele ins Programm aufgenommen hat. Am Freitag geht es nun im Testkick gegen den SV Wernshausen aus der Kreisoberliga Rhön-Rennsteig und noch am selben Wochenende spielt die Mannschaft gegen die U19 des FC Rot-Weiß Erfurt. Mannel hat gute Drähte zu RWE, so ist dieses Spiel „auf dem kurzen Weg entstanden“, sagt er und will die beiden Matches noch akribisch zur Vorbereitung auf die neue Saison nutzen. „Jetzt liegt der Fokus auf der Meisterschaft und wir nehmen die Situation an wie sie ist. Für uns ist es die Möglichkeit weiter an Automatismen zu arbeiten.“

Besagte Automatismen könnten beim Ligastart gegen Waltershausen dann auch durchaus eine entscheidende Rolle spielen. Die Waltershäuser haben sich nämlich zuletzt in starker Frühform präsentiert. Aber bis dahin wird Andreas Mannel die Zeit nutzen um weiter intensiv mit seinem Spielern zu trainieren. Dafür gibt’s bis zum Rundenstart drei Einheiten in der Woche.

Neuzugänge des SV Borsch: Trainer Andreas Mannel, Adrian Glotzbach, (Bremen/Rhön) Roberto Trabert (Kaltennordheim), Sandro Trabert (Kali Unterbreizbach) und Christoph Neidhardt (SG Ehrenberg). Außerdem sind gleich mehrer Spieler aus den A-Junioren in die Männermannschaft gerückt.

Aufrufe: 04.8.2022, 14:00 Uhr
Felix BöhmAutor