2024-05-28T12:27:18.299Z

Allgemeines

Hospitation bei der "TSG achtzehn99 Akademie"

Eine Woche durfte der U19-Chef-Trainer des TSV Meerbusch, Marcel Winkens, bei der "TSG achtzehn99 Akademie" in Hoffenheim hineinschnuppern

Eine Woche durfte Meerbuschs U19-Chef-Trainer Marcel Winkens bei der "TSG achtzehn99 Akademie“ der TSG 1899 Hoffenheim hineinschnuppern. Elf Hospitanten, davon acht Trainer und drei Athletiktrainer, waren aus unzähligen Bewerbern aus ganz Deutschland ausgewählt worden. Eines war Winkens direkt klar, nämlich warum die „achtzehn99 Akademie“ zu den besten Nachwuchsleistungszentren Deutschlands gehört.

"Dominik Drobisch (Leiter Akademie), Dirk Mack (Direktor Nachwuchs) und Noelle Schweizer (Administration Akademie) haben uns durch die Woche geführt, waren stets greifbar und für einen Austausch zu haben", berichtet Marcel Winkens. "Das habe ich ehrlich gesagt nicht erwartet, die Betreuung und der offene Kommunikationsaustausch waren bemerkenswert.“ erklärt Winkens weiter.

Die Hoffenheim-Mentalität bestehend aus Fußball – Persönlichkeit – Schule, gegliedert in Motivation, Echtheit, Widerstandsfähigkeit und Teamfähigkeit, ist mit Betreten des jeweiligen Zentrums gleich zu fühlen.Gerade die Echtheit ist bei jedem Mitarbeiter zu spüren. Ein Satz blieb Winkens dabei besonders und vor allem glaubhaft hängen: "Man freut sich für andere."

Die Trainer und alle, die intensiv damit beschäftigt sind, dass die Talente sich wohl fühlen und sich bestmöglich entwickeln können, können dies mit einer entsprechenden Freiheit verwirklichen, und das führt in Winkens' Augen mit zu diesen herausragenden Leistungen.

Den Hospitanten wurde in dieser Woche der strukturell aufgebaute TSG-Weg dargestellt, die Hoffenheim-Mentalität spürbar gemacht, sowie die Inhalte der angestellten TSG-Mitarbeiter wurde in vielen intensiven Austauschgesprächen vermittelt.

Die "TSG achtzehn99 Akademie“ ist auf vier verschiedene Standorte in einem Radius von weniger als 8 Kilometern aufgeteilt.

Profis & U23 in Zuzenhausen

  • Trainings-Geschäftszentrum
  • Footbonaut

U17/U19 in Sinsheim

  • Leistungszentrum + Internat

U14-U16 in Zuzenhausen

  • Akademie-Arena

U12/U13 + Kinderperspektivteam in Zuzenhausen

  • Grundlagenzentrum

"Natürlich gibt es Vor- und Nachteile, wenn man an verschiedenen Standorten tätig ist. Ich persönlich finde aber, dass die Vorteile überwiegen. Über die heutigen Kommunikationskanäle verliert man wenig bis keine Zeit, jeder Bereich ist spezialisiert aufgestellt und kann in Ruhe akribisch mit dem jeweiligen Stab arbeiten und sich austauschen.“ erzählt Winkens sichtlich überzeugt.

Mit diesen Trainern haben die Hospitanten intensive Gespräche geführt:

  • U19 Trainer Marcel Rapp
  • U17 Trainer Pellegrino Matarazzo
  • U16 Trainer Danny Galm
  • U15 Trainer Wolfgang Heller
  • U13 Trainer Paul Tolasz

Weiteren Austausch gab es mit diesen Trainern, bzw. Offiziellen:

  • Athletiktrainer Stefan Kießling
  • Individualtrainer Philipp Dahm
  • Sportpsychologin Katharina Söhnlein
  • Videoanalyst Matthias Güldner
  • Diverse Mitarbeiter zu Footbonaut / Helix & Internat

Man kann sofort erkennen, welch fachliche Betreuung den Spielern zur Verfügung gestellt wird. Die Cheftrainer von U12-U19 und der Co-Trainer der U19 sind hauptamtlich eingestellt. Es ist sicherlich nur eine Frage der Zeit, bis auch die Co-Trainer, die Videoanalysten und weitere Posten pro Team ebenfalls hauptamtlich eingestellt werden. Zusätzlich stehen auch noch etliche Lehrer zur Verfügung, sodass den schulischen Verpflichtungen stets nachgekommen werden kann. Zwei Internate und zahlreiche Gastfamilien kümmern sich ebenfalls bestens um die achtzehn99-Spieler.

Natürlich konnte Winkens Einiges für den TSV, seine Mannschaft und sein Trainerteam mitnehmen. Und das ist so einfach wie banal, jedoch unumgänglich, will man erfolgreich arbeiten.

"Es ist wichtig, dass ein Trainer ein Trainer, ein Co-Trainer, ein Athletiktrainer ein Athletiktrainer sein kann. Es ist nicht einfach, gutes Personal zu finden, und auch mit Sicherheit eine Kostenfrage, um einen Verein im Amateurbereich so breit wie möglich aufzustellen, aber nur so kann aus jedem Mitarbeiter das Optimum herausgeholt und die Spieler bestens ausgebildet werden. Das ist für mich das Entscheidende, dass sich jeder voll auf sein Fachgebiet konzentrieren kann.“ erklärt Winkens.

Weitere Ideen und Visionen die der oberste Juniorentrainer des TSV mitgebracht hat:

  • Die Videoanalyse auf Einzelanalyse per TSV-App erweitern (Zugriff nur für den Spieler und nicht weiterleitbar)
  • Eigene Spielphilosophie oder Spielvorbereitung auf den Gegner in Wiederholungsform in der Kabine auf einem TV laufen lassen
  • Vier Standorte bei der TSG – zwei Standorte beim TSV. Soll bedeuten, man ist dennoch ein Verein, jeder schöpft an dem jeweiligen Standort die besten Möglichkeiten aus.
  • Anregung für Optimierungen rund ums Spiel (Ernährung, Aufwärmphasen und Nachbesprechung)

Winkens erläutert: "Grundsätzlich muss ich aber sagen, sind wir beim TSV schon sehr gut aufgestellt.“ Als Beispiel nennt er das kürzlich fertiggestellte Trainerbüro mit großem Fernseher, Besprechungstisch und Whiteboards auf der Lanker Anlage. Dies nutzen die TSV-Trainer nun für Einzelgespräche, Spielvorbereitungen und weitere wichtige Dinge. Zusätzlich tauscht sich der komplette Stab der U19 und der 1. und 2. Mannschaft in regelmäßigen Abständen intensiv aus, sodass jeder auf dem gleichen Stand ist und alle Trainer bestimmte Themen, z.B. Spielphilosophie, Trainingssteuerung, etc., als Eigenreflexion nutzen.

"Es handelt sich wirklich nur noch um Kleinigkeiten die wir rund um das Team, bezogen auf meine U19, verbessern können. Alles Weitere wäre dann schon NLZ-Niveau, z.B. eigener Videoanalyst, Individualtrainer, usw. Aber wir haben ja noch was vor beim TSV", beendet Winkens augenzwinkernd das Gespräch.

Aufrufe: 04.12.2018, 11:09 Uhr
Daniel PetersAutor