
Wenn es gegen die Rivalen aus dem eigenen Bundesland geht, ist der TSV 1860 zur Stelle. Jedoch: Alleine mit Derbyerfolgen ist noch keine Mannschaft aufgestiegen...
„Ich tippe auf ein 2:1 für Sechzig, in den Derbys haben die Löwen in letzter Zeit eigentlich immer abgeliefert“, sagt Necat Aygün, der in seiner aktiven Karriere für beide Klubs spielte und seit einem Jahr als Technischer Direktor Sport beim klassenhöheren Karlsruher SC arbeitet.
Löwen-Trainer Michael Köllner dürfte bei Fragen nach der Konstellation in der Zoom-Pressekonferenz am Donnerstag kaum ausführlicher antworten, als er es bereits am vergangenen Samstag nach dem 1:2 in Saarbrücken tat: „Enttäuschung ja, Verzweiflung nein“, schließlich seien bis Saisonschluss noch 42 Punkte zu vergeben.
Zu vergeben hat am Freitag auch Köllner was. Nach der Gelb-Roten Karte für Stephan Salger und der fünften Gelben für Marius Willsch müssen zwei Stammplätze neu besetzt werden. Für Salger wird aller Wahrscheinlichkeit nach Semi Belkahia in die Abwehrzentrale rücken, als Rechtsverteidiger-Ersatz bietet sich der flexibel einsetzbare Daniel Wein an. Für ihn könnte Dennis Dressel auf die Sechs rücken, wahlweise auch der zuletzt schwächelnde Richard Neudecker, was eine Chance für Youngster Lorenz Knöferl eröffnen würde. Den 17-Jährigen halten nicht wenige Experten für das größte blaue Offensivtalent seit Jahren. Und: Mit dem ehemaligen U 16-Nationalspieler im Kader haben die Löwen noch kein Spiel verloren. Ein gutes Omen für Freitag?
Unterdessen gibt es erfreuliche Nachrichten für Löwen-Fans ohne MagentaSport-Abo: Das Bayerische Fernsehen wird die beiden Spiele der Blauen beim MSV Duisburg (Samstag, 6. März, 14 Uhr) und eine Woche drauf beim Halleschen FC (13. März, 14 Uhr) live übertragen.