
Wer auf diesen Wechsel gewettet hat, darf sich wohl über einen Geldsegen am Montagnachmittag freuen, denn Anton Heinz wechselt von Alemannia Aachen nicht etwa zu einem anderen Klub in die 3. Liga oder zum 1. FC Bocholt, der abschlussstarke Torjäger wechselt in die U23 des FC Bayern München.
Mit 20 Toren und elf Vorlagen schoss Heinz 2023/24 Alemannia Aachen zur Meisterschaft in der Regionalliga West und damit verbunden zum Aufstieg in die 3. Liga. Auch eine Liga höher blieb er der Top-Scorer der Alemannia, die erst vor wenigen Wochen die Trennung vom Publikumsliebling bekanntgab.
Spekuliert wurde über einen Wechsel zu einem anderen Drittligisten, auch der 1. FC Bocholt stand hoch im Kurs. Zuletzt meinte FCB-Teamchef Christopher Schorch im Bocholter Borkener Volksblatt allerdings: "Das ist alles Quatsch. Bevor ein Spieler wie Heinz in die Regionalliga geht, hat er noch genug andere Angebote aus der Dritten Liga." In den vergangenen Tagen wurde es zunächst ruhig um Heinz, jetzt wechselt der gebürtige Gütersloher zum deutschen Rekordmeister, um die U23 zu verstärken.
„Von Außen betrachtet, mag es erstmal wie ein Rückschritt klingen, wieder in eine tiefere Liga zu wechseln. Für mich hat der Verein aber eine sehr hohe Bedeutung. Außerdem habe ich große Lust auf diese Aufgabe und kann mich sehr gut damit identifizieren. Auch die Gespräche mit allen Verantwortlichen waren durchweg positiv“, teilt Heinz bei seiner Vorstellung mit. Die Bayern Amateure spielen in der Regionalliga Bayern und wurden zuletzt Vierter. 2019/20 feierten sie mit Trainer Sebastian Hoeneß die Meisterschaft in der 3. Liga, danach fiel die Truppe auseinander.
Gianluca Gaudino, zwischen 2004 und 2016 in München aktiv, spielte mit Heinz zuletzt zusammen in Aachen und war ein guter Ratgeber für seinen Wechsel zum FCB: „Er hat mir schon einiges über den Verein erzählt und will mir auch in Zukunft noch die Stadt zeigen. Ich freue mich drauf", verrät Heinz bei seiner Vorstellung. Er wird den Alemannia-Fans wegen seiner starken Leistungen in der Meisterschaftssaison bestens in Erinnerung bleiben - und vielleicht sehen sich die beiden Klubs im kommenden Jahr in der 3. Liga wieder.