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Montag 13.11.17 20:14 Uhr |Autor: SV Bedburdyck / Alex Plöcks 229

Die Mannschaft lebt

Auch wenn am Ende die sechste Niederlage in Folge stand, kann der SV Bedburdyck/Gierath aus dem Spiel bei der Holzheimer SG viel Positives mitnehmen
Die Berichterstattung nach dem Spiel in der vorigen Woche gegen die DJK Dilkrath stieß nicht überall auf Gegenliebe. Die Reaktion, die die Gierather Mannschaft, angetreten mit ihrem letzten Aufgebot, zeigte, konnte sich indes sehen lassen und lässt hoffen, dass es auch bald wieder zu Punkten reicht.

In der ersten Halbzeit, am kalten Freitagabend bei schlechtem Flutlicht, ging die Partie spielerisch zwar ganz klar an die Holzheimer, Gierath konnte aber immer wieder Nadelstiche setzen. So hatten sie sehr gute Chancen, als ein Spieler zweimal alleine vor dem Holzheimer Torwart auftauchte, dieser aber einen absoluten Sahnetag hatte und beide Schüsse mit starken Paraden entschärfte. Statt mit einer Führung im Rücken noch mehr Sicherheit zu bekommen, kam die alte Fußballweisheit „Wenn du sie vorne nicht machst, bekommst du sie hinten“ zum Tragen.

Nach einem Zuspiel von Luca Wefers war es in der 28. Minute der junge Bozidar Mestrovic, der mit seinem sechsten Saisontor zur Holzheimer Führung einschoss. Wer jetzt dachte, dass die Gierather einbrechen und die Köpfe hängen lassen werden, lag daneben. Nach einer kurzen Phase des Durchschüttelns fingen sie sich wieder und versuchten weiter, mehr Spielkontrolle zu erlangen. Bis zur Pause passierte indes nicht mehr viel, und so ging es mit einer, auf die ganze erste Halbzeit gesehen, verdienten Holzheimer 1:0-Führung in die Pause.

In der Halbzeit traf der Trainer wohl genau die richtige Ansprache, denn Gierath kam nun mit noch mehr Power und Leidenschaft aus der Kabine. Es wurde gerannt, gekämpft, und ein außergewöhnliches Miteinander der gesamten Mannschaft war zu sehen. Man spürte in jeder Aktion und in jedem Zweikampf, dass der Glaube und der Wille, etwas aus Holzheim mitzunehmen, vorhanden war. Die ganz große Chance auf zumindest einen Punkt bot sich den Gierathern, als der Schiedsrichter in der 55. Minute auf den Elfmeterpunkt zeigte. Der Schütze lief an, schoss hart und platziert, aber der Torhüter hatte die Ecke und parierte den Strafstoß mit einer sensationellen Parade – Sahnetag eben.

Nach einer von beiden Mannschaften intensiv geführten zweiten Halbzeit, mit etlichen guten Szenen auf beiden Seiten, harten Zweikämpfen und ein bisschen Theatralik blieb es nach 95 gespielten Minuten beim knappen 1:0-Erfolg der Holzheimer. Auf das gesamte Spiel gesehen wäre ein Unentschieden sicher das gerechte Ergebnis gewesen, aber Fußball ist nicht immer gerecht und eben ein Ergebnissport. Die Gierather zeigten sich aber im Vergleich zur Vorwoche mit einer ganz anderen Körpersprache. Wille, Engagement und mannschaftliche Geschlossenheit haben absolut gestimmt und gezeigt, dass die Mannschaft lebt.




 
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