
Hängepartie beendet, nun hat der SV Viktoria Aschaffenburg Klarheit: Durch den Klassenerhalt der SpVgg Greuther Fürth in der 2. Liga am gestrigen Dienstagabend in der Relegation wird die U23 des Kleeblatts nicht ans Tabellenende der Regionalliga Bayern gesetzt und muss nicht zwangsabsteigen. Das war nämlich der letzte Strohhalm der Viktoria, denn dann wären die Mainfranken als sportlicher Absteiger doch noch in die Relegation gegen den ASV Cham gerutscht. Doch dieses Szenario ist nun vom Tisch, der SVA hat nun Gewissheit, dass es in der kommenden Saison eine klasse tiefer in der Bayernliga weitergeht.
Wie wirkt sich das prinzipiell auf die Lage am Schönbusch aus? Diese Frage brennt natürlich in erster Linie den Anhängern der Viktoria unter den Nägeln. Das ist auch den Verantwortlichen bewusst und deshalb ging die Vorstandschaft des Vereins nach dem nun endgültig feststehenden Abstieg schnell mit einer Stellungnahme an die Öffentlichkeit. Darin heißt es zunächst: "Wir verharren nicht in Schockstarre, sondern nutzen diesen Moment für einen konsequenten Neustart."
Primär sei es nun oberstes Gebot, auch in der Bayernliga die bereits eingeläutete Restrukturierung fortzusetzen - mit dem aktuellen Trainerteam! Heißt: Felix Luz bleibt auch nach dem Abstieg Cheftrainer, ihm zur Seite stehen weiterhin Daniel Soldevilla und Jürgen Bleistein. Ein Ziel hat die Viktoria auch schon formuliert: Die Rückkehr in die Regionalliga Bayern soll so schnell wie möglich realisiert werden! Ohne schlagkräftigen Kader wird das aber nicht drin sein. Um Kapitän Benjamin Baier, der bekanntlich ein weiteres Jahr dranhängt, soll ein Team zusammengestellt werden, das in der Bayernliga eine gute Rolle spielen kann. "Der Fokus liegt ab sofort darauf, eine schlagkräftige Mannschaft für die Bayernliga aufzubauen. Das neue Team wird auf zwei wesentlichen Säulen basieren: guten, passgenauen Transfers von außen und aufrückenden Talenten aus dem eigenen Nachwuchs", schreibt der SVA in seiner Stellungnahme. Der Fokus soll noch stärker aufs eigene Nachwuchsleistungszentrum (NLZ) gelegt werden. Aus einem Pool an regionalen Talenten soll sich perspektivisch die erste Mannschaft speisen.

Dass es einige Abgänge geben wird nach der sportlichen Zäsur, versteht sich auch von selbst. So verlässt beispielsweise Nino Cassaniti die Viktoria nach eineinhalb Jahren wieder und heuert beim FV Illertissen an. Das hat der FVI bereits öffentlich kommuniziert, bestätigt haben die Aschaffenburger den Transfer offiziell bisher noch nicht, was aber nicht mehr lange auf sich warten lassen dürfte.