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Donnerstag 28.08.14 21:02 Uhr|Autor: Andreas Schmitt
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Sechs Jahre lang hat Uwe Kroll beim FC Stein die Richtung vorgegeben, ehe er "Abnutzungserscheinungen auf beiden Seiten" als Grund seines Rücktritts angab (Foto: Wolfgang Zink).

Uwe Kroll wirft in Stein das Handtuch

Vor dem Kellerduell gegen Hüttenbach steht das Tabellenschlusslicht ohne Trainer da
Am Donnerstagvormittag erfuhr es FCS-Abteilungsleiter Dirk Schaefer, am Abend die Mannschaft. Uwe Kroll, der die Faberstädter seit sechs Jahren erfolgreich trainierte, wirft beim noch sieglosen Tabellenschlusslicht das Handtuch. "Abnutzungserscheinungen auf beiden Seiten", begründete er im Gespräch mit FuPa Mittelfranken eine Entscheidung, die laut Schaefer "nie im Interesse des Vereins" lag.

"Natürlich steht der Trainer immer im Fokus. Und unsere sportliche Entwicklung war zuletzt sehr schlecht", sagt der Abteilungsleiter und Co-Trainer, der nun auch noch Interimscoach ist. Die Schuld an dieser Entwicklung liege aber nicht beim langjährigen Coach, sondern bei der Mannschaft, die zuletzt zu wenig Biss gezeigt habe. "Ich bedaure den Rücktritt von Uwe Kroll und schätze ihn als Trainer und als Mensch."

"Motivationsprobleme auf beiden Seiten"

Uwe Kroll übernahm die Nürnberger Vorstädter 2009 und führte sie während seiner ersten vier Jahre jeweils unter die Top 5 der Liga. 2012 nahm man als Vizemeister lediglich aufgrund der Ligenumstellung nicht an der Relegation teil. Zuletzt landete man auf dem achten und elften Rang. "Ich habe die Entwcklung einiger guter Spieler mit gefördert", beschreibt der frisch zurückgetretene Coach neben dem Fast-Aufstieg den größten Erfolg seiner Zeit beim FCS. Zuletzt habe sich jedoch "ein gewisser Alltag" eingeschlichen, wodurch die "Motivation auf beiden Seiten" nicht mehr ausreichend gegeben sei. Deswegen habe er entschieden, seinen Posten zur Verfügung zu stellen. "Ich brauche jetzt eine Pause", sagt Kroll, dessen nächstes sportliches Ziel die Teilnahme am Fürther Marathon ist.

Mit Interimscoach ins Kellerduell

Abteilungsleiter Dirk Schaefer hat nun eine doppelte Aufgabe: Er muss einen Kroll-Nachfolger finden und wird die Mannschaft interimsmäßig betreuen. "Da wir nicht mit einem Rücktritt gerechnet haben, steht auch kein Nachfolger fest", sagt er. "Wir werden keine Schnellschüsse abfeuern. Ob wir längerfristig einen neuen Trainer von außen hinzuholen oder eine interne Lösung finden, wird sich zeigen. Fakt ist nur: Wir müssen punkten!"

Am Samstagnachmittag gastiert die ebenfalls noch sieglose SpVgg Hüttenbach-Simmelsdorf im Waldsportpark. Und beim Tabellenschlusslicht FC Stein hofft man sicherlich auf den vielgesehenen kurzfristigen Effekt eines Trainerwechsels. "Ich will den FCS wieder unten raus bringen und vertraue auf die Stärke unseres Teams", sagt Schaefer optimistisch. Und fügt hinzu: "Wir hätten das Ruder aber auch mit Uwe herumgerissen."


>> FuPa berichtet am Samstag ab 16 Uhr per LIVE-Ticker von Spiel 1 nach Uwe Kroll <<

 
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