Quo vadis Viktoria? Benni Baier trifft Entscheidung mit Signalwirkung
Der 37-jährige Kapitän und Mittelfeldlenker verlängert seinen Vertrag, egal in welcher Liga Aschaffenburg in der kommenden Saison spielt
von PM/mwi · Heute, 08:30 Uhr · 0 Leser
Wird sich auch weiterhin auf dem Platz für die Belange von Viktoria Aschaffenburg einsetzen: Benjamin Baier (links). – Foto: Julien Christ / sportfotografiQuo vadis SV Viktoria Aschaffenburg? Der SVA hat vor dem Saisonfinale in der Regionalliga Bayern - zwei Partien sind noch zu absolvieren - keine Planungssicherheit, was die kommende Saison betrifft. Steigen die Aschaffenburger direkt ab? Gelingt der Sprung in die Relegation, oder ist gar noch der direkte Klassenerhalt drin? Alles noch möglich. Umso wichtiger ist das Zeichen, das Kapitän Benjamin Baier in diesen bewegten Zeiten setzt - nach innen, aber auch als Signal nach außen. Der Mittelfeldlenker, der im Juli 38 Jahre alt wird, hat seinen Vertrag ligaunabhängig um eine weitere Saison bis Juni 2027 verlängert.
"Wir sind sehr froh, dass wir unseren Kapitän und überaus wichtige Identifikationsfigur noch ein weiteres Jahr am Schönbusch halten können. Beni zeigt Woche für Woche, wie immens wichtig er für die Mannschaft ist – auf und neben dem Platz. Er verkörpert alles, was die Viktoria ausmacht und ist ein Viktorianer durch und durch", findet Daniel Soldevilla in seiner Rolle als Sportlicher Leiter nur lobende Worte.
Benjamin Baier (li.) hat seinen Vertrag bis 2027 verlängert. – Foto: Julien Christ / sportfotografie.de
Baier, der aus Aschaffenburg stammende zentrale Mittelfeldspieler, der unter anderem bei Kickers Offenbach, RB Leipzig und Darmstadt 98 unter Vertrag stand, wechselte 2019 von RW Essen an den Schönbusch. Insgesamt stand er seitdem in 204 Pflichtspielen für die Weiß-Blauen auf dem Platz, erzielte 44 Treffer und bereitete 30 Tore vor. Alleine in dieser Spielzeit ist er mit neun Torerfolgen der beste Schütze seines Teams. Doch nicht nur diese Qualitäten - vornehmlich bei Standards und vom Elfmeterpunkt - machen ihn aus - auch seine Mentalität als derjenige, der die Mannschaft führt und in brenzligen Situationen vorangeht, macht ihn unverzichtbar.
"Ich freue mich, dass die Vertragsunterzeichnung nach wirklich guten Gesprächen mit Sportvorstand Felix Magath, unserem Sportlichen Leiter Daniel Soldevilla und Cheftrainer Felix Luz geklappt hat. Mir wurde eine enorme Wertschätzung entgegengebracht, was in meinem fortgeschrittenen Fußballalter nicht selbstverständlich ist. Ich fühle mich fit und wollte deshalb unbedingt weiterspielen. In der aktuell sportlich schwierigen Situation ist es mir wichtig, ein Zeichen zu setzen. Das habe ich getan, in dem ich ligaunabhängig beim SVA bleibe. Das mache ich, weil ich vom eingeschlagenen Weg überzeugt bin und diesen unterstützen möchte, aber auch, weil ich fest davon ausgehe, den Klassenerhalt gemeinsam zu schaffen und in der kommenden Saison wieder in der Regionalliga an den Start zu gehen", erläutert der Routinier ausführlich seine Gründe für die Vertragsverlängerung.