Rosenheims Last-Minute-2:2 - FC rettet 3:2
Dienstag 27.05.14 20:50 Uhr|Autor: D. Meier / zis7.588
Dominik Schön (li.), der Torschütze zum 1:0, im Zweikampf mit Rosenheims Freddy Schramme. F: Meier

Rosenheims Last-Minute-2:2 - FC rettet 3:2

Relegation zur Regionalliga Bayern - 1. Runde - Hinspiele: Alle Partien im ausführlichen Liveticker
Richtig ins Wanken geraten sind die beiden Regionalliga-Releganten bei ihren Erstrunden-Relegationshinspielen. Während der TSV 1860 Rosenheim beim FC Pipinsried per glücklichem Treffer in der vierten Minute der Nachspielzeit ein 2:2-Remis rettete, geriet der 1. FC Schweinfurt 05 beim TSV Aubstadt in Halbzeit zwei in Dauerbeschuss und brachte den 3:2-Auswärtssieg mit Müh und Not ins Ziel. Die Rückspiele finden bereits am kommenden Freitagabend statt. Sollte der FC Bayern München II die Relegation zur 3. Liga nicht erfolgreich bestreiten, müssen die beiden Erstrundensieger der Regionalliga-Relegation noch gegeneinander antreten.



Heim Gast
FC Pipinsried - TSV 1860 Rosenheim 2:2 (1:0)

Einen tollen Erfolg hatte der Süd-Zweite FC Pipinsried über den Regionalligisten aus Rosenheim schon fast sicher. Aber in letzter Sekunde köpfte Vincenco Potenza einen Eckball flach in die Ecke zum 2:2. Danach war Schluss. Dabei ging Pipinsried früh in Führung. Die Flanke von Serge Yohoua versenkte Dominik Schön sehr schön im Tor der Gäste (4.). Doch die Rosenheimer versteckten sich vor knapp 800 Zuschauern in einem sehr intensiven Spiel nicht. Markus Einsiedler per Kopf (10.) und mit einem Schuss, mit dem er am Keeper scheiterte (29.) hatte zwei tolle Chancen. Dann hätte Yohoua aus elf Metern das 2:0 machen müssen, aber auch da war der Tormann Sieger (37.). Kurz vor der Pause hatten Einsiedler (43.) und Frederik Schramme noch zwei dicke Möglichkeiten (45.). So war die Pausenführung der Gastgeber etwas glücklich. Nach dem Seitenwechsel vergab Danijel Majdancevic für Rosenheim (47.). Als dann Schön flankte und Sebastian Fischer zum 2:0 verwertete (60.), schien die Entscheidung gefallen. Aber der Regionalligist drängte mit Macht und kam durch Majdancevic, der den Ball aus halblinker Position an den Innenpfosten setzte, von wo er ins Tor sprang, (65.) und durch Potenza in der Nachspielzeit noch zum Ausgleich. "Das späte Tor zum Ausgleich ist natürlich sehr ärgerlich. Aber wir haben heute ein gutes Spiel gemacht. Und es gibt ja noch ein Rückspiel. Wir haben in dieser Saison auch schon auswärts gewonnen", blickte der Pipinsrieder Spielertrainer Tobias Strobl selbstbewusst nach vorne. Thomas Siegmund, der Chefanweiser der Sechziger resümierte: "Wir haben alles probiert und hatten am Schluss ein bisschen Glück. Wer jetzt glaubt, wir sind durch, liegt falsch. Wir müssen auch in Rosenheim alles in die Waagschale werfen."
Schiedsrichter: Markus Pflaum (Dörfleins) - Zuschauer: 779
Tore: 1:0 Dominik Schön (4.), 2:0 Sebastian Fischer (60.), 2:1 Danijel Majdancevic (65.), 2:2 Vincenzo Potenza (90.+4)
FOTOS FC Pipinsried - TSV 1860 Rosenheim


Heim Gast
TSV Aubstadt - 1. FC Schweinfurt 05 2:3 (0:2)
Mit hängenden Köpfen verließen die Schweinfurter Akteure die randvoll gefüllte Schulsportanlage in Aubstadt. Dabei konnte die Truppe von Gerd Klaus noch froh sein, dass man nach einer bereits deutlichen Führung immerhin noch einen knappen Sieg über die Ziellinie retten konnte. Aubstadt machte in Halbzeit zwei seinem Ruf als unangenehmer Gegner alle Ehre und drängte die Schweinfurter, die den ersten Durchgang noch klar bestimmt hatten und durch Tom Jäckel nach Flanke von Kevin Fery (25.) und per Lupfer durch Marino Müller nach Zuspiel von Jäckel mit 2:0 in Front lagen, im zweiten Durchgang in die eigene Spielhälfte. Halbzeit zwei sah einen verwandelten Gastgeber, der sich ob des drohenden Relegations-Aus mehr zutraute und den FC plötzlich unter Dauerbeschuss stellte. Daniel Leicht gelang der schnelle Anschlusstreffer (50.), gegen Julian Grell klärte die Schweinfurter Verteidigung in allerhöchster Not. Im direkten Gegenzug vollstreckte Joker Simon Häcker nach einem Konter zum 1:3 (69.). Doch "Abscht" steckte nicht auf, Christopher Pfeiffer parierte gegen Dominik Grader glänzend, den Abstauber legte Christian Köttler ins Netz (76.). Schweinfurt konnte sich nun kaum noch befreien, Aubstadt schnürte den FC förmlich am eigenen Sechzehner ein, doch die Gästeverteidigung konnte Schlimmeres verhindern und ließ sich die Butter - immerhin - nicht komplett vom Brot nehmen. Zu allem Überfluss kassierte Florian Hetzel in der Vorschlussminute für ein unnötig hartes Foul gegen Christian Wachmer die rote Karte und fehlt seinem Team im Rückspiel am Freitag. "Aubstadt hat in Halbzeit zwei aufmachen müssen, dass es dann für uns schwieriger wird dagegenzuhalten, ist klar. Dennoch, es noch nichts entschieden. Man erinnere sich an die Ereignisse vom Relegationsduell zwischen Darmstadt und Bielefeld", äußerte FC-Coach Klaus. Sein Gegenüber, Josef Francic, hatte Mühe nach dem Spielverlauf gute Stimmung zu verbreiten: "Unsere ausgelassene Chance vorm 1:3 war richtig ärgerlich. Mit unserem Spiel an sich war ich aber sehr zufrieden. Wenn wir auch im Willy-Sachs-Stadion so couragiert auftreten, bin ich guten Mutes. Wir haben die Fehler der Schweinfurter erkannt."
Schiedsrichter: Lothar Ostheimer (Sulzberg) - Zuschauer: 2.820
Tore: 0:1 Tom Jäckel (25.), 0:2 Marino Müller (45.), 1:2 Daniel Leicht (50.), 1:3 Simon Häcker (69.), 2:3 Christian Köttler (76.)
Rot: Florian Hetzel (89./1. FC Schweinfurt 05/grobes Foulspiel)
FOTOS TSV Aubstadt - 1. FC Schweinfurt 05










Vorschau - die Erstrunden-Hinspiele:


Heim Gast
TSV Aubstadt - 1. FC Schweinfurt 05
Im Grabfeld ist die Hölle los. Die Gastgeber erwarten für diesen Aufstiegskampf bis zu 3.000 Zuschauer. Der TSV Aubstadt steht vor dem großen Problem, die Sicherheit zu gewährleisten: "Unsere Vorstandschaft hat einen sehr schwierigen Job zu bewältigen", bestätigt TSV-Trainer Josef Francic. Auch wenn für dieses Sicherheitsspiel viel Vorarbeit zu leisten ist, so ist es sportlich gesehen natürlich ein mindestens ebenso besonderes Match. "Für uns ist es ein Traum. Wir können vor einer Rekordkulisse den größten Erfolg in der Vereinsgeschichte schaffen", sagt Francic, der mit der Vizemeisterschaft eh schon eine Bestmarke in der Klubhistorie gesetzt hat. Francic hofft, dass sein Team nicht wie im Grabfeld-Derby gegen den TSV Großbardorf "wieder schwere Beine" hat, denn: "Wir haben nichts zu verlieren und wollen mit Begeisterung schönen Fußball auf den Platz bringen. Unsere Vizemeisterschaft ist der Lohn dafür." Die Gäste aus Schweinfurt haben die Relegation erst in der Schlussphase des letzten Spieles mit einem "mach aus 1:3 ein 4:3" gesichert. Auch wenn es dazu Proteste aus Hof gibt, die Oberfranken mussten dadurch absteigen, haben die Schnüdel nun die Chance über die Relegation die Klasse zu halten. "Wir sind der Regionalligist und wollen uns auf alle Fälle durchsetzen. Sonst haben wir es auch nicht verdient, drin zu bleiben", spricht Trainer Gerd Klaus klare Worte. Aubstadt bezeichnet Klaus als "unangenehmer Gegner", aber man muss bzw. darf nun eben diese Aufgabe bewältigen. In der vorigen Saison schaffte die Klaus-Elf daheim nur ein 1:1, gewann auswärts aber mit 2:1 vor 700 Besuchern. "Unser Ziel ist ein gutes Ergebnis, vor allem wollen wir ein Auswärtstor schießen", sagt Klaus, der im Rückspiel mit bis zu 5.000 Fans rechnet.

  • Ausfälle: Julius Benkenstein (Zerrung) fehlt bei Aubstadt definitiv. Fraglich ist noch der Einsatz von Stammkeeper Christian Mack, der 29-Jährige hat Probleme mit einer Sehne an der Hand. Alle anderen Spieler sind an Bord. Bei den Schweinfurtern hat sich Philipp "Messi" Messingschlager einen Bänderriss am Sprunggelenk zugezogen. Erkan Esen (Bandscheibenvorfall) und Michael Krämer (Schulterprobleme) sind ebenfalls nicht dabei. Bastian Lunz, der am letzten Spieltag die 15. gelbe Karte erhielt und Marco Janz die Fünfte, dürfen in der Relegation beide Spielen, wie BFV-Verbandsspielleiter Josef Janker bestätigt hat. Schon allein aus Fairnessgründen. Denn in der Bayernliga gibt es keine Gelbsperren.
 

Heim Gast
FC Pipinsried - TSV 1860 Rosenheim
Durch den Rückzug des BC Aichach ist der FC Pipinsried als Aufsteiger nun noch Zweiter in der Bayernliga Süd geworden und darf nun gegen den TSV 1860 Rosenheim um den Regionalliga-Aufstieg spielen. "Wir freuen uns drauf", sagt Tobias Strobl. Der Pipinsrieder Spielertrainer hat in seiner Laufbahn noch nie Relegation gespielt: "Viele unserer Spieler auch noch nicht, das macht den besonderen Reiz aus." Strobl sieht sein Team in einer guten Position: "Wir sind leicht im Vorteil, denn wir haben uns die Relegations-Teilnahme durch eine gute Saison erspielt. Vielleicht gelingt uns ja der größte Erfolg in der Vereinsgeschichte." "Komisch" ist aus Sicht von Rosenheims Trainer Thomas Siegmund der letzte Spieltag verlaufen. Bereits sechs Minuten früher begann die Rosenheimer Partie bei Bayern München. Rund 15 Minuten vorm Anpfiff wurden die Meisterehrungen vorgenommen, die eben "nur" wenige Minuten in Anspruch nahmen. Schiedsrichter Dr. Michael Völk pfiff die Partie somit bereits um 14:54 Uhr an. Auch die Schlussphase in Schweinfurt gab in Rosenheim Anlass zu Diskussionen. Nun gilt es aber für die Sechziger die Hürde Pipinsried zu bewältigen. "Wir nehmen den Gegner sehr ernst. Wir werden aber geduldig spielen, denn es gibt ja zwei Spiele", so Siegmund, der auf einen Auswärtstreffer hofft: "Wir wollen aber in erster Linie versuchen zu Null zu spielen." Denn Siegmund setzt auf das Rückspiel: "Wir sind daheim eine Macht, das haben wir oft genug bewiesen."
  • Ausfälle: Alle Mann an Bord meldet der FC Pipinsried. Nach wie vor sind hingegen die Innstädter personell arg gebeutelt. Für das Spiel in Pipinsried fallen Martin Stadler (Kompartmentsyndrom im Oberschenkel), Michael Pointvogel (Innenbandriss im Sprunggelenk), Niki Wiedmann (Innenbandriss im Knie), Matthias Haas (Kniebeschwerden) Markus Wallner (Bauchmuskelverletzung) und Linor Shabani (Meniskusriss) verletzungsbedingt aus.







Die Relegation zur Regionalliga Bayern


Wie läuft die Relegation zur Regionalliga Bayern (4. Spielklassenebene) ab?
(4 Mannschaften spielen um 1 oder 2 Plätze)
(mit Hin- und Rückspiel im Europapokal-Modus*)


Relegation - 1. Runde - Hinspiele: (Dienstag, 27. Mai - 18:30 Uhr)
Spiel 1: FC Pipinsried - TSV 1860 Rosenheim
Spiel 2: TSV Aubstadt - 1. FC Schweinfurt 05

Relegation - 1. Runde - Rückspiele: (Freitag, 30. Mai - 18:30 Uhr)
Spiel 1: TSV 1860 Rosenheim - FC Pipinsried
Spiel 2: 1. FC Schweinfurt 05 - TSV Aubstadt


Relegation - 2. Runde: (falls nötig - Hin: Die, 3. Juni - 18:30 Uhr / Rück: Fr, 06. Juni - 18:30 Uhr)
Spiel 3: Sieger Spiel 1 - Sieger Spiel 2  

(Der niederklassige Relegant erhält im Zweitrunden-Hinspiel Heimrecht)


Relegations-Szenario: Sollte sich der FC Bayern München II in der Relegation zur 3. Liga durchsetzen, spielen die beiden Regionalliga-Abstiegsreleganten mit den beiden Bayernliga-Spitzenteams um zwei freie Regionalliga-Plätze. Scheitern die Bayern-Amateure in der Drittliga-Relegation, spielen die vier Releganten zur Regionalliga Bayern 2014/15 um nur einen freien Platz.


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Tabelle
1. FC Bayern II 3661 79
2. Illertissen 3646 75
3. TSV 1860 II 3627 72
4. FC Augsburg II 3629 69
5. Buchbach 368 61
6. Ingolstadt II 3615 57
7. Seligenport. 36-5 54
8. Nürnberg II 3611 53
9. Gr. Fürth II 3611 52
10. FCE Bamberg 36-2 51
11. Würz.Kickers 366 49
12. Schalding (Auf) 36-19 42
13. FC Memmingen 36-5 41
14. Heimstetten 36-32 38
15. 1860 Rosenh. 36-14 37
16. Schweinfurt (Auf) 36-25 36
17. Bayern Hof 36-26 36
18. Aschaffenb. 36-41 23
19. TSV Rain 36-45 20
Wertung gemäß Direkter Vergleich
Direkter Vergleich bei Punktgleichheit bereits berücksichtigt.

Die bestplatzierte Amateurmannschaft (keine Profi-Zweite) zieht in den DFB-Pokal 2014/15 ein.

Der Auf- und Abstieg in der Regionalliga Bayern
ausführliche Tabelle anzeigen

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