2024-02-23T08:22:50.674Z

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Aufgrund des Vorfalls hatte der Zug vom Münchner Ostbahnhof etwa eine Stunde Verspätung. (Symbolbild)
Aufgrund des Vorfalls hatte der Zug vom Münchner Ostbahnhof etwa eine Stunde Verspätung. (Symbolbild) – Foto: IMAGO/Wolfgang Maria Weber

1860-Fan droht Unterhaching-Anhänger (16) mit dem Tod

Täter ist polizeibekannt

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Ein Fan des TSV 1860 hat einem Anhänger der SpVgg Unterhaching im Zug mit dem Tod gedroht. Die Polizei nahm den Aggressor vorläufig fest.

Markt Schwaben – Weil er im Mühldorfer Regionalzug zwei Mitfahrer massiv bedroht und beleidigt hatte, wurde am Bahnhof Markt Schwaben ein 19-jähriger Fußballfan festgenommen. Der Zug konnte erst nach knapp einer Stunde weiterfahren. Ein aggressiver junger Mann war der Grund, weshalb am Samstagnachmittag am Bahnhof Markt Schwaben eine Regionalbahn Richtung Mühldorf erst nach fast einer Stunde Verzögerung weiterfahren konnte.

Fan des TSV 1860 München droht Anhänger der SpVgg Unterhaching im Zug

Wie die Bundespolizei meldet, hatte der 19-Jährige aus Obergiesing während der Fahrt vom Ostbahnhof im Zug einem 16-Jährigen aus Berg am Laim gedroht, ihn totzuschlagen, wenn er nicht sage, welchem Fußballverein er anhänge. Der 19-Jährige gab sich als Fan des TSV 1860 München aus und hatte sich zu dem 16-Jährigen gesetzt, mit den Worten, „dass er nun ein Problem hätte“, wie es im Pressebericht der Bundespolizei heißt. Der junge Mann habe mehrfach verbal mit dem Tode gedroht. Wie sich später herausstellte, ist der 16-jährige Fan der SpVgg Unterhaching.

Als dem Jugendlichen im Zug ein 54-Jähriger aus Mühldorf zu Hilfe kam, drohte der 19-Jährige auch ihm und beleidigte ihn mehrmals. Als eine 22-jährige Zugbegleiterin den Aggressor aufforderte, die Anfeindungen zu unterlassen und das Abteil zu wechseln, folgte der 19-Jährige.

Markt Schwaben: Regionalzug muss wegen Polizeiarbeit länger am Bahnhof bleiben

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In Markt Schwaben stiegen Beamte der Landes- und Bundespolizei, die über die Vorfälle informiert worden waren, ins Zugabteil und nahmen den Aggressor vorläufig fest. Einen Atemalkoholtest verweigerte er.

Durch die Ermittlungen wegen Bedrohung und Beleidigung kam es zu einer fast einstündigen Verzögerung der Weiterfahrt des Regionalzugs, teilt die Bundespolizei mit. Der 19-Jährige sei bereits in der Vergangenheit polizeilich in Erscheinung getreten, unter anderem wegen eines Raubdelikts, Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz sowie wegen Sachbeschädigung. Nach Abschluss aller polizeilichen Maßnahmen wurde der junge Mann wieder freigelassen.

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Aufrufe: 012.2.2024, 12:31 Uhr
Armin RöslAutor