Türkgücü München, TSV 1860 und FC Bayern spielen im Grünwalder Stadion
Freitag 19.06.20 16:48 Uhr|Autor: Münchner Merkur / tz / Manuel Bonke12.966
Nächste Saison tragen alle drei Münchner Vereine ihre Heimspiele in´m Grünwalder Stadion aus. <em>Markus Schlaf</em>

Türkgücü München, TSV 1860 und FC Bayern spielen im Grünwalder Stadion

Entscheidung gefallen
Türkgücü München, der TSV 1860 München und der FC Bayern 2 spielen nächste Saison im Grünwalder Stadion. Türkgücü München muss auch teils ins Olympiastadion.


  • Nächste Saison tragen der TSV 1860 München, der FC Bayern München II und Türkgücü München Heimspiele im Grünwalder Stadion aus.
  • Der Regionalliga-Spitzenreiter spielt einen teil seiner Heimspiele allerdings auch im Olympiastadion.
  • FCB-Präsident Hainer zeigt sich zufrieden mit der Lösung.

Das Grünwalder Stadion ist im Münchner Profi-Fußball begehrter denn je. Mit den FC Bayern Amateuren und dem TSV 1860 tragen bereits zwei Drittligisten ihre Heimspiele im Grünwalder aus. Allerdings möchte auch Türkgücü, aktuell Spitzenreiter in der Regionalliga Bayern, sein Aufstiegsrecht wahrnehmen - und seine künftigen Drittliga-Heimspiele am liebsten auch im Städtischen Stadion austragen. 

FC Bayern, Türkgücü München und der TSV 1860 München nächstes Jahr im Grünwalder Stadion

Nach langem hin und her wurde nun eine Lösung gefunden: Die FCB-Amateure, 1860 und Türkgücü spielen in der kommenden Saison im Grünwalder. Aber: Türkgücü wird einen Teil seiner Heimspiele außerdem im Olympiastadion austragen Für die Bayern-Amateure kam ein Stadion-Umzug nie infrage. „Wir haben in den letzten Monaten gemeinsam mit den betroffenen Vereinen und der Stadt München sehr gute und konstruktive Gespräche zur zukünftigen Belegung des Grünwalder Stadions geführt. Der FC Bayern hat sich stets mit Nachdruck dafür eingesetzt hat und wird weiter dafür eintreten, dass unsere zweite Mannschaft auch in Zukunft im Grünwalder Stadion spielen wird. Wir sind froh, dass wir für die kommende Saison diesbezüglich eine Einigung herbeiführen konnten. 

Hainer: „Das Grünwalder Stadion wird immer ein wichtiger Teil unserer Vereinsgeschichte sein“

Ein großes Dankeschön geht hierbei an die Stadt für die zielführende und ergebnisorientierte Moderation der Gespräche“, kommentiert FCB-Präsident Herbert Hainer gegenüber der tz die Entscheidung. Ein Umzug an den Bayern-Campus, wie ihn beispielsweise die Frauen-Mannschaft bereits vollzogen habe, stand für den FCB nie zur Debatte. Die dortige Spielstätte sei laut Hainer von den Anforderungen des DFB her nicht drittligatauglich. „Aber auch unabhängig davon würden wir mit großer Sorge auf die in der 3. Liga regelmäßig stattfindenden Risikospiele schauen - bei solch einem Sicherheitsrisiko könnten wir unserer Fürsorgepflicht rund um die Akademie und den Campus als Ausbildungszentrum für Kinder und Jugendliche nicht gerecht werden“, sagt das Vereinsoberhaupt. Die emotionale Verbindung des Klubs zum Grünwalder erklärt Hainer so: „Heutige Leistungsträger wie Thomas Müller oder David Alaba haben sich hier neben einigen anderen für die Profis empfohlen. Bei unseren Fans heißt das Stadion „Hermann Gerland Kampfbahn“. Da ist eine tiefe Verbundenheit vorhanden, Historie, Tradition und viele, viele schöne Erinnerungen über Generationen hinweg. Das Grünwalder Stadion wird immer ein wichtiger Teil unserer Vereinsgeschichte sein.“ 

FC Bayern 2 auf Meisterkurs in der 3. Liga

Und diese könnte schon bald um ein weiters Kapitel reicher sein. Aktuell sind die Bayern-Amateure Tabellenführer in der 3. Liga und haben es in den verbleibenden Spielen selbst in der Hand, sich zum Drittliga-Meister zu krönen. Sehr zur Freude des Präsidenten, versteht sich: „Wir wussten, dass wir eine enorme Qualität haben, aber bei einer jungen Mannschaft ist es immer die Frage, wie schnell sie sich akklimatisiert. Wir sind unheimlich stolz auf die Entwicklung dieses Teams.“ Stolz ist Hainer auch darauf, wie das Team mit der Corona-Pause umgegangen ist: „Wie auch bei unserem Profiteam haben die Trainer umgehend auf die neue Situation reagiert und Maßnahmen ergriffen, die sich jetzt auszahlen. Da die Spieler zwischendurch auch viel in Eigenverantwortlichkeit absolvieren mussten, hat sich gezeigt: Der Charakter unserer Talente stimmt.“ 

Manuel Bonke


Tabelle
1. Schweinfurt 2221 44
2. Nürnberg II 2226 43
3. SpV Bayreuth 2221 40
4. Aschaffenb. 2119 38
5. Gr. Fürth II 226 35
6. Eichstätt 2217 34
7. Aubstadt (Auf) 215 33
8. Buchbach 210 31
9. FC Augsburg II 215 28
10. SV Wacker 22-4 26
11. Illertissen 22-13 25
12. TSV Rain (Auf) 21-14 24
13. Heimstetten 22-11 23
14. Schalding 20-16 23
15. 1860 Rosenh. 22-24 21
16. FC Memmingen 20-11 19
17. VfR Garching 19-27 13
18. Türkgücü Mün o.W. (Auf) 00 0
Die vier Erstplatzierten spielen eine Aufstiegs-Playoffrunde um die Relegationsteilnahme, die dann gegen den Meister der Regionalliga Nord ausgetragen wird.

Tordifferenz zählt bei Punktgleichheit.
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