Schwartling verägert: Meißner schaut lieber dem FC Bayern zu
Sonntag 08.03.20 14:19 Uhr|Autor: Starnberger Merkur / Tobias Huber7.719
Zu viele Chancen vergab die TSV-Offensive um Maximilian Ruml.  <em>Stefan Schuhbauer-von Jena</em>

Schwartling verägert: Meißner schaut lieber dem FC Bayern zu

TSV Gilching setzt Auftakt in den Sand
Der TSV Gilching-Argelsried hat den Auftakt nach der Winterpause verpatzt. Gegen den 1. FC Garmisch-Partenkirchen verlor die Elf von Peter Schmid mit 1:2.


Gilching – Fußballabteilungsleiter Stefan Schwartling war mächtig angesäuert. Das lag aber weniger an der bitteren 1:2-Niederlage (0:1) seines TSV Gilching-Argelsried zu Hause gegen den 1. FC Garmisch-Partenkirchen, sondern vor allem an den Begleitumständen. 

Christoph Meißner: Lieber FC Bayern anstatt 1. FC Garmisch-Partenkirchen

Anscheinend ist sich an der Talhofstraße noch nicht jeder der brenzligen Situation im Abstiegskampf der Landesliga Südwest bewusst. So weilte etwa Christoph Meißner beim zeitgleich stattfindenden Bundesliga-Spiel des FC Bayern München. „Wir hatten so eine dünne Personaldecke und hätten ihn dringend gebraucht“, stellte Schwartling klar. Zudem hatte der Abteilungsleiter im Vorfeld beim Landratsamt vergeblich auf eine Spielabsage gedrängt. Schließlich gibt es in den Reihen des TSV einen Coronavirus-Verdachtsfall.

Die sportlichen Geschehnisse verbesserten Schwartlings Laune nicht. Zwar zeigten die stark ersatzgeschwächten Gilchinger über 90 Minuten eine gute Leistung, mussten sich aber abgezockten Garmischern geschlagen geben. Zu allem Überfluss punktete die Abstiegskonkurrenz fleißig. „Ein Punkt hätte uns sehr geholfen“, sagte Schwartling.

Schwartling lobt Engelhardt und Freinecker

Wenn man die 90 Minuten betrachtet, wären sogar drei Zähler möglich und auch verdient gewesen. Denn der TSV verbuchte mehr Chancen und ließ sich auch von einem frühen Rückstand durch Moritz Müller (10.) nicht beeindrucken. „Vor allem die Jungen machen richtig Spaß“, lobte Schwartling die Nachwuchsspieler wie Jonas Engelhardt und Michael Freinecker.

Nach der Pause gelang Florian Huber nach einem langen Ball der Ausgleich (55.). Fortan schien der vierte Sieg im vierten Vergleich mit den Werdenfelsern zum Greifen nahe. Huber und der eingewechselte Yasar Dayik hatten das 2:1 auf dem Fuß. Zudem lenkte FCG-Keeper Stefan Schwinghammer einen Freistoß von Maximilian Hölzl noch um den Pfosten. Die Garmischer konnten sich dagegen auf ihren Torschützen vom Dienst verlassen. Nach einem Einwurf war die TSV-Defensive nicht im Bilde. Der Ball kam scharf in die Mitte, und Müller erzielte ohne Mühe sein zweites Tor. Von diesem Schock erholten sich die Gastgeber nicht mehr. 

TSV Gilching – 1. FC Garmisch-P. 1:2 (0:1)

TSV Gilching: F. Ruml – Diker, Freinecker, Hölzl, Engelhardt, Fauth. Rodenwald, M. Ruml (63. Dayik), Wiedemann – Ersoy, Huber

1. FC Garmisch-P.: Schwinghammer – Langenegger, Heringer, Rauch, Reiter (66. Kunzendorf), Lorenz, Durr, Schrimpf (90.+3 Diaby), Scheck, Müller, Schubert

Tore: 0:1 Müller (10.), 1:1 Huber (55.), 1:2 Müller (74.)

Gelb-Rot: Wiedemann (90., wh. Reklamieren)

Schiedsrichter: Maximilian Alkofer (TSV Siegenburg)

Zuschauer: 110



GALERIE TSV Gilching-Argelsried - FC Garmisch-Partenkirchen



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