Die Vor­stands­su­che ge­stal­tet sich schwie­rig
Sonntag 22.11.20 08:00 Uhr|Autor: RP / Birgit Sicker203

Die Vor­stands­su­che ge­stal­tet sich schwie­rig

Der SV Ost konn­te 2020 we­gen der Pan­de­mie bis­lang noch kei­ne re­gu­lä­re Mit­glie­der­ver­samm­lung durch­füh­ren.
Wie schwie­rig es ist, tat­kräf­ti­ge Mit­glie­der für die Vor­stands­ar­beit zu fin­den, ist Er­win We­ber hin­läng­lich be­kannt. Der selbst­stän­di­ge Un­te­neh­mens­be­ra­ter ist seit mehr als zehn Jah­ren im SV Hil­den-Ost eh­ren­amt­lich tä­tig, frü­her als Lei­ter der Fuß­ball­ab­tei­lung, spä­ter als 2. Vor­sit­zen­der und ak­tu­ell als 1. Vor­sit­zen­der.


Ein Amt, das er mit viel En­ga­ge­ment und Akri­bie aus­übt. Ihm zur Sei­te steht Karl Hu­bert, Ex-Vor­sit­zen­der des Hil­de­ner Stadt­sport­ver­ban­des und da­her mit Ver­eins­ar­beit bes­tens ver­traut. 2019 al­ler­dings woll­te Hu­bert sich auf der tur­nus­ge­mä­ßen Jah­res­ver­samm­lung als 2. Vor­sit­zen­der nicht mehr zur Wie­der­wahl stel­len – auch, um Platz für jün­ge­re Leu­te im Vor­stand zu schaf­fen. Doch das Un­ter­fan­gen miss­lang, trotz eif­ri­gen Wer­bens für ei­ne Neu­be­set­zung. Das Er­geb­nis ist be­kannt: Weil sich nie­mand für den Pos­ten in­ter­es­sier­te, be­steht der ge­schäfts­füh­ren­de Vor­stand seit Mai 2019 nach wie vor aus Er­win We­ber und Karl Hu­bert.

Im Ja­nu­ar die­ses Jahr schien ei­ne Lö­sung des Pro­blems ge­fun­den, denn auf ei­ner au­ßer­or­dent­li­chen Ver­samm­lung wähl­ten die Mit­glie­der Ste­fan Mon­re­al kom­mis­sa­risch zum 1. Vor­sit­zen­den und Chris­ti­an Meyn-Schwar­ze zu sei­nem Stell­ver­tre­ter. „Wir hat­ten bei­den Kan­di­da­ten Ein­blick in un­se­re Ar­beit ge­währt, bei­de konn­ten be­reits mit­ar­bei­ten“, be­rich­tet Er­win We­ber. Doch kei­ne sechs Wo­chen hat­te die Neu­be­set­zung Be­stand, dann stuf­te das Amts­ge­richt Düs­sel­dorf die au­ßer­or­dent­li­che Mit­glie­der­ver­samm­lung und da­mit auch die Neu­wahl als un­zu­läs­sig ein, „weil kei­ner von uns bei­den zu­rück­ge­tre­ten war“, er­läu­tert We­ber. Laut Sat­zung bleibt da­mit der bis­he­ri­ge ge­schäfts­füh­ren­de Vor­stand im Amt.

Da­mit steckt der Ver­ein wei­ter­hin in der Bre­douil­le. Denn ei­ne mög­li­che Amts­nie­der­le­gung des Vor­stands­du­os wür­de den Ver­ein rechts- und ge­schäfts­un­fä­hig ma­chen, das Amts­ge­richt wür­de dann ei­nen Not­vor­stand ein­set­zen. Doch das ist nicht im Sin­ne von We­ber und Hu­bert. Al­ler­dings tritt der Klub auf der Stel­le. We­gen der Co­ro­na-Pan­de­mie und der da­mit ver­bun­de­nen Ein­schrän­kun­gen war es bis­lang nicht mög­lich, die tur­nus­ge­mä­ße Mit­glie­der­ver­samm­lung ab­zu­hal­ten. „Ich wür­de noch ein­mal wei­ter­ma­chen, um ei­nen Neu­en ins Amt ein­zu­ar­bei­ten“, sagt Er­win We­ber, be­tont zu­gleich: „Karl Hu­bert will schon seit zwei Jah­ren auf­hö­ren, al­lein al­ters­be­dingt. Doch er möch­te nicht, dass der Ver­ein in ei­ne schlim­me Si­tua­ti­on kommt. Wir se­hen uns bei­de in der Ver­ant­wor­tung.“ Und so geht die Su­che nach ei­nem 2. Vor­sit­zen­den hän­de­rin­gend wei­ter. Denn seit kur­zem steht fest, dass die bei­den Kan­di­da­ten, die sich im Ja­nu­ar zur Wahl stell­ten, in­zwi­schen nicht mehr zur Ver­fü­gung ste­hen. „Man muss je­man­den fin­den, der be­reit ist, Zeit zu in­ves­tie­ren und am bes­ten noch ein paar Kennt­nis­se mit­bringt, die uns wei­ter­hel­fen. Dann könn­ten wir Auf­ga­ben­ge­bie­te auch an­ders auf­tei­len“, nennt We­ber das An­for­de­rungs­pro­fil.

In Co­ro­na-Zei­ten Wer­bung für die Vor­stands­ar­beit zu ma­chen, ist je­doch schwie­rig – mit Ab­stand ent­steht eben kein Ver­trau­en. Des­halb ist We­ber schon froh, dass die Sport­ler dem Ver­ein die Stan­ge hal­ten. „Die Mit­glie­der ha­ben in die­sem Jahr viel Ge­duld auf­ge­bracht, da­für müs­sen wir in den Ab­tei­lun­gen aber auch im­mer wie­der ver­trau­ens­bil­dend ar­bei­ten“, er­klärt der Vor­sit­zen­de und be­tont: „Wenn der Sport­be­trieb wie­der läuft, ha­ben wir auch wie­der den Kon­takt zu un­se­ren Mit­glie­dern. Das Ver­eins­heim ist ei­ne gu­te Kon­takt­bör­se, die auch für uns Vor­stands­mit­glie­der wich­tig ist.“ Per­sön­li­che An­spra­che nennt We­ber das A und O im Ver­eins­ge­schäft und ge­steht: „Mo­men­tan sind wir mehr in ei­ner Ver­wal­tungs­si­tua­ti­on. In so ei­ner Si­tua­ti­on ist es aber auch schwie­rig, Spon­so­ren zu fin­den, denn de­nen geht es we­gen Co­ro­na auch schlecht.“

We­bers Fa­zit der ver­gan­ge­nen Mo­na­te: „Ein­fach ist an­ders.“ Doch der Vor­sit­zen­de blickt nach vor­ne. „Ich bin ein po­si­tiv den­ken­der Mensch und wer­de das auch im­mer blei­ben“, sagt er. Und hofft ins­ge­heim, dass der Ver­ein bald auf ei­ner Mit­glie­der­ver­samm­lung den Still­stand be­en­den und die Wei­chen für ei­ne co­ro­na-freie Zu­kunft stel­len kann.

Nach Mit­glie­der­zahl der dritt­größ­te Hil­de­ner Klub

Der SV Hil­den-Ost ist ei­ner von 48 Ver­ei­nen un­ter dem Dach des Stadt­sport­ver­ban­des. In punc­to Mit­glie­der­zahl nimmt er hin­ter der Hil­de­ner AT und dem TuS Hil­den Rang drei ein.

Das Ver­eins­heim am Frans-Hals-Weg 2a ist vor al­lem Heim­stät­te für je­ne Mit­glie­der, die in der Turn­hal­le oder auf dem Kunst­ra­sen der Sport­an­la­ge am Kals­tert ak­tiv sind. Dort ist auch die Ge­schäfts­stel­le des Haupt­ver­eins mit sei­nen Ab­tei­lun­gen Fuß­ball, Jon­gla­ge und Ar­tiks­tik, Tur­nen und Gym­nas­tik (mit Un­ter­grup­pe Tisch­ten­nis) so­wie Vol­ley­ball un­ter­ge­bracht.

Die Ten­nis­ab­tei­lung des SV Hil­den-Ost fun­giert als Zweig­ver­ein un­ter dem Na­men TC Hil­den im SV Ost und hat ein ei­ge­nes Klub­heim auf der ver­eins­ei­ge­nen Ten­nis­an­la­ge am Hei­de­krug.


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Tabelle
1. SG Benrath 1132 33
2. FC Bosporus 1110 26
3. FC Kosova 1126 24
4. DSV 04 1120 24
5. SV Oberbilk 1111 23
6. SF Gerreshei 119 23
7. Tusa 06 116 19
8. CfR Links (Auf) 115 18
9. Tiefenbroich (Auf) 11-1 15
10. Polizei SV 116 14
11. SSV Erkrath 11-3 12
12. TuRU 80 II 11-11 11
13. FC Büderich II (Auf) 10-13 11
14. Hilden-Ost 11-14 11
15. SC West II 8-3 8
16. Rather SV II (Auf) 11-13 8
17. RW Lintorf 11-15 7
18. MSV Hilden 11-25 7
19. KSC Tesla 07 (Auf) 10-12 6
20. Rhenania H. (Auf) 10-15 3
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