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Dienstag 07.11.17 13:05 Uhr|Autor: SV Bedburdyck / Alex Plöcks402
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F: Uwe Rickal

Kater-Stimmung in Gierath

Die Leistung bei der 1:2-Niederlage gegen Fortuna Dilkrath hat in einigen Fällen die Charakterfrage zur Folge

Nach neun Spieltagen stand der SV Bedburdyck/Gierath mit 19 Punkten an der Tabellenspitze. Seitdem ist kein einziger Punkt mehr dazu gekommen, was den Absturz auf Platz 10 bedeutet.



Was die Zuschauer am Sonntag auf dem Rasenplatz des SV Bedburdyck/Gierath im Spiel gegen Fortuna Dilkrath geboten bekamen, war fußballerische Magerkost von beiden Teams und zudem ein mannschaftlicher Offenbarungseid der Gierather. Dass die Mannschaft nach zuletzt vier Niederlagen nicht gerade vor Selbstvertrauen strotzte war jedem klar. Dennoch war der Beginn der Partie gar nicht so schlecht und Ersin Deniz hatte in der 6. Minute auch die erste richtig gute Chance. Es sollte nicht seine einzige vergebene an diesem Tag bleiben, bis er sich in der 89. Minute mit Gelb-Rot vorzeitig aus dem Spiel verabschiedete. Das Spiel plätscherte fortan so vor sich hin und hatte sein nächstes Highlight erst, als der Schiedsrichter nach Foul an Eric Tappiser auf den Elfmeterpunkt zeigte. Christoph Schmidt verwandelte in der 20. Minute sicher. Bis zur Halbzeit hatte Gierath noch zwei ganz gute Gelegenheiten und auf Dilkrather Seite war es Steffen Coenen, der zweimal sein Glück versuchte, aber nicht verwandeln konnte.

Kurz vor der Halbzeitpause kam Dilkrath durch Marvin Holthausen zum verdienten Ausgleich, als Ilir Tahiri ihn in der Mitte anspielte, kein Gierather Druck auf den Schützen macht und dieser aus der Distanz den Ball trocken unten links einschoss. Dieses Tor war ein Sinnbild für die Spielweise der Gierather, die ohne Biss, zweikampfschwach, unsicher, äußerst fehlerhaft und im Mannschaftsverbund mangelhaft agierten. Da sah man deutlich die Auswirkungen der Verletzungsmisere und der ungenügenden Trainingsbeteiligung und Trainingsleistungen der letzten Wochen.

Die zweite Halbzeit wurde leider kein Deut besser. Fußballerisch konnte keine der beiden Mannschaften vernünftiges Bezirksliga-Niveau erreichen, bei Dilkrath stimmte aber zumindest die Einstellung und der Siegeswille. Bei den Gierathern blitzte gelegentlich die individuelle Klasse einzelner Spieler auf, aber eine geschlossene Mannschaftsleistung brachten sie nicht auf den Platz. Ein Sinnbild des Spiels war der in der 68. Minute eingewechselte Georgios Mantatzidis, unbestritten der beste Fußballer im Gierather Kader, der ohne Bindung zum Spiel und lustlos wirkend über den Platz trabte.

Auch wenn die Gierather durchaus versuchten, nach vorne zu spielen und sich speziell Kapitän Dominik Lingweiler, der ein ums andere Mal glänzend parierte, und Abwehrchef Jochen Schumacher gegen die Niederlage stemmten, kam es in der 88. Minute, wie es kommen musste. Ein erneut unnötiger wie leichter Ballverlust, schnelles Umschalten der Dilkrather und eine scharfe Flanke von Niclas Hoppe, die Marvin Holthausen wuchtig zum 2:1 für die Gäste einköpfte.

Auch wenn Dilkrath fußballerisch ebenfalls einiges schuldig blieb, haben sich die Gäste den Sieg durch ihren Kampfgeist und die mannschaftliche Geschlossenheit verdient. Auf Gierather Seite müssen sich einige Spieler dringend hinterfragen, ob das, was sie zur Zeit an Trainingsbeteiligung, Einstellung und Engagement anbieten, einem Bezirksligaspieler würdig ist oder sie sich doch lieber der Dritten Mannschaft des Vereins in der Kreisliga C anschließen möchten. Bereits am Freitag in Holzheim gibt es die Gelegenheit, den Bock umzustoßen und wieder für positive Schlagzeilen zu sorgen.
 
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