Kramer von Kieler Fans verprügelt
Montag 17.08.15 08:00 Uhr|Autor: SHZ / sru/ssi4.229
Mit genähter Wunde: Christopher Kramer, "Opfer" von Kieler Fans.

Kramer von Kieler Fans verprügelt

VfB-Stürmer erleidet nach Fan-Attacke Platzwunde

Die Meldung passte in eine Woche, in der deutschlandweit rund um den Fußball einige unschöne Dinge im Mittelpunkt standen. Christopher Kramer, Stürmer des Regionalligisten VfB Lübeck, wurde in der vergangenen Woche in Kiel tätlich angegriffen.




Kramer fuhr nach dem Training am Dienstag vergangener Woche wie gewohnt aus Lübeck nach Kiel. Der in Kronshagen wohnende 25-Jährige traf sich in der Landeshauptstadt mit seinem Bruder in einem Billard-Salon, wo er von mehreren Unbekannten überfallen wurde.

,,Mich muss jemand erkannt haben, der dann die Holstein-Fans gerufen hat. Die waren sauer, dass ich im Landespokalfinale gegen Kiel das Siegtor geschossen habe", vermutet Kramer.
Eine Gruppe von acht Personen, die sich angeblich durch Rufe wie ,,Holstein, Holstein" und ,,Verräter" zur Fanszene des Drittligisten bekannt haben soll, sei auf ihn und seinen Bruder losgegangen, prügelte auf das Duo ein und verletzte Kramer.

Der 25-Jährige, der von 2011 bis 2013 bei der KSV Holstein unter Vertrag stand, hatte Glück im Unglück, zog sich lediglich eine Platzwunde am linken Auge zu. Die Polizei wurde gerufen, Kramer im Krankenhaus versorgt. Bis einschließlich Freitag konnte er nicht trainieren, nahm erst am Sonnabend vor dem DFB-Pokalspiel gegen Paderborn an der Abschlusseinheit teil.

Um keine zusätzliche Unruhe vor der Pokalpartie gegen den Zweitligisten aufkommen zu lassen, hatten der VfB und Kramer den Überfall zunächst nicht öffentlich gemacht. Inzwischen hat Kramer Anzeige erstattet, die zuständige Polizei ermittelt. Der VfB wollte zu dem Vorfall keine offizielle Stellungnahme abgeben. Gleiches gilt auch für Holstein Kiel. ,,So lange wir keine belegbaren Aussagen haben, können wir dazu nichts sagen", erklärte Holstein-Medienkoordinator Patrick Nawe.

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