– Foto: Nicole Seidl, Rocco Bartsch

8:10! Torspektakel und Aufholjagd

Bubach-Calmesweiler gibt Spiel aus der Hand

Der 15. Spieltag in der Bezirksliga Ill/Theel hatte es in sich. In sieben Begegnungen sahen die Zuschauer rekordverdächtige 60 Tore. Die meisten Treffer fielen in Bubach-Calmesweiler, wo die Heimelf gegen Obersalbach mit 8:10 den Kürzeren zog.

SV Merchweiler II - SC Eiweiler 5:4 (1:3). In einem spannenden und heißen Fußball-Fight sah der SC Eiweiler nach 48 Spielminuten bereits wie der sichere Sieger aus. Doch wer gedacht hatte, der Treffer von Tim Martin wäre bereits eine Vorentscheidung gewesen, der sah sich getäuscht. Merchweiler erhöhte in der Folge den Druck und kämpfte sich wieder heran. Nico Schuler, Benjamin Rao und Jean-Marc Hemmer sorgten nach 82 Minuten für Riesenjubel unter den Einheimischen Fans. Und es sollte noch besser kommen. Es lief bereits die Nachspielzeit, da gab der Unparteiische Manfred Wagner noch einmal Eckball für die Preußen. Diesen köpfte Benjamin Rao zum vielumjubelten Siegtreffer in die gegnerischen Maschen.

Mario Köbrich, der Trainer der Preußen, nach einem aufregenden Fußballspiel: "Vielleicht hat der Gegner heute den Fehler gemacht, das Ergebnis zu verwalten. Dieser Schuss ging nach hinten los. Großes Lob an meine Mannschaft, die heute bis zum Schluss marschiert ist und nie aufgesteckt hat."

SC Falscheid - VfB Heusweiler 1:6 (0:2). Der Tabellenletzte mühte sich zwar redlich, musste sich am Ende aber dem favorisierten Team aus Heusweiler beugen.

SV Bubach-Calmesweiler - SF Obersalbach 8:10 (5:5). In dieser Partie wurde den Zuschauern alles geboten, was Fußball so mit sich bringen kann. 18 Tore, 5 Zeitstrafen, 1 Rote Karte und gleich mehrere umstrittene Strafstoßentscheidungen. Bis zur 64. Minute lag der Gastgeber in einem aufregenden Spiel noch mit 8:6 in Führung, doch dann kippte Obersalbach das Spiel und siegte am Ende mit 10:8.

SG Marpingen-Urexweiler II - SC Heiligenwald 4:0 (3:0). Ein überragender Christian Dorobek, der gleich dreimal ins Schwarze traf, war Wegbereiter zu einem ungefährdeten 4:0-Heimerfolg der Recktenwald-Elf.

SG Ottweiler-Steinbach II - SV Göttelborn 2:4 (0:2). Christian Planz, der Spielertrainer der SG, gilt in der Fußballszene als fairer Sportsmann. Doch auch er musste nach dem Spiel seinem Frust freien Lauf lassen: "Ich spiele jetzt seit 30 Jahren Fußball. Aber was der Mann in Schwarz heute gepfiffen hat, möchte ich nicht näher kommentieren." Trotzdem konnte seine Elf nicht an die Leistung der letzten beiden Spielen anknüpfen. Nach einem individuellen Abwehrfehler der SG ging Göttelborn bereits in der dritten Minute mit 1:0 in Führung. Und obwohl die Einheimischen in der Folge die besseren Chancen besaßen, stand es zur Halbzeit 0:2. Auch nach dem Seitenwechsel drückte der Unparteiische dem Spiel seinen eigenen Stempel auf. Christian Planz: "Bei allem Unmut über den Schiedsrichter muss ich natürlich meine Elf in die Pflicht nehmen. Heute haben wir über 90 Minuten nicht richtig in die Zweikämpfe gefunden. Auch den Ehrgeiz, ein Spiel zu gewinnen, habe ich schmerzlich vermisst. Schade, denn heute war mehr drin als eine 2:4-Heinmniederlage."

SG Hirzw./Welschb./Stennweiler - SV Wustweiler 4:5 (0:2). Auch in Hirzweiler-Welschbach wurden die Zuschauer Augenzeuge eines tollen Fußballspieles. In Durchgang Eins war der Gast aus Wustweiler die bessere Elf. Die Hausherren versuchten immer wieder mit langen Bällen zum Erfolg zu kommen. Anders das Spiel der SG nach der Pause. Nur zehn Minuten nach dem Seitenwechsel verkürzte Pierre Bischara auf 1:2. Doch immer dann, wenn die Strempel-Elf drauf und dran war den Ausgleich zu erzielen, hatte der SVW die passende Antwort parat. Erst in der Nachspielzeit, als Leon Mechenbier das 4:5 markierte, kam zumindest für kurze Zeit wieder Hochspannung auf. Am Ende aber siegte Wustweiler nach einem tollen Fußballspiel mit 5:4.

SC Wemmetsweiler - SG Dirmingen-Berschweiler 3:4 (3:3). In dieser Partie stand es bereits zur Halbzeit 3:3. Beide Mannschaften spielten von Anfang an mit offenem Visier und offenbarten dabei einige Schwächen in der Abwehr. Dabei erwies sich Dirmingen im ersten Spielabschnitt als die bissigere Mannschaft. Vor allem in der Offensive war der Gast immer wieder gefährlich. Die zweite Halbzeit kommentierte Markus Zewe, der Trainer der Wemmatia so: "Ein unberechtigter Elfer brachte uns ins Hintertreffen. Doch ab diesem Zeitpunkt haben wir nur auf das Tor der Gäste gespielt. Leider blieb an diesem Tag für uns das gegnerische Gehäuse wie zugenagelt. Ein Remis wäre sicherlich verdient gewesen."

Aufrufe: 01.11.2022, 09:31 Uhr
Hans-Joachim PinkAutor