2024-03-01T12:31:23.136Z

Ligavorschau
Kann die SV Grafenwöhr II (in Gelb-Schwarz) durch einen Sieg im Kellerduell gegen den FC Kaltenbrunn den Abstand zu den Direktabstiegsplätzen vergrößern?
Kann die SV Grafenwöhr II (in Gelb-Schwarz) durch einen Sieg im Kellerduell gegen den FC Kaltenbrunn den Abstand zu den Direktabstiegsplätzen vergrößern? – Foto: Rainer Rosenau

"Abstiegskampf pur" bei Grafenwöhr gegen Kaltenbrunn

Beide Mannschaften benötigen dringend Zählbares im Kampf ums Dasein in der Liga.

Der Rangzwölfte empfängt den Vierzehnten, mehr Abstiegskampf geht kaum in Runde 18 der Kreisklasse West, wenn der "Träger der Roten Laterne" FC Kaltenbrunn (14./13) in die Garnisonsstadt zur Bezirksligareserve der SV Grafenwöhr (12./15) reist. "Sechs-Punkte-Match" ist da sicherlich die richtige Bezeichnung für dieses Kellerduell, in dem beide Seiten lebenswichtiges Punktegut einfahren wollen und auch müssen.

Schauen wir am offiziell letzten Spieltag des Jahres noch auf die "Oberen": Ligaprimus SC Eschenbach (1./41) ist hoher Favorit gegen den Kreisligaabsteiger VfB Mantel (11./19), der bis in den Tabellenkeller abgerutscht ist und vor einer Riesenaufgabe steht. "Vize" SG DJK Seugast (2./34 - gegen Neusorg) und der Dritte SVSW Kemnath (3./32 - beim Derby in Ebnath) messen sich mit unangenehmen Gegnern, die sicherlich nur mit höchster Konzentration niedergehalten werden können. Bleibt noch Aufsteiger SV Immenreuth (4./30), der ein sportlich sehr erfolgreiches Jahr mit einem Heimsieg gegen Mitaufsteiger SG "Upo" II/Gebenbach II beenden will.

Derbystimmung herrscht noch einmal in Pressath, wo der TSV (9./21) auf den Tabellennachbarn SC Schwarzenbach (10./20) trifft. Die eigenen Gesetze einer solchen Partie lassen des Ausgang schwer vorhersagen, dennoch ist die Berft-Truppe aufgrund des Heimvorteils leicht favorisiert.

Im Überblick die Paarungen des 18. Spieltags in der Kreisklasse West:

Drei Siege in Folge haben die Drechsler-Elf endgültig im ruhigen Fahrwasser des Klassements ankommen lassen. Der Jahresabschluss bietet nun noch einmal ein "Schmankerl", denn mit dem Nachbarrivalen aus Kemnath kreuzt der aktuelle Tabellendritte auf. In dieser schon immer brisanten Auseinandersetzung ist die Motivation für die DJK groß, zudem möchte man seine Heimstärke - nur eine Niederlage zuhause - auf den Platz bringen. Die Gäste haben seit dem 27. August (3:0 in Riglasreuth) auswärts nicht mehr gewonnen und präsentieren sich in der Fremde meist mit einem ganz anderen Gesicht, als zuhause. Will man allerdings im Buhlen um Platz 2 weiterhin kräftig mitmischen, muss in Ebnath der Bock endlich einmal wieder umgestossen werden.

"Ich hoffe, dass wir wettertechnisch dieses Spiel durchziehen können, denn wir haben einen guten Lauf, wir wollen unbedingt spielen, auch weil wir personell gut aufgestellt sind. Zudem gilt es Revanche zu nehmen für das Hinspiel, in dem wir die klar bessere Mannschaft waren, Riesenchancen hatten, Pfosten und Latte trafen, aber dennoch 0:1 verloren. So soll der Dreier dieses Mal in Ebnath bleiben. Schaffen wir das und gewinnen auch noch das Nachholspiel gegen Freihung, könnten wir noch vor der Winterpause in den Kampf um Platz 2 eingreifen. Motivation genug, um nun noch sechs Punkte zu holen", sagt ein entschlossen wirkender DJK-Trainer Oliver Drechsler.

"Das letzte Auswärtsspiel dieses Jahr. Das werden wir mit allem, was wir haben angehen, um es positiv zu gestalten. Auch die längerfristigen Ausfälle sind endlich wieder zurück. Mit Ebnath, das wissen wir aus dem Hinspiel, wartet ein starker Gegner auf uns. Sie haben sich im Laufe der Saison immer weiter gesteigert und so erwarten wir einen Gegner, der uns erneut alles und noch mehr als im Hinspiel abverlangen wird. Gespannt bin ich auf die Platzverhältnisse am Sonntag. Nach den vergangenen Tagen und den Aussichten bis Sonntag gehen wir von einem sehr schwer zu bespielenden Platz aus und werden wir uns auf einen großen Kampf einstellen", so Gästetrainer Marc Hemminger.

Das zweitschlechteste Heimteam prallt auf das schlechteste Auswärtsteam. Was kann man da erwarten? Ganz einfach, Fight um jeden Millimeter des vermutlich tiefen Geläufs, großer Einsatzwille, eben die deutliche Absicht, dieses wichtige Kellerduell für sich zu entscheiden. Zudem steht hüben wie drüben das Kontaktaufnehmen zum gesicherten Mittelfeld auf dem Spiel. Ein fußballerischer Leckerbissen wird wohl nicht zu sehen sein, eher ein unbandiger Kampf ums Überleben in der Liga.

"Ein richtungsweisendes Spiel, das von beiden Seiten nicht verloren werden darf. Sehe Grafenwöhr als Favorit, da ihre erste Mannschaft erst Sonntag spielt und sie qualitativ aufwerten können. Unser bisheriges Auftreten auswärts spricht ebenfalls nicht für uns. Kann allerdings an die sehr gute Leistung in Seugast angeknüpft werden, wäre ein positives Resultat nicht unmöglich", so FCK-Coach Christian Malek.

Aufrufe: 017.11.2023, 13:30 Uhr
Werner SchaupertAutor