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Auch Klopp macht sich dafür stark: Neue U21-Liga soll ab Sommer kommen

Zusätzliches Angebot für Profiklubs +++ Auf die Regionalligen bzw. die 3. Liga soll das aber keine Auswirkungen haben

von Mathias Willmerdinger · 27.01.2026, 16:45 Uhr · 0 Leser
Jürgen Klopp gehört einer Expertengruppe der DFL an, die eine neue Nachwuchsliga an den Start bringen wollen.
Jürgen Klopp gehört einer Expertengruppe der DFL an, die eine neue Nachwuchsliga an den Start bringen wollen. – Foto: Imago Images

Fußball-Deutschland diskutiert gerade emsig darüber, wie eine neue Aufstiegsregelung in die 3. Liga aussehen könnte. Die Initiative "Meister müssen aufsteigen" macht bei dem Thema Druck. Es läuft darauf hinaus, dass an der Schnittstelle vom Amateur- zum Profifußball aus aktuell fünf Regionalliga-Staffeln vier werden (FuPa berichtete!). Noch ist aber nichts konkret. Jetzt sorgt in diesem Zusammenhang eine neue Idee für Aufsehen: Wie die "Sport Bild" berichtet, plant die DFL schon ab der kommenden Saison 2026/27 die Einführung einer neuen U21-Liga.

Das Ziel dabei ist: Die Talentförderung in Deutschland soll wieder forciert und optimiert, der Abstand zu den Topnationen wie Spanien, England oder Frankreich wieder verkleinert werden. Und dazu soll eine neue Nachwuchsliga, wo die Profis unter sich sind, ihren Beitrag dazu leisten. Maßgeblich beteiligt an der Ausarbeitung war eine DFL-Expertengruppe, der auch Starcoach Jürgen Klopp angehört. Auf der DFL-Mitgliederversammlung am 3. März sollen die 36 Erst- und Zweitligisten über eine Spielordnung abstimmen.

Ganz wesentlich dabei: Die Teilnahme an der U21-Liga soll freiwillig sein! Bis Mitte Juni sollen die Vereine sich entscheiden, ob sie mitmachen oder nicht. Zudem soll die neu ins Leben gerufene U21-Liga ein zusätzlicher Wettbewerb sein. Die Intention dahinter ist nicht, die Profireserven aus der 3. Liga oder den Regionalligen abzuziehen. Heißt: Die Profireserven bleiben in ihren Ligen und sollen zusätzlich die Möglichkeit bekommen, an einem weiteren Wettbewerb teilnehmen zu können.

Dass Nachwuchsteams von Profivereinen in den Regionalligen oder gar in der 3. Liga mitwirken, sorgt immer wieder für hitzige Diskussionen. Zu unterschiedlich seien die Philosophien bzw. Voraussetzungen, unter denen die Teams an den Start gehen. Die zweite Mannschaft eines Bundesligisten oder Zweitligisten bewegt sich in einem ganz andere finanzielle Rahmen als beispielsweise ein Traditionsverein in der Regionalliga, der sich abstrampeln muss, um zu überleben. Und ob nun Profireserven die Attraktivität einer Liga erhöhen, darüber darf auch diskutiert werden. Ein Beispiel: Der VfB Stuttgart II und die TSG Hoffenheim II belegen im Zuschauerranking der 3. Liga deutlich die beiden letzten Plätze und dürfen im Schnitt nur gut über 1.000 Zuschauer zu den Heimspielen begrüßen.