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3. Liga: Remis-Flut an Spieltag eins, MSV stürmt an die Spitze

Auf das 1:1-Remis im Eröffnungsspiel zwischen Rot-Weiss Essen und dem TSV 1860 München folgten am Samstag gleich vier weitere Punkteteilungen. Der MSV Duisburg gewann dank Joker Patrick Sussek seinen Auftakt gegen den VfB Stuttgart II.

von Markus Becker · 02.08.2025, 18:35 Uhr · 0 Leser
Cottbus hätte sich eigentlich den Dreier verdient.
Cottbus hätte sich eigentlich den Dreier verdient. – Foto: Imago Images

Ein kurzweiliges Eröffnungsspiel zwischen Rot-Weiss Essen und dem TSV 1860 München endete in einem 1:1-Remis.

Und auch danach hatte sich der 1. Spieltag in der 3. Liga in die Punkteteilung verguckt. Der FC Ingolstadt und Energie Cottbus gaben jeweils spät eine sicher geglaubte Führung aus der Hand. Beim Aufsteigerduell zwischen der TSG Hoffenheim II und dem TSV Havelse, sowie in der Begegnung vom VfL Osnabrück und Alemannia Aachen gab es jeweils keine Tore zu bestaunen.

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Remis zum Auftakt an der Hafenstraße

RWE jubelte zuerst.
RWE jubelte zuerst. – Foto: Markus Verwimp

Der Blitzstart von José-Enrique Rios Alonso zeigte zwar die offensiven Möglichkeiten der Essener. Die Gäste aus dem Süden des Landes hielten jedoch ausreichend dagegen und schlugen eiskalt in Person von Florian Niederlechner zurück. Insgesamt hätten sich aber wohl RWE einen Sieg etwas mehr verdient.

Rot-Weiss Essen – TSV 1860 München 1:1
Rot-Weiss Essen: Felix Wienand, José-Enrique Rios Alonso, Tobias Kraulich, Michael Schultz, Franci Bouebari (80. Dominik Martinovic), Jannik Hofmann, Tom Moustier, Ahmet Arslan (87. Marvin Obuz), Klaus Gjasula, Kaito Mizuta (66. Torben Müsel), Ramien Safi (80. Lucas Brumme) - Trainer: Uwe Koschinat
TSV 1860 München: Thomas Dähne, Jesper Verlaat, Sean Dulic, Tim Danhof, Manuel Pfeifer (81. Kilian Jakob), Siemen Voet, Thore Jacobsen, Tunay Deniz, Kevin Volland (81. Patrick Hobsch), Florian Niederlechner (90. Maximilian Wolfram), Sigurd Haugen (64. David Philipp) - Trainer: Patrick Glöckner
Schiedsrichter: Felix Weller (Neunkirchen) - Zuschauer: 19300
Tore: 1:0 José-Enrique Rios Alonso (6.), 1:1 Florian Niederlechner (68.)

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Saarbrücker Lucky Punch bringt Cottbus um den Lohn

Cottbus wusste zu Beginn mit erfrischendem Offensivfußball zu überzeugen, was die Saarbrücker Gäste zunächst vor Probleme stellte. Nach einem flach ausgeführten Eckball stand Energie-Leistungsträger Tolcay Cigerci goldrichtig und vollendete zur frühen Führung (14.). Die Lausitzer waren nun am Drücker. Justin Butler verpasste aus kurzer Distanz (17.), stattdessen verbuchte Cigerci nach Vorarbeit von Leon Guwara auch seinen zweiten Treffer des Tages (22.).

Beinahe aus dem Nichts die Antwort der Saarländer. Lasse Wilhelm fand Tim Civeja mit einer Hereingabe, der den Schädel zum Anschlusstreffer hinhielt (26.). Saarbrücken wurde in der Folge stärker, die besseren Chancen verzeichneten aber weiterhin die Hausherren. Cigerci verpasste kurz vor Halbzeitpfiff seinen dritten Treffer (45.+1).

Als in Durchgang zwei Erik Engelhardt mit einem Flachschuss den alten Vorsprung wiederherstellte, deutete alles auf Cottbus, doch infolge eines Handspiels von Jonas Hofmann verkürzte Florian Pick vom Elfmeterpunkt (60.). Beide Seiten zitterten sich gewissermaßen in die Schlussphase, wo Saarbrücken in der tiefen Nachspielzeit noch einmal alles nach vorne schmiss. Schlussmann Elias Bethke versuchte die Kugel aus dem Strafraum zu befördern, stattdessen landete diese vor den Füßen von Pick, der über Tim Capulka das viel umjubelt 3:3 erzielte (90.+6)

FC Energie Cottbus – 1. FC Saarbrücken 3:3
FC Energie Cottbus: Elias Bethke, Tim Campulka, Henry Rorig, Nyamekye Awortwie-Grant, Leon Guwara, Axel Borgmann, Jonas Hofmann (82. Jannis Boziaris), Dominik Pelivan (90. Dennis Duah), Tolcay Cigerci (90. Janis Juckel), Erik Engelhardt (82. Ted Tattermusch), Justin Butler
1. FC Saarbrücken: Phillip Menzel, Sven Sonnenberg, Joel Bichsel, Robin Bormuth (62. Dominic Baumann), Patrick Sontheimer, Elijah Krahn (62. Kasim Rabihic), Lasse Wilhelm, Niko Bretschneider (78. Till Schumacher), Kai Brünker (84. Rodney Elongo-Yombo), Tim Civeja (83. Luca Wollschläger), Florian Pick
Schiedsrichter: Martin Wilke
Tore: 1:0 Tolcay Cigerci (14.), 2:0 Tolcay Cigerci (22.), 2:1 Tim Civeja (26.), 3:1 Erik Engelhardt (57.), 3:2 Florian Pick (60. Handelfmeter), 3:3 Tim Campulka (90.+6 Eigentor)

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Eichinger schockt den FCI

Der FCI hatte zunächst mehr vom Spiel. Zwar sorgte der Jahn für gelegentliche offensive Vorstöße, zwingend wurde es dabei aber nur selten. Aus einem ruhenden Ball belohnten sich die Schanzer für eine beherzte Anfangsphase. Jonas Scholz köpfte einen Freistoß ans Gebälk, Max Besuschkow fiel die Kugel vor die Füße und schloss innerhalb des Strafraums zur Führung ab (35.).

Nach dem Seitenwechsel wurden der SSV wieder etwas stärker. Unter anderem rauschte ein Distanzversuch von Phil Beckhoff knapp neben dem erhofften Ziel (55.), etwas später rettet Jonas Scholz doppelt in aussichtsreicher Position für Regensburg (63.). Es ging in die letzten Züge der Partie und Ingolstadt rückte dem Auftaktsieg immer näher, doch einen Pfeil hatte der Jahn noch im Köcher. Der eingewechselte Fabian Ziegler brachte den Ball ins Zentrum, wo Noel Eichiner erster Kontakt mit der Brust stimmte und auch sein Abschluss fand mustergültig das Tornetz (90.+6). Ein bitterer Einstand des FCI, wenngleich das Remis in Gänze durchaus in Ordnung geht.

FC Ingolstadt 04 – SSV Jahn Regensburg 1:1
FC Ingolstadt 04: Markus Ponath, Marcel Costly (88. Gustav Christensen), Simon Lorenz, Mattis Hoppe (46. Yannick Deichmann), Linus Rosenlöcher, Jonas Scholz, Lukas Fröde, Max Besuschkow (90. Julian Kügel), Yann Sturm (67. Frederik Carlsen), Frederik Christensen (67. Mads Borchers), Dennis Kaygin - Trainer: Sabrina Wittmann
SSV Jahn Regensburg: Felix Gebhardt, Leopold Wurm, Felix Strauss, Nicolas Oliveira, Nick Seidel (83. Fabian Ziegler), Andreas Geipl (83. Philipp Müller), Christian Kühlwetter, Phil Beckhoff (69. Noel Eichinger), Dustin Forkel (60. Dejan Galjen), Lucas Hermes, Sebastian Stolze (69. Robin Ziegele) - Trainer: Michael Wimmer
Schiedsrichter: Christian Ballweg - Zuschauer: 9583
Tore: 1:0 Max Besuschkow (35.), 1:1 Noel Eichinger (90.+6)

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Hoffenheims Druckphase bleibt erfolglos

Hoffenheim verzeichnete anfangs optische Vorteile, Havelse lauerte auf Umschaltmöglichkeiten. Die besseren Chancen gingen dabei zunächst an die Sinsheimer, die in Person von Diren Dagdeviren das erste Mal den Kasten knapp verfehlten (6.). Vorstöße der TSG blieben gefährlich. Ayoube Amaimouni-Echghouyab traf mit seinem Treffer nur den Außenpfosten (20.).

Havelse ließ sich mit zunehmender Spieldauer immer weiter in die eigene Hälfte drängen. Havelse-Schlussmann Tom Opitz musste zunächst gegen Dagdeviren (57.) und darauf im Duell mit Amaimouni-Echghouyab zur Rettung eilen (58.). Hoffenheim verlor mit dem ausbleibenden Torerfolg allmählich den Faden und konnte sich glücklich schätzen, dass Nassim Boujellab aus vielversprechender Position das Spielgerät nicht ordentlich traf (80.). Der Stürmer verpasste kurz vor Ablauf der regulären Spielzeit sogar ein weiteres Mal - diesmal per Kopf (87.). Ein Treffer war der Partie schlussendlich nicht vergönnt, immerhin können die beiden Aufsteiger das Punktekonto vorsichtig aufstocken.

TSG 1899 Hoffenheim II – TSV Havelse 0:0
TSG 1899 Hoffenheim II: Yannick Onohiol, Ruben Reisig, Kelven Frees (78. Yannis Hör), Luca Erlein, Florian Bähr, Valentin Lässig, Diren Dagdeviren, Arian Llugiqi (78. Simon Kalambayi), Paul Hennrich (72. Juan Tiago Esteban Poller), Ayoube Amaimouni-Echghouyab (88. Nader El-Jindaoui), Deniz Zeitler - Trainer: Stefan Kleineheismann
TSV Havelse: Tom Opitz, Dominic Minz, Besfort Kolgeci, Emre Aytun (46. Leon Sommer), Julian Rufidis (86. Jannik Oltrogge), Florian Riedel, Julius Düker, Noah Plume, Nassim Boujellab, Marko Ilic (63. John Xaver Posselt), Robin Müller (90. Leon Svitek) - Trainer: Samir Ferchichi
Schiedsrichter: Leonidas Exuzidis (Castrop-Rauxel)
Tore: keine Tore

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Müdes 0:0 an der Bremer Brücke

Es war zunächst eine recht zähe Angelegenheit, große Gefahr ging in der Anfangsphase eigentlich nur über einen missglückten Rückpass von Danilo Wiebe aus, der damit das eigene Tor nur knapp verfehlte (17.). Osnabrück hatte in der Folge recht deutliche Feldvorteile, doch kaum ernsthafte Torchancen. Nach einem Freistoß kamen jeweils Lars Kehl und Nikky Goguadze der Führung recht nahe (30.), doch ansonsten ließ Aachen recht wenig zu. Kurz vor Halbzeitpfiff verhinderte gar VfL-Keeper Lukas Jonsson nach Abschluss von Matti Wagner die Führung der Gäste (45.+2).

Zwischenzeitlich waren die Aachener zu Wiederbeginn etwas aktiver, doch ohne die finale Konsequenz nach vorne. In der Schlussphase ließen noch Jannik Müller mit einem Kopfball über das Tor (76.) und ebenso Niklas Wiemann (82.) ordentliche Chancen liegen. Insgesamt werden sich die dezimierten Kaiserstädter sicherlich mehr über den Punkt zum Auftakt freuen als der Kontrahent.

VfL Osnabrück – Alemannia Aachen 0:0
VfL Osnabrück: Lukas Jonsson, Niklas Wiemann, Yigit Karademir, Jannik Müller, Bryan Henning, Patrick Kammerbauer, David Kopacz (74. Luc Ihorst), Frederik Christensen (87. Kevin Schumacher), Fridolin Wagner (74. Bjarke Jacobsen), Lars Kehl (87. Kevin Wiethaup), Nikky Goguadze (58. Kai Pröger) - Trainer: Frithjof Hansen - Trainer: Timo Schultz - Trainer: Ferydoon Zandi
Alemannia Aachen: Jan Olschowsky, Sasa Strujic, Felix Meyer, Lamar Yarbrough (86. Faton Ademi), Jeremias Lorch (53. Joel Da Silva Kiala), Matti Wagner (86. Nils Winter), Gianluca Gaudino, Danilo Wiebe, Fabio Torsiello (61. Lukas Scepanik), Kwasi Wriedt, Marc Richter - Trainer: Ilyas Trenz - Trainer: Benedetto Muzzicato
Schiedsrichter: Fabienne Michel - Zuschauer: 15741
Tore: keine Tore

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Verl rettet in Unterzahl einen Punkt

Der ehemalige Mannheimer Berkan Taz sorgte mit einem Distanzschuss für ein frühes Ausrufezeichen. Sein Versuch passte genau neben den Pfosten und ließ Lucien Hawryluk keine Abwehrchance (13.). Verl war in der Folge eigentlich gut in der Partie, doch eine Aktion stellte das bisherige Geschehen plötzlich auf den Kopf. Joshua Eze griff als letzter Mann im Duell mit Felix Lohkemper zur Notbremse (24.). Die Gäste mussten über eine Stunde in Unterzahl verkraften. Und prompt sorgte der SV Waldhof für den nächsten Nackenschlag. Nach Vorarbeit von Nicklas Sechelmann schloss Lohkemper zum Ausgleich ab (33.).

Mannheim hatte im Anschluss natürlich mehr Ballbesitzphasen, doch Verl hatte Taz. Erneut erhielt die Lebensversicherung der Gäste zu viel Platz und nahm sich aus der Distanz ein Herz: Das Spielgerät schlug in den oberen Winkel ein (51.). Die neuerliche Antwort ließ aber auch nicht lange auf sich warten. Nach Flanke von Arianit Ferati schnürte auch Lohkemper seinen Doppelpack. Mannheim konnte trotz numerischen Vorteilen in den verbleibenden Minuten nicht ausreichend Druck ausüben und sich mit dem Punkt zu Beginn begnügen.

SV Waldhof Mannheim – SC Verl 2:2
SV Waldhof Mannheim: Lucien Hawryluk, Malte Karbstein (95. Niklas Hoffmann), Tim Sechelmann, Lukas Klünter (46. Diego Michel), Sascha Voelcke, Julian Rieckmann, Nicklas Shipnoski (73. Adama Diakhaby), Maximilian Thalhammer, Arianit Ferati (97. Samuel Abifade), Kennedy Okpala (73. Emmanuel Iwe), Felix Lohkemper
SC Verl: Philipp Schulze, Niko Kijewski, Oualid Mhamdi, Paul Lehmann (78. Julian Stark), Martin Ens, Berkan Taz, Timur Gayret, Joshua Eze, Dennis Waidner (79. Ethan Kohler), Dominik Steczyk (61. Chilohem Onuoha), Alessio Besio (34. Yari Otto)
Schiedsrichter: Luca Jürgensen
Tore: 0:1 Berkan Taz (13.), 1:1 Felix Lohkemper (33.), 1:2 Berkan Taz (51.), 2:2 Felix Lohkemper (57.)
Rot: Joshua Eze (24./SC Verl/Notbremse)

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MSV springt auf Platz eins

>>> Zum Spielbericht

Der MSV Duisburg fährt als erstes Team der Saison drei Punkte ein. Gegen den VfB Stuttgart brauchte es besonders eine tolle Leistung vom eingewechselten Patrick Sussek für den ersten Achtungserfolg der Zebras.

MSV Duisburg – VfB Stuttgart II 2:1
MSV Duisburg: Maximilian Braune, Tobias Fleckstein, Joshua Bitter (77. Niklas Jessen), Alexander Hahn, Can Coskun, Rasim Bulic, Christian Viet (71. Jakob Bookjans), Jan-Simon Symalla (85. Conor Noß), Steffen Meuer, Tim Heike (71. Thilo Töpken), Dennis Borkowski (46. Patrick Sussek) - Trainer: Dietmar Hirsch
VfB Stuttgart II: Florian Hellstern, Dominik Nothnagel, Maximilian Herwerth, Leny Meyer, Samuele Di Benedetto (63. Julian Lüers), Nicolas Sessa, Christopher Olivier (63. Alexander Groiß), Efe Korkut (64. Eliot Bujupi), Mirza Catovic, Mohamed Sankoh, Abdenego Nankishi (77. Kenny Freßle) - Trainer: Nico Willig
Schiedsrichter: Felix Wagner (Glött) - Zuschauer: 19652
Tore: 1:0 Patrick Sussek (51.), 1:1 Dominik Nothnagel (65.), 2:1 Patrick Sussek (74.)

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Liveticker: FC Erzgebirge Aue - F.C. Hansa Rostock

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Liveticker: Viktoria Köln - 1. FC Schweinfurt

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Liveticker: SV Wehen Wiesbaden - SSV Ulm