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Freitag 03.03.17 15:02 Uhr|Autor: Bruno Haelke - Dachauer Nachrichten13
Ein Kracher zum Frühjahrsrundenstart: Schon das Hinspiel in Pipinsried war ein eine heiß umkämpfte Angelegenheit.

Plesche vor dem Knallerstart: "Unterföhring steht unter Zugzwang"

Viel mehr als nur ein Prestigeduell
Der erste Knaller der Fußball-Bayernliga Süd nach der Winterpause steigt in Unterföhring. Der FC Pipinsried gibt am Samstag (14 Uhr) beim gastgebenden FCU seine Visitenkarte ab. Pikant: Nach dem Aufstiegsverzicht von Ligaprimus Pullach geht es im Duell zwischen dem Tabellenzweiten aus Unter

Wer kommt besser aus den Startlöchern? Die Antwort auf diese Frage wird am heutigen Samstag geliefert. Die Ausgangslage ist klar: Der gastgebende FC Unterföhring liegt mit 41 Zählern aus 22 Spielen auf Rang zwei, der Gast aus Pipinsried weist nach 20 Spielen 38 Punkte auf.

„Es wird Zeit, dass es wieder los geht. Die Vorbereitung muss zwar sein, schöner ist es aber, wenn man wieder um Punkte spielt“, meinen der sportliche Leiter des FC Pipinsried, Roman Plesche und der Coach des FCP, Fabian Hürzeler, unisono.

„Wir hatten tolle Bedingungen auf dem Kunstrasen in Niederscheyern und konnten uns so gut auf den Rest der Saison vorbereiten“, erzählt Plesche.
Auf dem Transfermarkt hat das Team aus dem Dachauer Hinterland in der Winterpause ordentlich zugeschlagen. Mit Simon Fischer, Josip Juricev, und Derek Jozo wurden einige junge Perspektivspieler verpflichtet, aber mit Emre Arik und dem Rumänen Daniel Barna holte man auch zwei erfahrene Recken. Barna war in seinem Heimatland als Profi gelistet. Dass mit Stürmerstar Serge Yohoua ein Spieler nach einer langer Verletzungspause wieder mit im Kader ist, freut nicht nur die Verantwortlichen aus dem Ilmtal, sondern auch die Fans. Yohoua ist in Pipinsried ein Sympathieträger, der durch seine kämpferische Art die Mannschaft und die Zuschauer mitreißen kann und so den Gegner gleichzeitig vor enorme Probleme stellt.

Verzichten müssen Hürzeler & Co. allerdings noch auf ihren Torjäger Ati Lushi, der gegen Unterföhring eine Rotsperre aus dem vergangenen Jahr abbrummen muss. Zudem fehlt der angeschlagene Almir Hasanovic.

In welcher Formation FCP-Trainer Fabian Hürzeler seine Mannschaft in Unterföhring auflaufen lässt, bleibt sein Geheimnis bis kurz vor dem Spiel. Auch in Sachen taktischer Ausrichtung lässt sich der junge Trainer nicht in die Karten schauen. Selbst am vergangenen Wochenende, als der FCP in München gegen den ambitionierten SV Türkgücü Ataspor zum finalen Vorbereitungsspiel antrat, konnte keiner den anwesenden Kibitze etwas aus der Aufstellung oder Spielsystem herauslesen.
Vor Ort war natürlich auf der Trainer des FCU, Andreas Pummer. Der Unterföhringer Übungsleiter verlässt seine Mannschaft zum Saisonende, er wechselt zu Türkgücü Ataspor. Aber Pummer ist so erfahren, dass er sicherlich einige Erkenntnisse gewinnen konnte. Umgekehrt waren natürlich auch Kiebitze des FCP bei einem Trainingsspiel des FCU gegen die Türken Zaungäste.

Mit sehr vielen Neuigkeiten kann keines der beiden Teams aufwarten, zudem kennt man sich aus dem Ligaalltag der vergangenen Jahre. „Eigentlich geht es nur um drei Punkte“, versucht Roman Plesche die Brisanz aus der Partie zu nehmen, er schiebt die Favoritenrolle gleich mal dem Gastgeber zu. „Unterföhring spielt zu Hause, wir haben noch zwei Spiele Rückstand, sind aber nur drei Punkte entfernt. Ich glaube, da steht Unterföhring eher unter Zugzwang“, so der sportliche Leiter. „Unsere Mannschaft kann variabel einige Spielsysteme spielen, das ist auch unsere Philosophie. Wir können die Taktik an den jeweiligen Gegner anpassen, entsprechend flexibel können wir agieren“, erklärt Plesche.

Im Hinspiel entführte die Pummer-Elf alle drei Punkte aus Pipinsried, Unterföhring gewann damals mit 2:1. Diesmal wollen die Gäste natürlich den Spieß umdrehen. Die Fans erwartet in jeden Fall eine hochklassige Partie, die eventuell auf dem Kunstrasenplatz der Unterföhringer Sportanlage ausgetragen wird.

Text: Bruno Haelke

 
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